Orchideen

Orchideen Hier und heute 03.01.2022 11:11 Min. Verfügbar bis 03.01.2023 WDR

Orchideen

Orchideen sind echte Hingucker. Es gibt sie in zahlreichen Farben und sie gehören zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Floristin Brigitte Heinrichs gibt Tipps, welche Pflege sie im Winter brauchen und verrät, welche Pflanzen perfekte Begleiter für die Orchidee sind.

Orchideen gehören zur größten Familie im Pflanzenreich. Es gibt mehr als 1000 Gattungen und rund 30.000 Arten. Hinzu kommen unzählige Kreuzungen und Züchtungen. Orchideen gibt es übrigens in fast allen Klimazonen. Die Orchideen, die wir kennen, sind Aufsitzer-Pflanzen und kommen meist aus den Tropen. Sie wachsen mit Luftwurzeln auf den Bäumen. So nehmen sie über die Luft Wasser und Nährstoffe auf.

Orchideen

Orchideen gibt es in den verschiedensten Formen und Farben.

Solche Luftwurzeln sind also von immenser Bedeutung, denn an den Wurzelspitzen bilden sich sogenannte Velamen. Diese sind sehr empfindlich und genau hier wird das Wasser aufgenommen. Daher ist das regelmäßige Besprühen (z.B. bei der „Vanda“, mit abgestandenem Wasser, am besten Regenwasser) besonders wichtig.

Ihre schönsten Orchideen

Für viele Blumenfans ist sie die Königin: Die Orchidee hat über 1000 Arten zu bieten. Sie haben uns Fotos Ihrer blühenden Schönheiten geschickt. Jede anders, und jede wunderschön. Vielfältig, anmutig und einfach nur toll anzuschauen!

Schöne Orchideen

"Filigrane Schönheiten der Natur"
Achim Otto via Facebook.

"Filigrane Schönheiten der Natur"
Achim Otto via Facebook.

"Diese Orchidee ist sehr klein, aber wenn sie blüht duftet der ganze Raum nach Honig. Und sie blüht sehr ergiebig und bildet ständig neue Ableger. es ist eine Dendrobium kingianum"
Petra Hartung via Facebook.

Marina Valentin via Facebook.

Kar In via Facebook.

Elke Kracht via Facebook.

Marina Wildner via Facebook.

"Oncidium „Tiny Twinkle“"
Sabine Steiner via Facebook.

Dagmar Kirchner-Seggewiß via Facebook.

Waltraud Trommler via Facebook.

"Die Schönheit der Natur ... Eine weiße Orchidee .. Ich wünsche allen ein frohes neues Jahr"
Elke Strauch via Facebook.

"Phalaenopsis „Princess Kaiulani“  eine meiner liebsten Kreuzungen."
Marlon Stanley via Facebook.

Petra Bongartz via Facebook.

"Paphiopedilum Hybride Maudiae ,,Charlotte""
Anke Klusen via Facebook.

Pflege-Tipps

Da die Familie der Orchideen so artenreich ist, können nur allgemeine Pflegehinweise gegeben werden:

Standort

Ost- und Westfenster (also Morgen- bzw. Abendsonne) sind die günstigen Standorte für fast alle Orchideen. Im Winter sollte die Temperatur nicht unter 16 Grad liegen.

Im Sommer fühlen sich viele Orchideen auch am Südfenster wohl, müssen aber vor intensiver Sonneneinstrahlung und starker Verdunstung geschützt werden. Die Temperatur sollte bei maximal 25 Grad liegen.

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Gießen

Die Luftfeuchtigkeit am besten mit einer Sprühflasche erhöhen. Je nach Temperatur z.B. hohe Temperatur durch Heizungsluft, auch mehrmals täglich mit abgestandenem Wasser besprühen, um Kalkflecken zu vermeiden.

Nicht auf die Blüten, nur die Blätter sprühen, entweder mit Regen- oder mit abgestandenem Wasser.

Orchideen

Orchideen sollten am besten indirekt gegossen werden.

