Unsere Top-Zimmerpflanzen

Unsere Top-Zimmerpflanzen Hier und heute 04.01.2021 19:16 Min. Verfügbar bis 04.01.2022 WDR

Unsere Top-Zimmerpflanzen

Der Gummibaum liegt mal ganz oben, mal ganz unten in unserer Gunst. Gartenexperte und Biologe Markus Phlippen stellt die derzeitigen Top-Zimmerpflanzen vor und gibt Pflege-Tipps. So viel sei verraten: Der Gummibaum liegt wieder voll im Trend.

Kaum eine Zimmerpflanze hat so viele Hochs und Tiefs in der Zimmerpflanzen-Hitparade erlebt, wie der Gummibaum. Gerade ist er wieder voll im Trend. Was seine Pflegeleichtigkeit angeht, ist er kaum zu toppen. Ficus elastica hat schon das Wort „elastisch“ im Artnamen. Bei Verletzung der Rinde tritt ein latexhaltiges Sekret aus, aus dem man den bekannten Naturkautschuk gewinnen kann. Dieser wird bekanntermaßen zur Herstellung von Gummi verwendet. Je nach Sorte gibt es tolle Farbvarianten in der Blattfärbung.

Der Gummibaum fühlt sich besonders wohl im Wintergarten oder am hellen Südfenster. An zu dunklen Standorten wird er nicht so schön buschig. Er mag keine Zugluft und braucht ganzjährig Temperaturen über 18°C.

Als Substrat eignet sich eine wertige Grünpflanzenerde oder man mischt sandige Erde mit etwa Kokosfasern. Gegossen wird erst, wenn die Oberfläche schon gut ein bis zwei Zentimeter tief abgetrocknet ist. Keine Ficus-Art mag Staunässe.

Schneiden

Übrigens kann man Gummibäume auch problemlos schneiden, wenn sie zu groß geworden sind oder wieder in Form gebracht werden sollen. Der richtige Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr. Tragen Sie dabei am besten Handschuhe – manch einer reagiert allergisch auf den Saft.

Polka-Dot-Begonie (Begonia maculata)

Die beliebte Polka-Dot-Begonie kommt ursprünglich aus dem Südosten Brasiliens. Wie der Name bereits andeutet, hat sie dekorative gepunktete Blätter. Das Punktemuster bringt ihr auch den Namen „Forellenbegonie“ ein. Als weiteres Highlight präsentiert sie im Frühjahr und Sommer weiße oder hellrosa Blüten, die in lockeren Büscheln herabhängen. Bei guten Bedingungen blüht sie viele Monate. Im Sommer fühlt sie sich auch auf Balkon oder Terrasse wohl. Zum Vermehren und Verschenken lassen sich ganzjährig sehr leicht Stecklinge in einem Wasserglas bewurzeln.

Diese Pflanze mag es hell, aber keine pralle Sonne, ideal sind 20°C. Unter 15°C leidet sie ebenso wie bei Zugluft.

Substrat: Die Erde sollte locker, durchlässig und humos sein. Jährlich im Frühjahr umtopfen und trockene Luft vermeiden. Etwa alle drei Tage gießen. Wenn der Standort zu dunkel ist, werden ihre Triebe zu lang und weich.

Zebrakraut (Tradescantia zebrina)

Die etwas fleischigen Blätter des Zebrakrauts aus Mittelamerika sehen aus, wie gemalt. Es handelt sich – ähnlich wie bei unserer „Polka-Dot“-Begonie um eine echte Blattschmuckpflanze, die sich aber durch ihren hängenden Wuchs viel besser für eine Blumenampel eignet.

Das Zebrakraut gehört zur Familie der Dreimasterblumen, die typischerweise drei Blütenblätter haben. Es gibt sogar eine winterharte Art für den Garten. Es ist aber überhaupt nicht frosthart und wird auch eher selten in der Wohnung blühen. Deshalb stehen die hübschen Blätter im Fokus. Die Blattunterseite ist zudem toll dunkelrot gefärbt.

Standort: hell aber der Sonne abgewandt, normale Zimmertemperatur, im Winter gerne etwas kühler bei zwölf bis 15 °C. Die ideale Pflanze für ein helles Bad oder Schlafzimmer.

Pflege: Immer leicht feucht halten und gelegentlich mit kalkfreiem Wasser einsprühen, sonst entstehen Kalkränder auf den Blättern. Umtopfen im Frühjahr, schneiden ist nicht nötig. Im Frühjahr lassen sich leicht Stecklinge in einem Wasserglas ziehen.

Zimmerbanane (Musa Tropicana)

Die Zimmerbanane oder Zierbanane wird oft unter dem Namen Musa Tropicana geführt – das ist aber ein Kunstname. Es handelt sich um unterschiedliche Sorten und Hybriden, die im Handel kursieren. Da sie sich sehr leicht über Ableger vermehren lassen, ist dann nicht mehr nachvollziehbar, woher sie ursprünglich stammen.

Bananen sind die größten Stauden. Sie vermehren sich vegetativ über Ausläufer. Für uns sind sie der Inbegriff von tropischem Ambiente. Als Zimmerpflanze kann eine große Banane deshalb echt was hermachen. So wird die Sorte „Dwarf Cavendish“ bis zu zwei Meter hoch. 

Standort: Im Prinzip ist die Banane für Drinnen sehr gut geeignet. Sie sollte hell, aber ohne pralle Sonne stehen.

Pflege: Bananen brauchen hohe bis sehr hohe Luftfeuchtigkeit, viel Wasser und viele Nährstoffe. Der dunkle Platz an der trockenen Heizung ist nicht geeignet und dann tritt auch schnell ein Schädling auf: die Spinnmilbe. Hier helfen häufiges Einsprühen und Entfernen – etwa mit dem Staubwedel. Gelbtafeln und eine dicke Sandschicht auf der Blumenerde wirken zudem gegen Trauermücken.

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Stand: 04.01.2021, 06:00