Minigärten im Glasgefäß

Minigärten im Glasgefäß Hier und heute 11.01.2021 11:59 Min. Verfügbar bis 11.01.2022 WDR

Minigärten im Glasgefäß

Garten-Bloggerin Anja Klein hat tolle Tipps für dekorative Pflanzideen: Mini-Gärten im Glas, in unterschiedlichen Gefäßen, mit und ohne Deckel. Sieht originell aus und ist pflegeleicht.

Ein leeres Einweckglas steht auf einem weißen Tisch.

Es eignen sich Trinkbecher, Weckglas & Co.

Pflanzen in verschlossenen Gläsern sehen schön aus und brauchen, wenn sie einmal arrangiert sind, fast keine Pflege mehr. Einmal im Jahr gießen reicht. In einem dicht verschlossenen Glasbehälter entsteht ein Ökosystem, das sich selbst reguliert.

Was die Pflanzen verdunsten, schlägt sich an der Glaswand nieder und rinnt in das Substrat zurück. Wasserkreislauf und Gashaushalt funktionieren wie in der Natur - nur im Kleinen eben. Wenn alles gut geht, kann man die Mini-Ökosysteme jahrelang sich selbst überlassen, ohne Dünger oder Wasser hinzuzufügen.


Minigarten im Glasgefäß mit Deckel (Hermetosphäre)

Als Gefäße eignen sich alle Glasgefäße. Sie sollten nicht zu klein und vor allem die Öffnung groß genug sein, um mit der Hand hineinzukommen. Denkbar sind Einmachgläser, Glasvasen, Trinkbecher, Bonbongläser oder große Marmeladengläser.

Um einen Minigarten im geschlossenen Gefäß herzustellen, braucht man einen Deckel. Sind keine Glasdeckel verfügbar, kann man beispielsweise Holz als einen Deckel mit Knete befestigen, denn Licht von oben ist nicht zwingend nötig.

Substrat

Es eigenen sich Blähton und Lavagranulat. Erde ist für die Hermetosphäre nicht geeignet.

Bepflanzung

Für die Hermetosphäre eignen sich alle Pflanzen, die klein wachsen und feuchte Luft mögen. Man kann verschiedene Pflanzen zusammentun, solange sie die gleichen Bedingungen brauchen. Hier einige Beispiele:

  • rote und rosa Anturie
  • verschiedene Farne
  • Usambaraveilchen
  • Mimose
  • Pilea
  • Efeutute
  • Sukkulenten (wasserspeichernde dickblättrige Pflanzen)
Eine grüne Topfpflanze.

In Ihrem Minigarten darf eine Efeutute nicht fehlen.

Zunächst füllt man das Granulat in das Glasgefäß und bereitet die Pflanzen vor, indem man die Erde abschüttelt, alte Blätter entfernt und die Wurzel kürzt.

Nach dem Arrangieren der Pflanzen, das Granulat gießen (es sollte feucht sein, die Wurzeln der Pflanzen aber nicht im Wasser stehen). Jetzt nach Geschmack den Minigarten dekorieren.

Im Glas herrscht nach dem Verschließen ein geschlossener Kreislauf, der in sich funktioniert und fast keinen Einfluss mehr von außen braucht. Der Standort sollte hell, aber nicht zu sonnig sein.

Sukkulenten im offenen Glasgefäß

Man pflanzt hier ähnlich wie in einen normalen Ton-, Keramik- oder Kunststofftopf. Zuerst kommt die Erde rein (Kakteenerde), dann werden die Pflanzen präpariert, das heißt alte Blätter und Wurzeln werden beschnitten. Mit langstieligem Löffel werden nun die Pflanzen vorsichtig eingefüllt. Das offene System nimmt man für Pflanzen, die wenig Luftfeuchtigkeit brauchen, etwa Sukkulenten (wasserspeichernde dickblättrige Pflanzen) oder Kakteen.

Violettes Usambaraveilchen, Saintpaulia-Ionantha-Hybride

Usambaraveilchen bringen Farbe in Ihr Glas!

Im Winter brauchen diese Pflanzen weniger Wärme als im Sommer. Auch hier geht es darum, Pflanzen zusammen zu pflanzen, die eher kleinwüchsig sind und die gleichen Bedürfnisse haben. Deshalb sollte man nicht Sukkulenten und Kakteen in ein Glas setzen. Die Pflanzen müssen regelmäßig gegossen werden.