Durchblutungsstörungen

Durchblutungsstörungen

Kalte Hände und Füße – für viele Menschen ist das nicht nur im Winter der Normalzustand. Aber deuten diese Symptome auf eine Krankheit hin? Darüber sprechen wir mit dem Gefäßmediziner Dr. Christos Rammos von der Uniklinik in Essen.

Auch Durchblutungsstörungen könnten die Ursache für kalte Füße sein. Diese erkennen Sie beispielsweise durch Schmerzen in den Beinen. Es kommt nicht genug Sauerstoff an die entsprechende Körperpartie. Die Ursache dafür kann laut Dr. Christos Rammos eine Verkalkung der Gefäße sein. Auch Blutfette und Körperzellen können die Gefäße verstopfen.

Durchblutungsstörungen können auch in Halsgefäßen (Gefahr: Schlaganfall) und an den Herzgefäßen (Gefahr: Infarkt) auftreten.
Eine Arterienverengung im Becken kann bei Männern zu Impotenz führen.
Wenn Wunden nicht mehr richtig heilen, kann das auch ein Hinweis auf Durchblutungsstörungen sein. Man spricht dann von einer Nekrose. Diese kann laut Dr. Rammos ein Hinweis auf Diabetes sein. Diabetes wiederum könne ein Grund für Durchblutungsstörungen sein.

Schaufensterkrankheit

Paar spaziert Hand in Hand an einer Uferpromenade; Rechte: dpa/zinken

Bewegung hilft - vor allem spazieren gehen

Bei einer weiteren Durchblutungsstörung, der so genannten Schaufensterkrankheit, haben Betroffene typischerweise Schmerzen beim Laufen. Sie bleiben dann häufig stehen und schauen sich womöglich ein Schaufenster an. So entstand der Name, erklärt der Gefäßmediziner.
Sie sollten sich auf jeden Fall regelmäßig bewegen – am besten gehen, rät Dr. Rammos, und nicht zur Schmerzvermeidung damit aufhören. Andererseits auch nicht zu sehr belasten, so der Experte. Machen Sie dabei Pausen. Bleiben Sie stehen und gehen Sie nach zwei bis drei Minuten weiter.

Arteriosklerose

Eine qualmende Zigarette in einer Hand

Rauchen ist eine mögliche Ursache für Arteriosklerose

Bei der Arteriosklerose, (umgangssprachlich auch Arterienverkalkung genannt), lagern sich Blutfette, Blutgerinsel, Bindegewebe und Kalk an den Gefäßwänden ab.
Mögliche Ursachen sind dafür: erhöhte Blutfettwerte, Rauchen, hoher Blutdruck, Diabetes, Veranlagung, Nierenerkrankungen und chronische Entzündungen. Männer und ältere Menschen sind häufiger betroffen. Weiblichen Hormonen wird ein schützender Einfluss zugesprochen.

Vorbeugung

Sie können selbst einiges zur Vorbeugung von Arteriosklerose tun. Nicht rauchen. Sich gut ernähren – also nicht zu fett, wenig Fleisch, wenig Zucker, viel Obst und Gemüse. Auch regelmäßige Bewegung ist eine gute Prophylaxe, sagt Dr. Christos Rammos.

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Stand: 12.02.2020, 06:00