Vogelnistplätze selbstgemacht

Vogelnistplätze selbstgemacht Hier und heute 15.01.2020 Verfügbar bis 15.01.2021 WDR

Vogelnistplätze selbstgemacht

Damit Sie in diesem Frühjahr Vogelbesuch bekommen, hat der Biologe Markus Phlippen die Anleitungen für zwei einfache Nistplätze im Gepäck: eine gemütliche Höhle aus Weidenruten für Zaunkönig und Co und einen schlichten Nistkasten aus einem Blumentopf.

Schritt für Schritt-Anleitungen

 

Eine Nisthöhle für den Zaunkönig

Dieser Nistplatz passt perfekt in das Geäst von Hecken oder Büschen. Auch Blaumeisen und Tannenmeisen ziehen gerne hier ein. Die Nistgelegenheit wird von den Vögeln oft über mehrere Jahre genutzt. Sie können sie bei Bedarf immer wieder ausbessern.

Sie benötigen

  • 6-8 ca. 1 m lange biegsame Ruten z.B. Weide, Hasel, Cornus
  • Cuttermesser
  • Bindedraht
  • Gartenschere
  • Bast oder Heu
  • Moos
  • Kordel bzw. Sisal
Vogelnistplätze selbstgemacht

1. Die Weiden-, Hartriegel- oder Haselruten mit dem Cuttermesser in der Mitte auf zehn Zentimeter Länge spalten und kreuzförmig, wie beim Korbflechten ineinanderschieben. Die Enden hochbiegen und mit Bindedraht fest zusammenbinden. Zur Stabilisierung des Bodens können Sie ein bis zwei zusätzliche Ruten kreisförmig einflechten.

Vogelnistplätze selbstgemacht

2. In dieses Grundgerüst nun den Bast oder das langhalmige Heu einflechten und die Zwischenräume mit Moos auspolstern. Wenn ein Vogel einzieht, wird er die Höhle passgerecht verkleinern. Nun die Nisthöhle mit einer haltbaren Naturkordel aus Sisal im Gebüsch in 1,50 Meter bis zwei Metern Höhe versteckt aufhängen.

Blumentöpfe zu Nistkästen umbauen

Verschiedenste Arten von Höhlenbrütern fühlen sich in solchen aus Blumentöpfen gebauten Nistkästen wohl. Am häufigsten entscheiden sich Hausrotschwanz, Zaunkönig oder verschiedene Meisen für diese sehr einfach herzustellenden Behausungen. Aber auch Hummeln bauen häufig ihr Nest darin.

Sie benötigen

1 handelsüblichen Tonblumentopf Ø 15-18 cm
2 Holzscheiben (1 x 15 bis 18 cm Durchmesser, 1 x ca. 10 cm)
1 Gewindestange (M6, 8 cm länger als der Topf)
2 Muttern (M6)
1 Flügelmutter (M6)
16 mm Dübel und Schraube (für die Wand)
1 Forstnerbohrer (26-27 mm, für das Einflugloch)
1 Bohrmaschine

Blumentöpfe zu Nistkästen umbauen Hier und heute 15.01.2020 06:01 Min. Verfügbar bis 15.01.2021 WDR

Wichtig: Die kleinere Holzscheibe muss auf den Boden des Topfes passen, die größere sollte auf dem oberen Innenrand des Topfes aufliegen. Im Bastelgeschäft gibt es vorgefertigte Holzscheiben, die Sie mit Laubsäge oder Holzraspel und Schleifpapier anpassen können. Außerdem

Vogelnistplätze selbstgemacht

1. Zunächst in die Mitte der kleineren Holzscheibe ein sechs Millimeter großes Loch bohren (um es später mit Schraube und Dübel an der Hauswand befestigen zu können). Dann ein zweites sechs Millimeter großes Loch bohren – etwa einen Zentimeter vom Rand – für die Gewindestange.

Vogelnistplätze selbstgemacht

2. Auch in die größere Holzscheibe auf der einen Seite ein sechs Millimeter großes Loch für die Gewindestange bohren. Dann auf der gegenüberliegenden Seite mit etwa einem Zentimeter Abstand vom Rand das Einflugloch bohren (26 bis 28 Millimeter groß). Für kreisrunde Löcher ist ein so genannter Forstnerbohrer ideal.

3. Nun alles zusammenschrauben. Die Gewindestange mit den zwei Muttern an der kleineren Bodenscheibe fixieren. Dann den Topf mit Hilfe des Dübels durch das Mittelloch an der Wand befestigen. Ein guter Platz ist schattig und unerreichbar für Räuber wie Hauskatzen oder Eichhörnchen. Zum Schluss die Abdeckplatte mit Einflugloch mit Hilfe der Flügelmutter aufschrauben.

Stand: 15.01.2020, 06:00

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