Komposter selbst bauen

Komposter selbst bauen Hier und heute 01.10.2020 15:00 Min. Verfügbar bis 01.10.2021 WDR

Komposter selbst bauen

Handwerksexpertin Sylvia Adamec hat wieder eine tolle Idee für unseren Hier-und-heute-Garten. Sie baut einen Komposter aus Holz. Darin werden Naturabfälle, mit etwas Geduld, zu wertvollem Dünger, damit es auch im nächsten Sommer wieder grünt und blüht.

Die Anleitung

(von Sylvia Adamec)

Material

(für einen Holzkomposter von ca. 95 cm Länge, Breite und Höhe)

  • 4 Kanthölzer von ca. 5x5 cm Dicke und 1 Meter Länge – soll der Komposter in der Erde verankert werden, ca. 15 cm Zugabe bei der Länge
  • 40 Bretter aus gehobeltem Holz 1 Meter Länge und ca. 5 cm Breite
  • Holzschrauben, galvanisierte Universalschrauben 4x25 mm
  • Holz passend zuschneiden lassen, sonst benötigen Sie eine Kreissäge
  • Zollstock
  • Bleistift
  • Akkuschrauber

So wird’s gemacht:

Den Untergrund, auf dem der Komposter stehen soll, vor dem Setzen auflockern.

Tipp: Damit das Holz schön glatt ist und man sich das Schleifen spart, im Baumarkt nach gehobeltem Holz fragen. Im Gegensatz dazu ist sägeraues Holz aufnahmefähiger für Farbe. Unser Holz bleibt aber natürlich. Gehobeltes Holz wirkt direkt seidig und ist glatt.

Beim Zuschnitt immer die Zugabe beachten. Das ist besonders wichtig, wenn Sie die Pfosten im Boden verankern. Von der Brettlänge gehen immer ca. zwei Zentimeter fürs Bohren ab.

Zunächst mit dem ersten Brett zwei Pfosten verbinden. Dafür Holzschrauben verwenden. Die müssen nicht vorgebohrt werden. Sollen die Schrauben vor Rost geschützt sein, verzinkte Schrauben verwenden und die Löcher vorbohren.

Das erste Brett mit jeweils zwei Holzschrauben am unteren Ende der Holzpfosten befestigen. Es sollte mit dem Boden abschließen. Direkt darüber das nächste Brett anbringen und den Vorgang an den anderen drei Ecken wiederholen. Das Grundgerüst hat jetzt einen festen Stand.

Nun in fünf Zentimeter-Schritten weiterarbeiten: fünf Zentimeter Lücke lassen, damit der Kompost „atmen kann“, dann wieder ein Brett anbringen. Diese Aufteilung am besten vor dem Bohren mit einem Bleistift markieren.

Kompost für Küche und Balkon? Ganz einfach mit dieser Wurmkiste.

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Schatten, bitte

Der Komposter sollte nicht in der prallen Sonne stehen. Am besten unter einem Baum oder im Schatten eines Buschs. Jetzt lassen sich Gartenabfälle innerhalb einiger Monate in wertvollen Dünger verwandeln. Dafür den Kompost nach etwa drei Monaten einmal umschichten.

Nach etwa sieben weiteren Monaten, in denen der Behälter mit Rasen- oder Baumschnitt, verblühten Blumen oder auch Kaffeefiltern und Eierschalen befüllt werden kann, können Sie den Kompost im Garten einsetzen. Er gibt entzogene Nährstoffe zurück und sorgt für gutes Wachstum für einen blühenden Garten.

Generell gilt

Auf die Vielfalt kommt es an. Besser keine Schichten aus nur einer Komponente bilden und nicht höher als 20 Zentimeter hoch pro Schicht. Das Laub von Eiche und Walnuss verrottet außerdem nur sehr langsam und sollte deshalb besser nicht auf den Kompost gegeben werden.
Für Blumenkästen dem Kompost Blumenerde beimischen.

Komposthaufen

Was darf rein in den Komposter?

  • Kaffeefiltertüten
  • Teebeutel
  • Abfälle von Gemüse und Obst
  • Stroh und Streu
  • Eierschalen
  • Rasen-, Strauch- und Baumschnitt
  • Laub
  • Rinde
  • Sägemehl

Auf keinen Fall auf den Kompost werfen:

  • Glas
  • Kunststoffe
  • Metall
  • Asche
  • Nicht-pflanzliche Essensreste (zubereitetes, gekochtes Essen, Fisch- und Fleischreste, Milch, Öl – vor allem Proteinhaltiges lockt Ratten an)
  • Zitrusfrüchte
  • kranke Pflanzenteile
  • Katzenstreu

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Stand: 01.10.2020, 06:00