Rasenfläche

Rasen neu anlegen

Stand: 12.09.2022, 06:00 Uhr

Der heiße und trockene Sommer hat den sonst so schönen grünen Rasenflächen mächtig zugesetzt. Gärtnermeister Dominic Lindenberg zeigt, wie man den Boden für den neuen Rasen so vorbereitet, damit dieser auch mit wenig Feuchtigkeit gut klar kommt.

September und Oktober sowie April und Mai sind die besten Monate, um einen neuen Rasen anzulegen. Das Gras wächst am schnellsten, wenn es ausreichend Sonnenlicht bekommt und die Bodentemperatur dauerhaft über zehn Grad liegt - auch nachts.

Boden für den Rasen gut vorbereiten

Der Boden ist nichts Geringeres als das Fundament des Rasens. Die Fläche sollte zunächst von Wurzeln, Unkraut und Steinen befreit werden und mindestens 15 cm in die Tiefe gut gelockert werden.

Rasen

Der Boden für den Rasen wird Schicht für Schicht vorbereitet.

Danach bereitet man den Boden Schicht für Schicht vor: Ganz nach unten kommt ein Füllboden, dann eine Schicht Mutterboden und zum Schluss Rasensubstrat. Darauf kann man dann Rollrasen oder Rasensamen aufbringen.

Rasen neu anlegen

Hier und heute 12.09.2022 06:39 Min. Verfügbar bis 12.09.2023 WDR

Sanden der Rasenfläche

Bei Flächen, die man nicht neu bepflanzen möchte, kann auch Sanden helfen, um den Boden aufzulockern. Durch den verdichteten Boden wächst der Rasen nicht optimal und er wird durchsetzungsschwach. Durch Sanden der Rasenfläche wird der Boden lockerer, der Rasen ist vitaler, kann sich gegen Moos und Unkraut besser durchsetzen und trocknet nicht so schnell aus. Dafür kann man an mehreren Stellen Löchern in den Boden stanzen und mit Sand auffüllen.

Rollrasen oder Rasensamen

Rasen

Rollrasen eignet sich besonders für eine schnelle Begrünung von kleinen Rasenflächen.

Rollrasen ist eine gute Möglichkeit, um kleine Rasenflächen möglichst schnell wieder zu begrünen. Ein Vorteil ist, dass Rollrasen schnell verlegt ist und die Fläche sofort schön grün aussieht. Bei richtiger Pflege hat es Unkraut besonders schwer bei den schon sehr dichten Graswurzeln des Rollrasens durchzukommen.

Wer aber sehr große Flächen anlegen möchte, für den ist Rasensaat deutlich günstiger.

Weitere Tipps zur Rasenpflege

Richtiges Rasensaatgut

In Deutschland gibt es circa 20 verschiedene geprüfte Saatgut-Mischungen. Sie heißen RSM, Regelsaatgutmischung und tragen das RSM-Siegel. Dazu gehören bekannte Mischungen wie Sport- und Spielrasen, Schatten- oder Regenerationsrasen. Der große Vorteil der Regelsaatgutmischung ist, dass das Verhältnis der Gräsersorten immer gleich ist. Wer den Zierrasen 2.1 kauft und nach drei Jahren nachsäen möchte, kann das ohne Probleme machen. Das Ergebnis bleibt identisch. Wichtig ist nur, die Rasensorten nicht miteinander zu mischen.

Aussaat

Rasen

Ausgesäht wird am besten an einem trockenen, windstillen Tag.

Für die Aussaat gut geeignet ist ein trockener, möglichst windstiller Tag. Die Grassamen sind sehr leicht. Wind oder Böen können sie beim Verteilen oder wenn sie am Boden liegen wegpusten, was zu einem ungleichmäßigen Ergebnis führt. Die Menge an Samen sollte genau ausgewogen werden: Ideal sind 25 bis 30 Gramm pro Quadratmeter.

Rasenpflege von verbrannten Flächen - Rasenpflaster

Rasen

Diese verbrannten Flächen können mit einem Rasenpflaster ausgebessert werden.

Braune Stellen, die sich durch besonders intensive Sonneneinstrahlung gebildet haben, kann man mit einem sogenannten Rasenpflaster ausbessern. Das sind spezielle Mischungen aus Saatgut, Dünger und Erde, die unabhängig vom Boden gut anwachsen sollen. Bevor das Pflaster eingesetzt wird, sollte der Boden aufgelockert und mit etwas Humus verbessert werden. Auch das Nachsäen an braunen Stellen ist sinnvoll, allerdings sollte man damit bis September warten. Vorher sollte man die Stellen mehrmals pro Tag bewässern, denn die frische Saat darf nach dem Keimen nicht trocken liegen. Vor der Aussaat den Rasen vertikutieren oder leicht aufharken.

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