Gewittermythen – Was stimmt, was nicht?

Gewittermythen – Was stimmt, was nicht?

Blitz und Donner, um diese Wetterphänomene ranken sich einige Mythen und Halbwahrheiten. Wir checken hier die wichtigsten Gewitter-Fakten.

Umfrage: Haben Sie einen Lieblingsbaum?

Buchen sollst Du suchen, Eichen sollst Du weichen. Stimmt das?

Nein. Blitze machen keine Unterschiede zwischen Bäumen. Man sollte sich aber nicht unter einen Baum stellen. Falls der Baum getroffen wird, können herumfliegende Holzsplitter zu Verletzungen führen. Außerdem könnte der Blitz vom Baum auf einen direkt darunter stehenden Menschen überspringen. Ein Abstand zu allen Bäumen und Ästen von mindestens 10 Metern ist optimal.

Buchen sollst Du suchen, Eichen sollst Du weichen. Stimmt das?

Nein. Blitze machen keine Unterschiede zwischen Bäumen. Man sollte sich aber nicht unter einen Baum stellen. Falls der Baum getroffen wird, können herumfliegende Holzsplitter zu Verletzungen führen. Außerdem könnte der Blitz vom Baum auf einen direkt darunter stehenden Menschen überspringen. Ein Abstand zu allen Bäumen und Ästen von mindestens 10 Metern ist optimal.

Ein Blitz schlägt immer am höchsten Punkt ein. Stimmt das?

Nein. Alle Gegenstände am Boden haben eine ähnliche Chance, vom Blitz getroffen zu werden, wenn dieser erstmal in Erdnähe ist. Aber es ist dennoch ratsam, nicht der höchste Punkt im Gelände zu sein. Suchen Sie eine Mulde auf und gehen Sie mit geschlossenen Füßen in die Hocke. Legen Sie sich auf keinen Fall flach auf den Boden.

Man darf nicht mit dem Handy telefonieren. Stimmt das?

Nein. Das Telefonieren mit einem Handy oder einem schnurlosen Telefon ist nicht gefährlich. Dass die Handystrahlung Blitze anzieht, stimmt demnach nicht. Die abgestrahlte elektromagnetische Leistung eines Mobiltelefons ist zu gering, um die Leitfähigkeit der Luft zu erhöhen und somit Blitze anzuziehen. Anders hingegen sieht es mit dem Schnurtelefon im Gebäude aus. Dieses sollten Sie während eines Gewitters nicht verwenden. Denn die Überspannung könnte hier über die Leitung ins Haus kommen.

Man muss die Stecker von den Elektrogeräten ziehen. Stimmt das?

Das sollte man! Denn in Gebäuden ohne fachgerechten Blitzschutz können die durch Blitze verursachten Überspannungen über die Strom- und Telefonleitungen oder das Kabelfernsehen ins Haus gelangen und elektrische Geräte zerstören. Ziehen Sie deshalb die Netzstecker aller technischen Geräte, um Schäden zu vermeiden.

Im Auto ist man sicher. Stimmt das?

Ja, aber! Autos mit Ganzmetallkarosserie bilden einen Faradayschen Käfig. Der Blitzstrom fließt über die Karosserie zur Erde ab. Die Personen im Inneren sind sicher. Allerdings ist bei einem Blitzschlag das Auto nur so lange unbedenklich, wie eine Berührung des Metalls von Innen ausgeschlossen ist. Man sollte Fenster und Schiebedächer schließen. Geschlossene Wohnwagen und Wohnmobile bieten übrigens auch den Schutz eines Faradayschen Käfigs - aber nur, wenn diese eine Aluminium-Außenhaut oder ein Metallgerippe haben. Reine Kunststoffgehäuse hingegen könnten kritisch sein. Genauso verhält es sich mit einem Cabriolet ohne Dachgerüst.

Duschen oder Baden bei Gewitter ist gefährlich. Stimmt das?

Ja, das kann es durchaus sein! Es ist wichtig zu wissen, ob das Haus Wasserrohre aus Kunststoff hat, die Strom und Blitze nicht leiten. Aber vor allem bei älteren Gebäuden können im Badezimmer noch Metallteile wie Wasserleitungen und Badewanne elektrisch verbunden sein. Deshalb in allen Zweifelsfällen besser warten. Es gilt: Wenn man eine halbe Stunde keinen Donner mehr gehört hat, ist das Gewitter ziemlich sicher vorbei.

Stand: 06.06.2019, 06:00 Uhr