Omas Zimmerpflanzen sind zurück

Omas Zimmerpflanzen sind zurück Hier und heute 09.03.2020 13:56 Min. Verfügbar bis 09.03.2021 WDR

Omas Zimmerpflanzen sind zurück

Omas Zimmerpflanzen erleben derzeit auf den Fensterbänken weltweit eine Renaissance. Gartenexperte Markus Phlippen hat die Pflegetipps für Fensterblatt, Glücksfeder, Grünlilie und Co.

Das Fensterblatt (Monstera deliciosa) stammt ursprünglich aus Mexiko und ist derzeit der Hit bei Insta-Gärtnern. Ihr Name basiert auf den „Fenstern“ in den Blättern. Diese tropische Pflanze kann bis zu sechs Meter hoch werden und ein ganzes Zimmer erobern. Dabei braucht sie allerdings ein wenig Unterstützung. Blätter sollten regelmäßig entfernt werden. Sie können ganz einfach Stecklinge in Wasser ziehen, denn die Pflanze bildet Luftwurzeln aus. Sobald die Stecklinge neue Wurzeln bilden, können sie in Erde gepflanzt werden. Wer mag, kann sie aber auch eine Zeit lang in der Vase stehen lassen. Das sieht ebenfalls schön aus.
Standort: Hell, aber keine direkte Sonneneinstrahlung. Das Fensterblatt mag hohe Luftfeuchtigkeit, daher am besten immer mal wieder mit Wasser besprühen.

Glücksfeder

Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia)

Die Glücksfeder(Zamioculcas zamiifolia) auch Zamie genannt, kam aus Ostafrika zu uns und ist vielleicht die pflegeleichteste Zimmerpflanze von allen. Sie eignet sich sogar für Menschen, die Pflanzen mögen, jedoch keinen grünen Daumen haben. Die Glücksfeder überlebt selbst die dunkelsten Büroecken. Ihren wasserspeichernden, fleischigen Rhizomen im Boden kann sie Phasen längerer Trockenheit überstehen. Ein Rhizom ist ein unterirdischer Spross, keine Wurzel.
Nicht zu viel gießen, sonst reagiert die Glücksfeder mit Fäulnis. Wahrscheinlich wächst sie deshalb bei Menschen besonders gut, die sie vergessen.

Bogenhanf

Bogenhanf

Der Bogenhanf gehört zu den Spargelgewächsen und ist inzwischen die reinste Hippster-Pflanze. In der Natur gedeiht sie vor allem in Westafrika. Bei uns trägt sie den klangvollen Kosenamen: „Schwiegermutterzunge“. Es gibt über 70 verschiedene Arten und Sorten, die zum Teil besonders schön gemustert und geformt sind. Halten Sie die Erde feucht, aber nicht zu nass – weniger  ist mehr. Das gilt auch fürs Düngen. Aus einem Blatt können Sie drei- bis viermal Stecklinge machen, indem Sie es in zehn Zentimeter lange Stücke schneiden und diese in die Erde stecken.
Standort: Halbschattig, gerne hohe Luftfeuchte z.B. Badezimmer

Gummibaum (Ficus elastica)

Gummibaum (Ficus elastica)

Der Gummibaum stammt aus Südostasien und ist die Stilikone unter Omas Zimmerpflanzen. Er ist im Prinzip eine tropische Feigenart. Ficus elastica heißt übrigens „elastica“ weil man aus dem weißen Milchsaft Latex für Naturkautschuk – also Gummi – gewinnt. Für Menschen mit Latexallergie ist er daher nicht geeignet.
Die  Zimmerpflanzenerde sollte möglichst torffrei sein. (Nicht nur, dass wegen Torfabbau Moore zerstört werden, Torf enthält noch dazu Unmengen an CO2).
Standort: halbschattig, keine direkte Sonneneinstrahlung, nicht zu viel gießen – sonst Blattfall, Handschuhe beim Schnitt tragen wegen Milchsaft

Grünlilie

Grünlilie (Chlorophytum comosum)

Eine der bekanntesten Zimmerpflanzen überhaupt ist die Grünlilie (Chlorophytum comosum). Wahrscheinlich, weil sie so pflegeleicht und unkompliziert zu vermehren ist. Sie kommt aus Süd-Ostafrika und ihre grasartigen Blätter und Ableger hängen wie ein Wasserfall herunter. Hier und da bilden sich kleine weiße Blüten.
Die Grünlilie braucht im Sommer eine andere Pflege als im Winter.
Im Sommer einmal wöchentlich gießen, am besten tauchen. Im Winter nur alle zwei bis drei Wochen gießen. Die Pflanze ist dann in einer Ruhephase. Aber regelmäßig besprühen.
Vorsicht: Wassertropfen auf den Blättern führen bei direkter Sonneneinstrahlung zu Flecken.

Ihre schönsten Zimmerpflanzen

Welche Zimmerpflanzen stehen bei Ihnen zu Hause? Weltweit erleben Zimmerpflanzen ein Revival und da wollen wir natürlich Ihre schönsten Exemplare sehen. Sie haben uns Ihre Lieblinge geschickt und wir haben eine Auswahl zusammengestellt.

Ihre Zimmerpflanzen

„Meine Pfannenkuchenpflanze ist mein Liebling , davon hab ich gerad kein Foto.“ - Nadine Czech via Facebook

„Meine Pfannenkuchenpflanze ist mein Liebling , davon hab ich gerad kein Foto.“ - Nadine Czech via Facebook

"Ich habe die Dieffenbachie vor 5 Jahren als Ableger von meinem Vater geschenkt bekommen, da hatte sie nur 2 Blätter und das ist aus ihr geworden." - Petra Kleinschmidt via Facebook

„Ich liebe Pflanzen❤️.Leider habe ich in meiner kleinen Wohnung keine Fensterbänke, aber in jeder Ecke stehen Pflanzen! Daher bin ich stolz auf meine Grünlilie.“ - Monika Birkly via Facebook

„Es wird Zeit, dass Pflanzen wieder Mitbewohner werden.“ - Melanie DU via Facebook

Jessie Horstmann via Facebook

„Meine Lieblingsblumen sind die Hoya oder auch Wachsblume genannt. Früher war sie in jedem Haushalt zu finden. Heute ist sie leider aus der Mode gekommen. Dabei blüht und duftet sie wunderschön." - Edith Nierhoff via Facebook

„Unser Einblatt-Prachtstück.“ - Danja Preuten via Facebook

Corina Hinz via Facebook

„Meine Banane!“ - Claudia Goelz via Facebook

„Zamioculas, gedeiht auch wunderbar in dunklen Ecken meine häufigste Pflanze.“ - Christel Koorevaar via Facebook

„Mein Karlchen, vor 2 Wochen eingezogen.“ - Annika Langstrumpf via Facebook

Thomas Deharde via Facebook

„Sie ist mittlerweile 20 Jahre alt.“ - Siggi Thomas via Facebook

„Meine Aloevera die großen blüht nun zum 2 mal freu mich schon auf die schöne Farbe daneben ein Teil ihrer Ableger.“ - Nathalie Schumacher via Facebook

„Das ist meine Liebste Zimmerpflanze. Egal was ich mache oder auch nicht sie überlebt und nimmt mir nichts übel. Sie ist noch von meiner Oma , habe ich schon über 40Jahre.“ - Elke Fischer via Facebook

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Stand: 09.03.2020, 06:00