Mops Engel e.V.

Mops Engel e.V.

"Ein Leben ohne Möpse ist möglich, aber sinnlos" - sagte Deutschlands berühmtester Mops-Fan, Loriot. Die Meinung teilt Ursula Taglang aus Mülheim an der Ruhr. Mit ihrem Verein "Mops Engel e.V." hilft sie Möpsen in Not, auch bei scheinbar aussichtlosen Fällen.

Für Liebhaber dieser Rasse ist der Mops weit mehr als ein dicker Fellklops mit Glubschaugen, der schnorchelnd auf dem Sofa sitzt: ein fideles Wesen mit freundlichem Gemüt und jeder Menge Eigenheiten. Ursula Taglang lebt mit ihrem Mann und drei Hunden (ein Bouvier, ein Chihuahua und ein Mops) in Mülheim an der Ruhr.

Den Verein Mops Engel e.V. hat sie 2011 gegründet. Sein Ziel: Hilfe für Möpse, die aus den unterschiedlichsten Gründen ein neues Zuhause brauchen, etwa weil ihre Besitzer verstorben sind, Paare sich trennen oder bei einem Umzug der Hund nicht mitgenommen werden kann. Außerdem versteht sich der Verein als Ansprechpartner für Mopsbesitzer und gibt Hilfestellung, wo immer es nötig ist.

Ursula Taglang setzt sich mit vollem Herzblut für die Vereinsarbeit ein. Es gibt aber sehr viele anstrengende Momente: Etwa wenn Tiere kommen, die von ihren Besitzern misshandelt wurden, oder kranke Hunde aus Massenzuchtstationen kommen.

Jede Menge rassespezifischer Probleme der Möpse

Manche sehen in dieser Hunderasse aber auch die schlimmen Auswirkungen einer Qualzucht. Ihre Atmung ist stark beeinträchtigt: Sie röcheln und schnarchen und bekommen durch ihre zum Teil extrem plattgezüchtete Schnauze schlecht Luft. Durch unbehandelte Rachenprobleme kann es zu Herzfehlern kommen. Eine helfende OP kostet dann zwischen 600 bis 2000 Euro. Auch ihre ausgeprägten Nasenfalten beeinträchtigen die Atmung und führen häufig zu Hautproblemen. Und weil ihre Wimpern nach innen stechen, sind die Augen sehr oft entzündet.

Hilfe für den Mops

Rose und Oliver haben dank Mops Engel e.V. ein neues Zuhause gefunden.

Oliver gesund

Jetzt ist Oliver wieder mopsfidel. Aber das war nicht immer so.

Jetzt ist Oliver wieder mopsfidel. Aber das war nicht immer so.

Oliver hatte nicht genug Wasser und Futter bekommen.

Rose war ohne Fell und voller Milben. Sie stand kurz vor der Einschläferung.

Sie musste eine anstrengende Behandlung über sich ergehen lassen. Sie wurde gesalbt und verbunden.

Aber es hat sich gelohnt: Die ersten Haare wuchsen.

Und Rose konnte bald schon einen Ausflug am Strand machen.

Stand: 19.04.2018, 06:00