Hack-Check: Tipps gegen Wespen und Mücken

Hier und heute 04.08.2021 11:49 Min. Verfügbar bis 04.08.2022 WDR

Hack-Check – Wespen und Mücken fernhalten

Stand: 04.08.2021, 06:00 Uhr

Der Sommer kommt so langsam auch zu uns, aber damit man diesen unbeschwert genießen kann, sollte man sich gut gegen die Plagegeister wappnen. Tina Kraus hat ein paar Tipps gegen Mücken und Wespen aus dem Netz für Sie getestet.

Wer kennt es nicht? Man möchte sich mit einem Eis oder einem leckeren Stück Kuchen und einem Kaffee gemütlich in den Garten oder auf den Balkon setzen und nach kurzer Zeit rücken sie uns auf die Pelle: Wespen.

Tina Kraus zeigt Hack-Checks im Hier und heute Studio.

Tina Kraus präsentiert Hack-Checks gegen Wespen und Mücken.

Das kann ganz schön nervig sein, doch Wespen stehen unter Artenschutz. Damit wir friedlich mit ihnen koexistieren können, hat Tina Kraus sich ein paar gewaltfreie Tipps und Tricks aus dem Netz angeschaut, die Wespen fernhalten sollen. Funktioniert es? Hier erfahren Sie es.

Hack 1 – Ablenkungsfütterung

Das Bild zeigt zwei Scheiben Geflügelwurst.

Der Köder sollte nicht zu süß sein.

Man legt etwas Wurst auf einen Teller und platziert diesen weit vom Tisch entfernt (klappt natürlich vor allem in einem Garten). Damit können die Wespen sich ungestört an der Wurst bedienen und lassen die restlichen Speisen links liegen. Wichtig: Es sollte nichts Süßes sein. Zu stark sollten diese Anreize aber auch nicht sein, sonst kommen zu viele Wespen auf einmal - überreifes Obst sollte man beispielsweise vermeiden.

Fazit: Tina Kraus konnte dank dieses kleinen Tricks einen entspannten Geburtstag in ihrem Garten feiern. Test bestanden!

Hack 2 – Sprühflasche mit Wasser

Etwas mehr Konfrontation bringt die Sprühflasche mit sich. Die Flasche mit Wasser befüllen und die Wespen ansprühen, wenn sie zu nahe kommen. Die Sprühflasche am besten immer griffbereit haben, damit man schnell reagieren kann.

Tipps für Abkühlung: Sprühflasche

Dient nicht nur zur Abkühlung - eine Sprühflasche mit Wasser hält auch Wespen fern.

Fazit: Wespen sind nicht so wasserempfindlich wie Bienen, lassen sich aber dennoch durch das Sprühen für kurze Zeit fernhalten. Eine dauerhafte Lösung bietet dieser Hack jedoch nicht. Die Sprühflasche kann aber natürlich auch für die Menschen am Tisch eine willkommene Abkühlung sein.

Zecken, Mücken und Co: Hochsaison der Plagegeister

Mücken, Wespen & Co können ganz schön piesacken. Hier sehen Sie, was jetzt in heimischen Gefilden fliegt, springt und krabbelt und man besser meidet.

Für Vögel, Fledermäuse oder Frösche sind Mücken ein echter Leckerbissen. Für uns Menschen sind Stechmücken dagegen vor allem eines: extrem nervig! Forscher schätzen, dass es in Deutschland rund 50 verschiedene Arten von Stechmücken gibt. Unser Blut saugen übrigens nur die Weibchen - sie brauchen es, um ihre Eier zu entwickeln.

Für Vögel, Fledermäuse oder Frösche sind Mücken ein echter Leckerbissen. Für uns Menschen sind Stechmücken dagegen vor allem eines: extrem nervig! Forscher schätzen, dass es in Deutschland rund 50 verschiedene Arten von Stechmücken gibt. Unser Blut saugen übrigens nur die Weibchen - sie brauchen es, um ihre Eier zu entwickeln.

Besonders gemein sind die Kriebelmücken, die von Süddeutschland her sich immer weiter ausbreiten. Sie stechen nicht, sondern beißen. Der zunächst schmerzlose Biss hinterlässt oft einen kleinen Blutpunkt. Später jucken und schmerzen die Bissstellen, die noch nach Tagen die typischen Schwellungen hinterlassen. Einziger Trost: Kriebelmücken dringen nicht in Wohnungen ein, sondern greifen grundsätzlich im Freien an.

Die Globalisierung schafft auch Mücken neuen Lebensraum. Japanische Buschmücken finden sich mittlerweile auch in Teilen von Nordrhein-Westfalen. Ebenso wurden Asiatische Tigermücken in Deutschland nachgewiesen. Das Problem: Forscher befürchten, dass die exotischen Mücken auch Tropenkrankheiten zu uns bringen könnten.

