Lesezeichen: Autorin Astrid Ruppert

Astrid Ruppert fotografiert vor einer schwarzen Wand.

Lesezeichen: Autorin Astrid Ruppert

„Obendrüber, da schneit es“, ist alle Jahre wieder ein echter Weihnachtsdauerbrenner im Fernsehen. Der Roman dazu floss aus Astrid Rupperts Feder. Bei „Hier und heute“ erzählt sie, wie sie zum Schreiben kam und stellt uns drei ihrer Lieblingsbücher vor.

Die 57-Jährige wollte schon als Kind schreiben. Über den Umweg Lehramtsstudium gelangte sie schließlich in die Filmproduktion. Die Frage, die sie beim Schreiben ihrer Figuren stellt, ist für sie auch immer: „Wie wurde ich die, die ich bin.“

Lesezeichen und Buchverlosung: Autorin Astrid Ruppert Hier und heute 05.11.2021 11:21 Min. Verfügbar bis 05.11.2022 WDR

Drei Bände Frauen der Familie Winter

Ihr aktueller Roman ist der dritte Band einer Frauen-Trilogie. 120 Jahre mit den Frauen der Familie Winter. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen den Müttern und Töchtern der jeweiligen Generation. Es geht um Botschaften, die Mütter an ihre Töchter weitergeben und welchen Einfluss diese auf die Entwicklung ihrer Töchter haben.

Einfluss der Historie auf die Gesellschaft

„Damals sollte eine Tochter unauffällig und lieb sein, heutzutage ist es das Gegenteil, eine Tochter soll die werden, die sie werden kann.“ In diesem Sinne hat Astrid Ruppert auch ihre eigene, bereits erwachsene Tochter erzogen.

Buchcover "Leuchtende Tage" von Astrid Ruppert Verlag dtv

In den Romanen geht es auch darum, welchen Einfluss die Historie auf den Lauf der Dinge und damit auf die Familie Winter hat.
Der erste Band heißt „Leuchtende Tage“, es folgten „Die wilden Jahre“ und Mitte November 2021 erscheint dann „Ein Ort, der sich zu Hause nennt“. Auf ihre Frauen-Trilogie habe sie sehr viele Leserinnenbriefe bekommen, erzählt Astrid Ruppert. 

Astrid Ruppert: Leuchtende Tage, Die Winter-Frauen-Trilogie, Band 1
Verlag: dtv, 480 Seiten, ISBN: 978-3-423-26226-2

Ein Familien-Weihnachtsroman

Der Roman „Obendrüber, da schneit es“ war Astrid Rupperts erster. Sie konzentriert sich darin auf die drei Tage vom 23. Bis zum 25. Dezember und schaut dabei in die Wohnungen verschiedener Bewohner*innen eines Mietshauses. „Es geht um die kleinen und großen Katastrophen im Zuge der Weihnachtsvorbereitung“, bringt Ruppert es auf den Punkt.

Astrid Ruppert: Obendrüber, da schneit es
Verlag: dtv, 304 Seiten, ISBN: 978-3-423-25419-9

„Obendrüber da schneit es“ schrieb sie während ihrer Zeit als Festangestellte. Drei Jahre später wurde es verfilmt. Auch das Drehbuch stammt von ihr. Astrid Ruppert arbeitete nach dem Erfolg als Freischaffende weiter.

Kurzgeschichten über die Arktis in uns

Astrid Ruppert war auch in der Arktis unterwegs. Das hat sie zu einem Band mit Erzählungen inspiriert: „Die Bestimmung der Eisscholle“. Sie liefert ihre Figuren dem Eis aus und lässt sie ihre innere Kompassnadel neu ausrichten, auf der Suche nach sich selbst. 

Die Bestimmung der Eisscholle von Astrid Ruppert
Verlag: Axel Dielmann, 160 Seiten, ISBN: 978-3-86638-249-7

Liest selbst gerne Alice Munro

Die Autorin liest selbst gerne Kurzgeschichten der kanadischen Schriftstellerin Alice Munro und sagt: „Jede Kurzgeschichte von ihr ist wie ein ganzer Roman, eine ganze Welt auf wenigen Seiten .... ich finde sie ganz toll.“ 

Stand: 05.11.2021, 06:00

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