Salz – zwischen Gesundheit und Genuss

Salz: Zwischen Gesundheit und Genuss Hier und heute 21.01.2021 07:15 Min. Verfügbar bis 21.01.2022 WDR

Salz – zwischen Gesundheit und Genuss

Salz ist viel mehr als nur ein simples Küchengewürz – es ist lebenswichtig! Aber es kommt auf die richtige Dosis an. Wie viel Salz ist gut für uns? Und worin unterscheiden sich die unterschiedlichen Salzarten? Ernährungswissenschaftler Stephan Lück klärt uns über das „weiße Gold“ auf.


Salz ist ein lebenswichtiger Stoff. Der Tagesbedarf unseres Organismus liegt bei etwa 6 Gramm. Wie wirkt Salz? Und wie salzt man richtig - vor dem Garen oder besser später

Handelsübliche Salzarten

Das Bild zeigt einen umgekippten Salzstreuer

Wie gesund ist Salz wirklich?

Tafelsalz, Speisesalz: Unter diesem Namen wird „normales“ Salz vermarktet. Dabei handelt es sich meistens um ein Siedesalz, manchmal auch Meersalz, das raffiniert und gereinigt wurde.

Siedesalz sind die Bekanntesten unter den Salzarten. Für die Herstellung werden unterirdische Seen und das Grundwasser genutzt, welches mit Salz aus den Gesteinen angereichert ist. Das Wasser in den Seen besitzt reinste Qualität, die gewonnene Sole wird in Salinen und Sudhäusern gekocht, wodurch das sogenannte Kochsalz übrig bleibt.

Steinsalz ist in fester Form unter Tage zu finden. Die Reinheit ist nicht sehr hoch. Das meiste Steinsalz wird für industrielle Zwecke genutzt.

Ein Holzlöffel mit Meersalz liegt auf einem Tisch.

Meersalz gibt es naturbelassen und industriell gewonnen.

Meersalz: Man unterscheidet naturbelassene und raffinierte Varianten. Industriell gewonnenes Meersalz wird raffiniert, d.h. gewaschen und bei hohen Temperaturen getrocknet. Naturbelassenes Meersalz enthält einen wertvollen Mineralienmix. Im Meersalz sind neben Natriumchlorid auch geringe Mengen an Salzen von Kalium, Kalzium, Magnesium, Mangan und Spuren anderer Stoffe enthalten.

Meer- und Steinsalz müssen nicht besser als Siedesalz sein: Edle Produkte enthalten Spuren von Mineralstoffen wie Eisen und Kalium, die bei der Verarbeitung von Tafelsalz zerstört werden. Kanadischen Ernährungswissenschaftlern zufolge ist der Nährwert von Meer- und Steinsalz aber so geringfügig anders, dass der Wechsel zum teureren Salz sich nicht positiv auf die Gesundheit auswirkt. Alle Salze enthalten den gleichen Anteil an Natrium.

Exotische Salze

Mit Trend-Salzen kann man vor allem Farbakzente setzen. Sie sollen auch einen etwas anderen Geschmack liefern.

Fleur de Sel

Das Salz gilt als kostbares Meersalz, das an heißen, windstillen Tagen entsteht. Die „Blüte des Meeres“ zeigt sich dann als hauchdünne Schicht auf dem Wasser und wird per Hand geschöpft.

Rosa Himalaya-Salz

Das rosa Kristallsalz verdankt seine Farbe den Eisen-Ionen. Der Geschmack ähnelt normalem Salz.

Schwarzes Salz

Bei der Produktion wird Meerwasser verdampft und mit Aktivkohle sowie Gewürzen versetzt, was dem Salz ein mildes, nussiges Aroma verleiht.

Rauchsalz

Beim Räuchern über Holz erhält das braune Meersalz die Farbe und den typischen Geschmack.

Hawaii-Salz

Grünes Hawaiisalz ist eine Mischung aus Salz und Bambusblätterextrakt. Das grüne Salz wird ausschließlich auf der Hawaii-Insel Molokai produziert. Es hat einen milden Geschmack mit Vitaminen, Aminosäuren, Mineralien und Spurenelementen.

Rotes Hawaiisalz: Auf der hawaiianischen Insel Molokai wird auch rotes Salz gewonnen. Seine Farbe erhält das Salz von der eisenoxidhaltigen, vulkanischen Tonerde Alaea, die dem Salz einen milden, leicht süßlichen Geschmack verleiht.

Murray River Salt

Dieses pfirsichfarbene Kristallsalz wird aus der Sole des Murray-Darling Beckens gewonnen, wo vor tausend Jahren zwei Flüsse aufeinander trafen.

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