Gießen Sie die Orchideen indirekt über den Übertopf: Hierfür den Topfboden mit einer dünnen Schicht aus Kies oder kleinen Steinchen füllen. Diese Schicht mit Wasser füllen. Das aufsteigende, verdunstende Wasser erhöht die Luftfeuchtigkeit. Manche Orchideen-Arten, z.B. Vanda, ausschließlich besprühen.

Düngen

Verwenden Sie bitte nur speziell abgestimmten Orchideendünger und nur sparsam. Nach dem Motto: lieber zu wenig als zu viel.

Im Winter weniger gießen und nicht mehr düngen. Während der Wachstumsphase im Sommer dagegen gießen und düngen.

Service Garten – Besuch bei einer Orchideensammlerin

WDR 5 Neugier genügt - Freifläche 10.12.2021 05:20 Min. Verfügbar bis 09.12.2022 WDR 5


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Blütezeit

In keiner anderen Pflanzenfamilie findet sich eine solch vielfältige Blüten- und Farbenvielfalt.

Orchideen

Abgeblühte Orchideen nicht wegwerfen - sie blühen mit etwas Hilfe bald wieder.

Um abgeblühte Orchideen wieder zur Blüte zu bringen, Pflanze für ca. vier Wochen bei ca.16 Grad kühl stellen, trockener halten und für erhöhte Luftfeuchtigkeit sorgen. Nach einigen Wochen bilden sich neue Blütentriebe. Sie brauchen den Blütentrieb nicht abzuschneiden. In vielen Fällen blüht die Orchidee weiter. Sollte der Trieb gelb werden und absterben, bis unten abschneiden.

Wird der Blütentrieb zu lang, über einem Auge abschneiden.

Catteleya und Frauenschuh: Bildschöne Orchideen

Insgesamt gibt es über 30.000 Naturarten und 130.000 Züchtungen – wir stellen hier nur besonders schöne und gängige Sorten vor.

Das Bild zeigt eine rosa blühende Orchideen-Sorte namens Phalaenopsis.

Ideale Einsteiger-Orchidee: "Phalaenopsis"
Zu den bekanntesten Orchideensorten gehört die Phalaenopsis, auch „Nachtfalterblume“ oder „Schmetterlingsorchidee“ genannt. Sie ist robust und kommt mit wenig Luftfeuchtigkeit klar. Ihre sternförmigen Blüten erinnern an exotische Schmetterlinge. Die Pflanze hat breite, fleischige Blätter und Blüten in weiß, rosa oder gelb. Inzwischen werden öfters auch blaue Phalaenopis angeboten. Das sieht zwar cool aus - hält aber nicht lang. Wenn sie sich den Stengel genauer anschauen, werden sie ein winziges Injektionsloch entdecken. Dort wurde blaue Farbe injiziert. Die nächsten Blüten werden dann wahrscheinlich weiß sein - von Blau keine Spur mehr.

Ideale Einsteiger-Orchidee: "Phalaenopsis"
Zu den bekanntesten Orchideensorten gehört die Phalaenopsis, auch „Nachtfalterblume“ oder „Schmetterlingsorchidee“ genannt. Sie ist robust und kommt mit wenig Luftfeuchtigkeit klar. Ihre sternförmigen Blüten erinnern an exotische Schmetterlinge. Die Pflanze hat breite, fleischige Blätter und Blüten in weiß, rosa oder gelb. Inzwischen werden öfters auch blaue Phalaenopis angeboten. Das sieht zwar cool aus - hält aber nicht lang. Wenn sie sich den Stengel genauer anschauen, werden sie ein winziges Injektionsloch entdecken. Dort wurde blaue Farbe injiziert. Die nächsten Blüten werden dann wahrscheinlich weiß sein - von Blau keine Spur mehr.

Ein Stiefmütterchen der besonderen Art: "Miltonia"
Die Miltonia begeistert Orchideenliebhaber. Ihr deutscher Name „Stiefmütterchenorchidee“ kommt daher, dass ihre Blüten starke Ähnlichkeit mit den Veilchengewächsen besitzen. Meist erblüht sie in Rottönen, zum Teil in Kombination mit Weiß oder Gelb. Ein einzelner Blütenstängel trägt bis zu zehn Blüten, die lange halten. Erste Erfahrungen mit Orchideen sollte man bei der Miltonia haben, da sie auf richtig ausgeführte Pflege besteht. Außerdem ist sie etwas empfindlicher bei Staunässe.

