Tipps und Infos rund um Kerzen

Zwei brennende Kerzen und Weihnachtsdeko.

Tipps und Infos rund um Kerzen

Lebendiges Kerzenlicht zu Hause sorgt für Gemütlichkeit in der kalten Jahreszeit. Aber aus was bestehen Kerzen: Paraffin, Stearin oder Bienenwachs? Und worauf sollte man beim Abbrennen achten? Verbraucherschützerin Kerstin Effers gibt Tipps rund um die Kerze.

Paraffin-Kerzen

Die meisten in Deutschland verkauften Kerzen bestehen aus Paraffin. Der Grundstoff für Paraffin ist Mineralöl, es entsteht bei der Verarbeitung von Rohöl.

Stearin-Kerzen

Diese Kerzen werden aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen. Ausgangsmaterialien sind meist Palm- und Kokosfette, seltener sind auch Rapswachs und sonstige Fette. Stearinwachs brennt länger als Paraffin, rußt besonders wenig und tropft nicht. Stearin-Kerzen sind teurer als Paraffin-Kerzen.

Viele brennende Teelichter

Teelichter werden aus Paraffin und Stearin hergestellt.

Teelichter bestehen oft aus einem Gemisch von Paraffin und Stearin. Das Mischungsverhältnis liegt meist bei 80 Prozent Paraffin zu 20 Prozent Stearin. Diese Kerzen werden auch Kompositionskerzen genannt.

Bienenwachs-Kerzen

Der Wachs stammt aus den Waben der Honigbienen und ist deshalb nur begrenzt verfügbar. Bienenwachskerzen dürfen als solche nur bezeichnet werden, wenn die Brennmasse aus reinem Bienenwachs besteht. Sie verbrennen mit relativ kleiner Flamme, da das Wachs zähflüssig ist und am Docht nur schwer hochsteigt.

Gel-Kerzen und Duft-Kerzen

Sie bestehen aus einem Gemisch aus Paraffinölen und Verdickungsmittel. Minderwertige Produkte können beim Abbrennen unangenehm riechen.

Viele Duftkerzen bestehen aus Palmöl, da die gehärteten Fette Duftstoffe gut binden können.

LED Kerze getragen auf einer Hand.

Daran verbrennt man sich nicht.

LED-Echtwachs-Kerzen sind eine brandsichere Alternative, denn sie sehen von der Ferne aus wie echte Kerzen. Manche LED-Kerzen haben eine bewegliche Flamme, eine Zeitschaltfunktion oder sie lassen sich sogar auspusten.

Tipps und Infos rund um Kerzen Hier und heute 18.11.2021 08:37 Min. Verfügbar bis 18.11.2022 WDR

Tipps fürs Kerzenlicht

Lagern Sie Kerzen flach, kühl, trocken, staubfrei und möglichst dunkel.

Für ein rußfreies Kerzenlicht, sollte die Flamme nicht durch Zugluft flackern. Das Wachs verbrennt dann nur unvollständig und gibt mehr Schadstoffe an die Umgebung ab.

Auch ein zu langer Docht oder ein schmutziger Brennteller können die Ursachen für Rußbildung sein.

Dicke Kerzen oder Kerzen mit mehreren Dochten sollte man immer so lange brennen lassen, bis der ganze Brennteller flüssig geworden ist, damit sich kein Trichter bildet und die Flamme verkümmert. Einen zu hohen Wachs-Rand kann man mit einem Messer wegschneiden.

Ein ausgegangenes Teelicht.

Mit dem Docht im Wachs wird die Kerze richtig gelöscht.

Zum richtigen Löschen tauchen Sie den Docht kurz in das flüssige Wachs ein und richten ihn gleich wieder auf. Qualmende Kerzen sollte man am besten sofort ausmachen und den Raum gut durchlüften. Ein Löschhütchen verhindert, dass heißes Wachs aufspritzt.

Kerzen dürfen nie ohne Aufsicht abbrennen und niemals in der Nähe brennbarer Gegenstände und sie sollten immer auf einem nicht brennbaren, standfesten Untersetzer stehen.

Gründliches Lüften nach dem Abbrennen von Kerzen ist wichtig für die Raumluft.

Stand: 18.11.2021, 06:00