Sonnenblumenöl im Test

Hier und heute 02.08.2021 12:16 Min. Verfügbar bis 02.08.2022 WDR

Sonnenblumenöl im Test

Stand: 02.08.2021, 15:00 Uhr

Öko-Test hat 21 Öle unter die Lupe genommen und dabei nicht nur Mineralöl, sondern teilweise auch krebserregende Stoffe entdeckt. Was diese Ergebnisse bedeuten und wie gut Sonnenblumenöl im Vergleich zu anderen Ölen ist, klären wir mit Birgit Hinsch aus der Öko-Test-Redaktion.

Sonnenblumenöl ist eines der beliebtesten Speiseöle. Egal ob für Dressings oder zum Braten – aus der Küche ist es nicht wegzudenken. Zwar ist es reich an Vitamin E, jedoch schneidet es im Vergleich zu anderen Ölen gar nicht so gut ab. Öko-Test hat jetzt zudem Verunreinigungen mit Mineralöl in vielen untersuchten Proben festgestellt.

Testergebnis

Nur eines der 21 Produkte konnte im Test die Bestnote „sehr gut“ erhalten. Neun schneiden immerhin mit „gut“ ab. Der Rest bewegt sich im Mittelmaß oder schlechter.

Eine Flasche Sonnenblumenöl und Sonnenblumenkerne auf weißem Hintergrund.

Nicht alles was gold ist, glänzt - im Test.

Der Grund für schlechte Bewertungen:  Verunreinigungen mit Mineralöl. Das reichert sich in Organen wie der Leber an, ist jedoch noch nicht ausreichend auf seine gesundheitlichen Auswirkungen untersucht. Für viele Verbraucher unbefriedigend: Einen gesetzlichen Grenzwert für Mineralöl in Speiseölen gibt es bisher nicht.

In zwei nativen Sonnenblumenölen konnten im Test sogar potentiell krebserregende Inhaltsstoffe gefunden werden; ein anderes wies Schimmelpilzgifte auf.

Wie gesund ist Sonnenblumenöl?

Sonnenblumenöl ist laut Öko-Test kein Muss für den Haushalt. Im Vergleich zu anderen Ölen ist es gesundheitlich weder als raffinierte noch native Variante die erste Wahl.

Grund dafür ist vor allem die Fettsäurezusammensetzung. In Sonnenblumenöl ist der Anteil an zweifach ungesättigter Linolsäure sehr hoch. Diese kann im Körper oxidiert werden und dafür sorgen, dass sich Plaque in den Arterien ablagert.

Experten empfehlen deshalb, nicht ausschließlich mit Sonnenblumenöl zu kochen, sondern auch auf Alternativen wie Raps- und Olivenöl zurückzugreifen.

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