Der innere Schweinehund

Inneren Schweinehund überlisten Hier und heute 10.08.2020 13:38 Min. Verfügbar bis 10.08.2021 WDR

Der innere Schweinehund

Der innere Schweinehund – jeder kennt ihn. Ob der Berg Wäsche, die liegen gebliebene Steuererklärung, das Chaos auf dem Schreibtisch oder die Sport-Einheit. Gerne verschieben wir Dinge auf morgen. Aber wie kommt es dazu, dass der innere Schweinehund immer die Kontrolle übernimmt? Psychologe Rolf Schmiel aus Sprockhövel gibt Tipps, wie man ihn überlistet.

Am 10. August ist der Tag des Faulpelzes und solche Tage sind wichtig,

weil wir im Anschluss leistungsfähiger sind, sagt Rolf Schmiel und möchte eine Lanze brechen fürs echte Nichtstun! Der innere Schweinehund lässt sich dann gut zähmen, wenn der Faulpelz weiß, dass für ihn auch Raum da ist. Man sollte sich also nicht schuldig fühlen, wenn man mal nichts tut!

Welche Faktoren begünstigen den inneren Schweinehund?

Eine junge Frau kauert in einem Wohnzimmer traurig auf dem Boden (gestellte Szene)

Hinter dem Schweinehund können auch Depressionen stecken

Wer kein Ziel und keinen Beweggrund hat, dem fällt es schwer, den inneren Schweinehund zu zähmen. Es gibt Menschen mit Antriebsschwäche. Das kann auch auf eine Depression hinweisen. Auch eine Schilddrüsenerkrankung kann solche Symptome verursachen. Wenn man einen Verdacht hat, sollte man einen Arzt befragen.

Wie überwinde ich den inneren Schweinehund?

1. Ein starker Grund für meinen Plan oder mein Vorhaben motiviert. WARUM möchte ich etwas tun?

2. Das WIE ist entscheidend. Wie setze ich mein Vorhaben in die Tat um?

3. Mit WEM? Sobald wir jemanden mit ins Boot holen, ist die Wahrscheinlichkeit um ein Vielfaches höher, das Ziel zu erreichen.

4. Kontrolle - Wer kontrolliert mich dabei, mein Vorhaben umzusetzen? Über das Vorhaben zu reden, anderen davon zu erzählen, ist wichtig und spornt an.

5. Erfolge feiern – damit erhält man eine langfristige Motivation

Wie motiviere ich mich für regelmäßigen Sport?

Ein Gruppe gut gelaunter Läufer am Strand.

In Gesellschaft läuft es sich leichter

Hier ist es ratsam, nicht zu große Erwartungshaltungen an sich zu haben. Menschen, die kurzfristige Handlungsergebnisse erwarten und die nach dem Sport ihre Vorstellungen erfüllt sehen, für die entsteht so etwas wie eine positive Aufwärtsspirale. Dadurch kann man den inneren Schweinehund viel einfacher überwinden.

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Gute Vorsätze

Um Vorsätze umzusetzen, braucht es mehr als nur eine vage Überlegung. Maßgeblich sind nach Einschätzung von Experten vor allem Leidensdruck oder zumindest der starke Wunsch nach Veränderung. Hat man beides nicht, sollte man sich erst gar nicht mit einem Vorsatz belasten. Denn dann sind Scheitern und Frust garantiert.

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Stand: 10.08.2020, 06:00

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