Rosenschnitt: So geht‘s

08:41 Min. Verfügbar bis 22.03.2023

Rosenschnitt: So geht‘s

Rosen sind unsere Lieblinge - jeder wünscht sich eine für Balkon oder Garten. Wir zeigen, wie Sie Ihre Rosen im Frühjahr auf Vordermann bringen, wenn der Frost vorbei ist.

Ein Ast, der in eine ungünstige Richtung wächst, wird entfernt

Rosenschnitt: Einmal im Frühjahr reicht

Gärtnermeister Dominic Lindenberg schneidet Rosen immer nach ihren Bedürfnissen – ein mehrfacher Schnitt im Jahr ist von Nöten, um die Rose immer schön am Blühen zu halten. Im Frühjahr, dann wenn die Temperaturen wieder zulegen und kein Frost in Sicht ist und die Rose merklich anfängt auszutreiben, heißt es „trauen Sie sich“. Dann bis auf drei Augen zum nächsten Haupttrieb zurückschneiden.

Auge nennt sich diese rundliche Verdickung, die optisch einem Auge ähnelt. Damit sich die Rose weiter verzweigt, wird kurz über dieser Stelle geschnitten, oberhalb der Blattachsel, schräg von der Knospe weg. Am besten ist es, wenn die Augen nach außen zeigen. Mit scharfer Gartenschere wird ein schräger Schnitt gesetzt.

Kletterrosen

Wer auf einen Rückschnitt seiner mehrfach blühenden Kletterrosen im Frühjahr verzichtet, der läuft Gefahr, dass die Rose im unteren Bereich verkahlt. Der Schnitt ist wichtig für einen dichten, gleichmäßigen Wuchs. Besonders am Rosenbogen ist das für ein schönes Erscheinungsbild wichtig. Die Rose wird außerdem mehr Blüten tragen.

Strauchrose

Apricotfarbene Blüten der Strauchrose ‚Colette‘

Nach der Blüte ist vor der Blüte!

Sie blüht das ganze Jahr über rosa, deshalb müssen sie ordentlich geschnitten werden. Wildtriebe müssen bodennah abgeschnitten werden. Und auch dann heißt es: bis auf drei Augen zum nächsten Haupttrieb zurückschneiden.

Bei Busch- und Strauchrosen schafft man es durch mehrmaligen Schnitt, das ganze Jahr etwas Blühendes zu haben. Bei Hochstamm- oder Englischen Rosen, die auf ihre Pracht getrimmt sind, erzeugt man mit dem Schnitt ebenfalls einen schönen zweiten Flor. Also nach der Blüte immer flott mit dem Schnitt sein. Denn nach der Blüte ist vor der Blüte!

Standort

Dominic Lindenberg rät, sich gut zu überlegen, ob eine Rose überhaupt in den eigenen Garten oder auf den Balkon passt. Für den Boden gilt es folgendes zu beachten: Rosen mögen eher lehmigen Boden, wo das Wasser nicht sofort stehen bleibt. Wer neu pflanzt, sollte den Boden 50x50x50cm schön lockern und ein wenig mit ca. 500 g Sand pro Rose anreichern. Diesen gut mit dem Lehm- oder festen Boden vermengen.

Rosen mögen es außerdem sonnig, mit leichtem Wind, damit die Blätter nach dem Morgentau schnell wieder abtrocknen und keine feuchten Stellen bekommen bzw. sich Pilze ansiedeln können.

Dünger

Man sollte die Pflanzen zweimal im Jahr düngen: Einmal wenn die Rose neu austreibt im Frühjahr, dann noch mal im Juni nach der Hauptblüte. Später im Jahr sollte man besser nicht mehr düngen, da sonst eventuell neue Triebe im Winter erfrieren.

Dominic empfiehlt organischen Dünger. Wichtig ist dabei, dass der Dünger mehr Kalium als Stickstoff enthält. Hier muss man die Dosierung auf der Verpackung beachten.

Dominic Lindenberg

Gärtnermeister Dominic Lindenberg

Gärtnermeister Dominic Lindenberg

Gärtnermeister Dominic Lindenberg ist 34 Jahre alt und kommt aus Sprockhövel. Dort lebt er mit seiner Frau und Kind. Seine Leidenschaft zum Gärtnern und zur Natur hat er schon in seiner Kindheit entdeckt – bei jedem Wetter war er lieber draußen. Gärtnern bedeutet für ihn Freiheit und etwas zu kreieren, an dem er und vor allem Andere Freude haben.

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