Pflanzen vermehren – aus eins mach zwei

Pflanzen vermehren – aus eins mach zwei Hier und heute 03.08.2020 06:39 Min. Verfügbar bis 03.08.2021 WDR

Pflanzen vermehren – aus eins mach zwei

Wer von seinen Lieblingspflanzen nicht genug bekommt, kann sie vermehren. Das geht ganz einfach mit Stecklingen. Wie das bei Rosen, Hortensien und Schwertlilien gelingt, zeigt unser Gartenexperte Markus Phlippen im „Hier-und-heute“-Garten.

Hortensien

Hortensien lassen sich leicht über Stecklinge vermehren. Hierzu nehmen Sie im Juli/August 15 Zentimeter lange Triebe – nur weiche einjährige ohne Blütenknospen. Wichtig ist, dass der untere Schnitt unterhalb einer Knospe liegt.

Schneiden Sie einfach die Triebspitze unter dem letzten Knospenpaar ab. Anschließend die unteren Blätter entfernen und das obere Blattpaar einkürzen.

Sie können auch aus einem längeren Trieb mehrere Stecklinge machen. Jeder Steckling sollte ein Blattpaar besitzen.

Das Bild zeigt Hortensienstecklinge

Zwei Stecklinge pro Topf.

Die Stecklinge in ein Glas Wasser stellen, Töpfe mit Erde füllen und zwei Stecklinge in jeden Topf stecken. Die Anzuchterde am besten mit Bewurzlungspulver anreichern. Eine durchsichtige Tüte über den Steckling-Topf ziehen und mit Löchern versehen. Oder die Töpfe in ein Mini-Gewächshaus mit Deckel stellen. Immer feucht halten.

Alternativ können Sie die Hortensienstecklinge auch in Wasser stehen lassen und warten, dass sie Wurzeln bilden.

Die Stecklinge benötigen bis zum kommenden Frühjahr regelmäßig Wasser. Das erfordert Geduld. Im Frühjahr nach dem letzten Frost kommen die Stecklinge dann ins Beet. Das funktioniert mit allen Hortensienarten und -sorten. So schaffen Sie sich unkompliziert und preiswert eine eigene Hortensiensammlung. Hortensien sind auch nicht nur etwas für den Garten. Sie gedeihen auch auf der Terrasse oder auf dem Balkon im Kübel wunderbar.

Pflanzen vermehren – aus eins mach zwei Hier und heute 03.08.2020 06:26 Min. Verfügbar bis 03.08.2021 WDR

Rosen

Selbst die Königin der Blumen lässt sich ganz einfach vermehren. Nach der Blütezeit im Juli funktioniert das gut über Rosen-Stecklinge. Alle schnellwüchsigen – also Rambler, Kletterrosen, viele Strauchrosen und Bodendeckerrosen eignen sich hierzu. Mit Edelrosen klappt es dagegen nicht so gut.

Immer zuerst das Messer oder die Gartenschere desinfizieren, damit sich keine Viren, Pilze oder Bakterien von Pflanze zu Pflanze übertragen.

Große Blüten der Kordes-Rose ‚Aloha‘, changierend zwischen Apricot und Rosa

Schnellwüchsige und Bodendeckrosen eignen sich ausgezeichnet zum Vermehren.

Schneiden Sie einen verholzten Trieb mit Verzweigung ab. Reißen Sie dann einen so genannten Rissling ab. Nicht direkt vom Strauch – das wäre sonst eine unnötige Wunde, durch die Krankheitskeime eindringen können. An der Risskante entsteht dabei ein kleines Schwänzchen, das Sie mit der Schere einkürzen.

Anschließend den Steckling auf Scherenlänge – etwa 20 Zentimeter – einkürzen. Die Blätter bis auf das oberste Paar entfernen.

Ein Drittel Erde in den Topf geben, Steckling hineinsetzen und mit Erde auffüllen. Ideal sind hohe Töpfe, denn Rosen sind Tiefwurzler. Angießen, eine Gefriertüte überstülpen und mit Gummi fixieren. Ein paar Löcher in die Tüte stechen, damit kein Hitzestau entsteht. Nach vier bis acht Wochen sprießen bereits neue kleine Blättchen in den Blattachseln.

Pflanzen vermehren – aus eins mach zwei Hier und heute 03.08.2020 03:53 Min. Verfügbar bis 03.08.2021 WDR

Alles rund um Blumen und Garten

Stand: 03.08.2020, 06:00

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