Pflanzliche Brotaufstriche

Pflanzliche Brotaufstriche Hier und heute 10.05.2021 08:21 Min. Verfügbar bis 10.05.2022 WDR

Pflanzliche Brotaufstriche

Pflanzliche Brotaufstriche werden immer beliebter. Aber was steckt drin und wie gesund sind sie wirklich? Anke Kapels von Stiftung Warentest erklärt uns, worauf wir beim Kauf achten sollten und verrät uns drei Rezepte zum Selbermachen – im Ofen, im Topf oder aus der Pfanne.

Weg von der Wurst, hin zum leckeren Gemüse-Aufstrich. Die Stiftung Warentest hat insgesamt 25 vegane Brotaufstriche unter anderem auf Geruch, Geschmack, ernährungsphysiologische Qualität und Schadstoffe getestet. 16 mal gab es die Note „gut“.

Die meisten Hersteller setzten, laut Anke Kapels, auf Sonnenblumenöl. Nur zwei Produkte enthielten höherwertiges Öl. Für eines wurde natives Olivenöl extra verwendet, für ein anderes Rapsöl.

Mitunter fettreicher als Wurst

Weniger gut: Eine Rezeptur war mit Palmfett zubereitet. „Das enthält überwiegend gesättigte Fettsäuren – zu viel davon erhöht das Risiko für Herzkrankheiten“, erklärt die Expertin. Veggie-Brotaufstriche seien also nicht zwangsläufig gesünder. Einige seien sogar fetter und energiereicher als Streichwurst im Durchschnitt.

Überraschend niedrige Gemüseanteile

Das Bild zeigt einen Tomaten-Aufstrich im Glas umgeben von Tomaten.

Bei Tomatenaufstrichen liegt der Tomatenanteil ungefähr bei vier Prozent.

„Veggie-Brotaufstriche sind keine reinen Gemüsemahlzeiten. Auch wenn auf dem Etikett mit ,sonnengereiften‘ Tomaten geworben wird“, so Kapels. In einem Aufstrich habe der Tomatenanteil bei lediglich vier Prozent gelegen. Die namengebenden, abgebildeten Gemüse seien bei manchen Produkten in der Zutatenliste sogar erst an vierter Stelle aufgetaucht, sagt die Verbraucherschützerin.

Tipps von der Stiftung Warentest

  • Werfen Sie bei Veggie-Brotaufstrichen immer auch einen Blick auf Zutatenliste und Nährwerttabelle
  • Machen Sie die Aufstriche am besten selbst.

Die Rezepte
(von der Stiftung Warentest)

Zutaten für je 400 g

Rote-Bete-Creme

  • 150 g rote Bete
  • 100 ml Wasser
  • 125 g Cashewkerne
  • 2 EL (20 ml) Limettensaft
  • 7 g Salz

Zubereitung

Das Bild zeigt mehrere rote Beete-Knollen, von denen einige aufgeschnitten sind und das leuchtend rote Innere offenbaren.

Die Rote-Beete-Knollen sollten geschält und grob gewürfelt werden.

Aus dem Ofen: Den Ofen auf 200 Grad Celsius aufheizen (Ober-Unter-Hitze). Bei Umluft reichen 175 Grad. Die Rote-Beete-Knollen schälen, grob würfeln, auf ein Back­blech geben, das mit Back­papier ausgelegt ist. 45 Minuten im Back­ofen garen. Abkühlen lassen. Die Rote Beete-Würfel mit Wasser, Cashewkerne, Limettensaft und Salz in ein hohes Gefäß geben und mit dem elektrischen Mixstab glatt pürieren.

Linsen-Hummus

  • 125 g rote Linsen, trocken
  • 225 ml Wasser
  • 4 EL (40 ml) Olivenöl
  • Saft einer halben Zitrone (40 ml)
  • 20 g Tahin (Sesammus)
  • 2 g (1/2 TL) Kreuzkümmel
  • 1 frische Knoblauchzehe (4 g)
  • 5 g Salz

Zubereitung:

Das Bild zeigt Hummus mit Kräutern.

Der Linsen-Hummus sollte zu einer glatten Masse püriert werden.

Aus dem Topf: Linsen mit 150 Millilitern Wasser aufkochen, zehn Minuten bei schwacher Hitze garen. Knoblauchzehe schälen, klein hacken. Gegarte Linsen vom Herd nehmen, in einem Sieb mit kaltem Wasser abbrausen und abtropfen lassen.
Die Linsen mit den restlichen 75 Millilitern Wasser, dem Olivenöl, Zitronensaft, Tahin und den Gewürzen in ein hohes Gefäß geben und mit dem elektrischen Mixstab zu einer glatten Masse pürieren.

Bohnen-Tofu-Räucher-Aufstrich

  • 50 ml Olivenöl
  • 150 g Zwiebeln
  • 200 g Räuchertofu
  • 240 g Kidneybohnen
  • 6 g Salz
  • 1 g schwarzer Pfeffer
  • 1 g Majoran
  • 1 g Kreuzkümmel

Zubereitung

Aus der Pfanne: Zwiebeln schälen, klein würfeln. Räuchertofu ebenfalls klein würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Tofu darin anrösten. Kidneybohnen abspülen, abtropfen lassen und dazugeben. Einige Minuten in der Pfanne erwärmen.
Die Pfanne vom Herd nehmen, den Inhalt zusammen mit den Gewürzen in ein hohes Gefäß geben und mit dem elektrischen Mixstab fein pürieren.

Stand: 10.05.2021, 06:00