Die Zecke ist dagegen ein bekannter Krankheitsüberträger von Borreliose und der sogenannten Frühsommer-Meningienzephalitis (FSME). Während man sich vor Borreliose nicht schützen kann, kann man sich gegen FSME impfen lassen. Panik ist jedoch nicht angebracht, die meisten Zeckenstiche machen nicht krank. Dennoch sollte man nach einem Aufenthalt in Wald und Gebüsch den Körper gründlich absuchen und die Zecke sofort entfernen.

Kaum sichtbar sind Grasmilben. Wer nach einem Nachmittag auf der Wiese mit kleinen roten Punkten übersät ist, könnte ein Opfer der winzigen Viecher geworden sein. Sie warten auf Halmen auf einen Wirt, der sowohl Mensch als auch Tier sein kann.

Sie gehören zu den unbeliebtesten Tieren Europas: Wespen. Vor allem im Spätsommer kommen sie zuhauf, wenn der Pflaumenkuchen auf dem Tisch steht. Vertreiben lassen sie sich nicht wirklich. Ein Trost: Eigentlich sind Wespen nützlich. Sie fressen Mücken, Blattläuse und kleine Fliegen und befreien uns somit von anderen Plagegeistern.

Wenn man die Wespen verjagen will, sollte man auf keinen Fall nach ihnen schlagen, denn dann sondern sie Duftstoffe ab, die noch mehr Tiere anlocken. Selbst wenn man ruhig bleibt, stechen sie dennoch manchmal zu. Dann hilft eine frisch aufgeschnittene Zwiebel, die man mit der Schnittstelle auf die Haut legt. Wer allergisch reagiert, sollte man einen Notarzt rufen. Wer von seiner Allergie weiß, sollte stets ein Notfallset mit Adrenalin und Cortison parat haben.

Viele Menschen verwechseln die Wespe mit der Biene. Der Körper der Bienen ist aber weniger gelb. Sie sind außerdem wenig aggressiv und sehr nützlich. Sie liefern Honig und leisten einen wichtigen Beitrag bei der Bestäubung der Pflanzen. Auch sie stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Sticht die Biene zu, sollte man zunächst den Stachel entfernen, damit das Bienengift nicht in den Körper gelangt. Dann hilft Kühlen, wie beim Wespenstich die frische Zwiebel oder Insektengel aus der Apotheke. Für Menschen, die nicht allergisch reagieren, ist ein Bienenstich eigentlich ungefährlich, aber schmerzhaft.

Die Bremse, auf Pferdefliege genannt, gehört tatsächlich zu der Familie der Fliegen. Sie gehören aber zu den blutsaugenden Insekten und stehen auf Warmblüter wie Menschen, Pferde und Rinder. Wohl fühlen sich Bremsen bei schwülem Wetter, außerdem mögen sie Schweißgeruch. Die Insekten stechen zu - auch durch Stoff - und zapfen Blut. Der Stich ist schmerzhaft und juckt stark.

Hack 3 – Zitrone und Knoblauch

Man kann eine halbe Zitrone mit Duftnelken bestücken und diese auf dem Tisch auslegen. Auch ein aufgeschnittener Knoblauch kann helfen, die Wespen fernzuhalten.

Schärfe Knoblauch

Knoblauch schlägt sich nicht ganz so gut im Test.

Fazit: Eine Knoblauchzehe oder eine Zitrone reichen noch nicht aus. Hier müssen schon weiträumig an mehreren Stellen Blockaden für die Plagegeister platziert werden. Das ist nicht immer so leicht umsetzbar und riecht irgendwann auch für uns Menschen etwas streng.

Hack 4 – Pflanzen

Einige Pflanzen helfen tatsächlich gegen Wespen. Den Duft von Lavendel, Minze und Zitronenmelisse können die Insekten gar nicht leiden -  wir hingegen empfinden diesen Duft als angenehm. Gegen Mücken helfen zum Beispiel gepflanzte Tomaten.

Lavendel

Lavendel macht nicht nur optisch was her, sondern hilft auch gegen Wespen.

Fazit: Auf dem Tisch in einem Kübel oder in einem Beet in der Nähe des Tisches geben diese Pflanzen die perfekte Deko inklusive Wespenschutz ab.

Hack 5 – Stichbehandlung: Zitrone, Quark, Zwiebel

Was tun, wenn es doch einmal so weit kommt und man von einer Wespe oder einer Mücke gestochen wird?

Quark mit Löffel.

Erste Hilfe mit Quark: In einem Tuch kann man die Einstichstelle damit kühlen.

Eine Zwiebel oder Zitrone aufschneiden und auf den Stich drücken, wirkt entzündungshemmend und reduziert den Juckreiz. Außerdem desinfiziert die Säure die Einstichstelle. Am besten man kühlt die Lebensmittel vorher ab, um zusätzliche Kühlungseffekte zu erhalten. Mit etwas Quark auf einem Tuch, kann man die Einstichstelle ebenfalls abdecken und einen ähnlichen Effekt erzielen.