Der Leiter der Rettungshunde

Gernot Sieger mit seinem Team

Der Leiter der Rettungshunde

Gernot Sieger aus Erftstadt sucht mit seinem Team und Hunden ehrenamtlich nach vermissten Menschen in Nordrhein Westfalen. Wie das funktioniert und warum er das macht, darüber sprechen wir mit dem Staffelleiter der „Mantrailer West Rettungshunde e.V.“ bei Hier und heute.

Gernot Sieger war früher im Rettungsdienst und dann vier Jahre Sanitäter bei der Bundeswehr. Hunde hatte er immer, ist mit ihnen aufgewachsen, und so erschien es ihm irgendwann logisch, beides miteinander zu verbinden. Mit seiner ersten Wolfshündin ist er in der Flächensuche gelandet. Jetzt ist er der Staffelleiter des Mantrailer-Teams.

Die Aufgaben des ehrenamtlichen Mantrailer Teams

Der Verein hat sich der Rettung von Menschenleben verschrieben. Die ehrenamtlichen Retter suchen zusammen mit ihren Hunden demente Menschen, die orientierungslos sind, das können selbstmordgefährdete Menschen oder vermisste Kinder sein. Die Hunde können in Gebäuden, in der Stadt, aber auch in der Natur suchen. Das Team leistet auf Anforderung der Polizei Hilfe. Jeder, der jemanden vermisst, kann sich an das Mantrailer-Team wenden.

Die Anforderungen für die Hunde

Generell kann jeder Hund eine Ausbildung zum Mantrailer absolvieren. Aber nicht jeder ist auch zum Einsatzhund geeignet. Faktoren wie Nervenstärke, Umweltverträglichkeit, Suchmotivation spielen dabei eine große Rolle. Die Ausbildung dauert im Durchschnitt zweieinhalb Jahre. Für die Hunde ist das keine Arbeit, sondern ein Suchspiel, an dessen Ende die Beute steht.

Weitere Infos zu Rettungshunden

Besondere Erinnerungen

Gernot Sieger erinnert sich an den ersten Einsatz, der auf Anforderung der Polizei stattfand. In Bergisch Gladbach war eine demenzkranke Rentnerin seit dem Vortag vermisst. Der leitende Beamte hatte ihn alarmiert. Etwa sechs Stunden nach Beginn des Einsatzes konnte die Dame lebend durch einen Flächensuchhund gefunden werden.

Stand: 19.12.2019, 06:00

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