Anspruchsvoll aber bezaubernd: "Catteleya"
Cattleya Orchideen bezaubern mit großen farbenprächtigen Blüten, die mit ovalen Kelchblättern, etwas breiteren Kronblättern und einer dreilappigen, meist ausgefransten Lippe ausgestattet sind. Häufig besitzen sie das für Cattleya Orchideen typische Rosa-lila, aber auch Gelb, gefleckt in Rot-, Grün-, Weiß- oder Brauntönen sind keine Seltenheit. Ihre herrliche Blühpracht erfordert aber auch eine spezielle Pflege. Für Anfänger sind sie eher ungeeignet.

Die Outdoor-Varianten aus Europa
Orchideengewächse sind nicht nur in den Tropen anzutreffen. Verschiedene Arten wachsen auch bei uns, doch sind sie äußerst selten und stehen deshalb meist unter Naturschutz. Ein Abpflücken oder Ausgraben dieser geschützten Orchideenarten steht unter Strafe. Was man nicht haben darf ist natürlich besonders reizvoll - das haben auch Gärtnereien als Marktlücke erkannt und bieten diverse Frauenschuh-Züchtungen für halbschattige Plätze im Garten an. Das rettet widerum die wilden Arten.

Der "Frauenschuh"
Er trägt seinen Namen nicht von ungefähr. Sein nach unten gerichtetes Blütenblatt ähnelt der Form eines Schuhes. Botanisch wird er in der Unterfamilie „Cypripedoideae“ zusammengefasst. Diese Frauenschuharten vertragen problemlos Temperaturen unter minus 20 Grad, denn sie stammen von Mutterarten ab, die in Gegenden mit kalten Wintern vorkommen. Die beste Pflanzzeit für Frauenschuh im Garten ist September. Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde empfiehlt Neu-Züchtungen wie "Gisela", "Sabine Pastell" oder "Emil", da diese sehr pflegeleicht sind.

Umtopfen

Etwa alle zwei Jahre sollten/können Orchideen umgetopft werden. Dabei bitte auf das richtige Substrat achten. Es gibt speziell gemischte, sehr durchlässige Erden/Substrate. Diese enthalten sehr grobe (Pflanzen-) Teile wie z. B. Rindenstücke, die dafür sorgen, dass es im Wurzelbereich luftig ist.

Blähton als Drainage

Blähton-Kugeln sind sowohl draußen, als auch drinnen verwendbar.

Inhaltstoffe von geeignetem Orchideensubstrat können sein: Blähton-Kugeln, Nussschalen, Holzwolle, Korkstücke, Torfbrocken, Holzkohlestücke, Kokosfasern, Sphagnum (Moos). Inhaltstoffe variieren, je nach Hersteller. Wichtig ist nur ein sehr grobes Substrat, das für viel Luft im Wurzelbereich sorgen kann.

Am besten verwenden Sie transparente Töpfe, damit die Pflanze genügend Licht bekommt.

So erkennen Sie beim Kauf eine gute Orchidee

  • Die Blätter sollten grün und fest sein, nicht weich und schlabberig
  • Die Knospen an den Blütentrieben sollten grün und nicht gelb sein
  • Die Blüten, genauer die Lippe, sollte nicht farblich verändert sein. Sonst steht die Blüte kurz vor dem Verblühen.

Schöne Begleiter

Zu Orchideen passen gut Rhipsalis, Einblatt, Fittonia, Bromelien, also Pflanzen, die zusammen mit ihnen in den Tropen wachsen.

Orchideenstab

Der Orchideenstab ist Geschmackssache.

Tipp: „natürlich“ dekorieren z.B. mit farblich passenden Stäben oder Naturästen. Die Zweige hierzu einfach in die Erde stecken.

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