Kräutertipp: Bärlauch

Kräutertipp: Bärlauch Hier und heute 24.03.2021 09:29 Min. Verfügbar bis 24.03.2022 WDR

Kräutertipp: Bärlauch

Bärlauch ist eines der beliebtesten Wildkräuter und ein heimisches Gewächs. Ernährungswissenschaftlerin Anja Tanas gibt uns Infos passend zur momentanen Saison und macht uns leckeres Pesto.

Wald bei Gronenberg, Scharbeutz, Schleswig-Holstein, Deutschland

Bärlauch wächst im Wald von März bis Mai.

Bärlauch ist schon seit dem Mittelalter bekannt, beliebt und vielseitig einsetzbar. Es wächst in unseren Wäldern von Ende März bis Ende Mai (manchmal sogar bis Juni – je nach Standort). Seit jeher verwendet man es zur Verbesserung der Verdauung, der Blutfettwerte und bei Erkältung, da es eine leicht antibiotische Wirkung hat.

Außerdem ist es gut gegen Bluthochdruck – genau wie Knoblauch.

Bärlauch sammeln

Bärlauch kann man natürlich auch im Supermarkt oder auf Wochenmärkten kaufen, doch wer die Gelegenheit hat, kann das Wildkraut auch selbst sammeln. Man findet es im Wald auf halbschattigen, feuchten Flächen oder an schattigen Bächen und Flussufern. Wichtig dabei ist, dass man den Bärlauch nicht rausreißt. Bärlauch ist eine Zwiebelpflanze und die Zwiebeln sollten in der Erde bleiben. Am besten nimmt man ein Messer und schneidet das Kraut ab.

Vorsicht Verwechslungsgefahr

Beim Sammeln muss man allerdings aufpassen: Bärlauch sieht dem giftigen Maiglöckchen zum Verwechseln ähnlich. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man folgendes beachten.

Das Bild zeigt Bärlauch in einem Bärlauchhain.

Verwechslungsgefahr: Vorsicht beim Sammeln!

1. Wenn beide blühen, kann man die beiden leicht unterscheiden, da die Blüten unterschiedlich aussehen. Also vorher einmal die Blüten nachschlagen!

2. Solange sie wie jetzt noch nicht blühen, hilft es, die Blätter zu zerreiben. Riecht man Knoblauch, ist es Bärlauch.

3. Man kann die beiden auch an den Blättern unterscheiden. Die Bärlauchblätter sind matt, Maiglöckchenblätter eher glatt und glänzend.

Bärlauch in der Küche

Bärlauch ist in der Küche vielseitig einsetzbar. Es passt gut zu Fischgerichten, schmeckt lecker in einer Quiche oder im Salat. Ernährungswissenschaftlerin Anja Tanas zeigt uns, wie man mit Bärlauch statt Knoblauch ein klassisches Pesto machen kann.

Rezept für ein Bärlauch-Pesto

Zutaten

  • 50 g Pinienkerne
  • 2 Handvoll frischen Bärlauch
  • 100 ml Olivenöl, nativ
  • ½ TL Fleur de Sel
  • ½ TL schwarzer Pfeffer frisch aus der Mühle
  • 50 g Parmesan oder Pecorino

Zubereitung

Bärlauch

Bärlauch hat einen sehr hohen Vitamin C-Gehalt.

Den Bärlauch waschen und trocknen lassen. Die Blätter grob klein schneiden. Die Pinienkerne etwas anrösten und anschließend die Zutaten in einen Mixer oder eine Schüssel zum Pürieren geben. Die Pinienkerne können zuvor auch schon mit einem Mörser zerkleinert werden. Beim Mixen darauf achten, „in Stößen“ und nicht durchgehend zu mixen. Das Olivenöl kann sonst bei zu starkem Mixen bitter werden.

Alles zu einer homogenen Masse verarbeiten und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Servieren noch geriebenen Parmesan oder Pecorino untermischen. Ohne den Käse ist das Pesto im Kühlschrank mehrere Wochen haltbar. Gegebenenfalls muss noch etwas Öl nachgefüllt werden, damit alles gut bedeckt ist.

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