Kräutergarten für Balkon und Garten

Kräutergarten für Balkon und Garten Hier und heute 08.03.2021 13:08 Min. Verfügbar bis 08.03.2022 WDR

Kräutergarten für Balkon und Garten

Gärtner Markus Phlippen stellt die beliebtesten Kräuter für die Fensterbank-Balkonkästen vor. Und zeigt, wie man „gedämpfte Blumenerde“ im Backofen herstellt. Diese braucht man für empfindliche Samen, beispielsweise Basilikum oder Asiasalate zum Schutz vor Pilzbefall.

Anfang März gibt es bereits eine Menge vorgezogener Pflanzen und natürlich Saatgut für viele Küchenkräuter.

Die Sonnenliebhaber aus dem Mittelmeerraum

Markus Phlippen Kräuter

Für Rosmarin, Thymian & Co magere, durchlässige Erde verwenden.

Rosmarin, Thymian, Salbei und Lavendel kann man sehr gut zusammen pflanzen. Es empfiehlt sich eine Mischung aus normaler Blumenerde und 1/3 Sand oder Granulat, etwa Tongranulat oder Lavagranulat. Denn diese Kräuter mögen magere und durchlässige Erde, die weniger Nährstoffe enthält. Mittelmeerkräuter sollten eher kleiner bleiben, dann sind sie aromatischer.

Wenn sie zur Blüte kommen, verändert sich das Aroma. Deshalb besser öfter zurückschneiden. Unbedingt einen vollen Sonnenplatz für Rosmarin, Thymian, Salbei und Co. wählen.

Petersilie, Koriander, Basilikum und Schnittlauch

Diese heimischen Küchenkräuter dürfen nicht fehlen. Sie brauchen mehr Feuchtigkeit und normale Blumenerde. Ihr Wuchs darf stärker sein, weil von diesen Kräutern fürs Kochen viel mehr Blattmasse gebraucht wird. Wählen Sie einen sonnigen Standort und achten Sie immer auf ausreichend Feuchtigkeit. Die Kräuter mögen - so oft wie möglich -  frische Luft und unverglastes Sonnenlicht.

Tipp

Man kann aus einem Topf Basilikum viele Wochen lang Basilikum ernten, wenn man die Pflanze auf drei Portionen aufteilt und einen ganzen Kasten damit bepflanzt.

Blumenerde dämpfen

Das ist eine alte Gärtnertechnik, um Blumenerde zu sterilisieren. Dadurch werden Bakterien, Pilzsporen oder etwa lästige Trauermückenlarven, die sich oft in Blumenerde befinden, verhindert. Gedämpfte Blumenerde ist sinnvoll für die Aussaat von empfindlichen Saaten.

So geht’s

Blumenerde im Test

Die Blumenerde dämpfen, um sie zu sterilisieren.

Mithilfe eines Bratschlauchs geht das Dämpfen leicht -  der Vorteil: weniger Gestank, leichteres Abfüllen. Einfach eine passende Menge Blumenerde (beispielsweise 2-3 Liter) in einen Bratschlauch füllen, auf beiden Seiten fest verschließen und einige Löcher hineinstechen.

Den Bratschlauch auf das Backblech legen, in den kalten Backofen geben, und den Ofen auf 150 Grad Celsius erhitzen. Eine Stunde im Bratschlauch dämpfen lassen. Den Bratschlauch im Ofen auskühlen lassen und dann die Erde in ein luftdichtes Gefäß abfüllen oder direkt verwenden. Für eine Aussaaterde mischt man diese gedämpfte Blumenerde mit Sand 1:1 und sät dann beispielsweise Basilikum aus.