Blitzmerker: Insekten - Raten Sie mal!

Blitzmerker: Insekten - Raten Sie mal!

Sommer ohne Bienen und Hummeln? Das wird immer mehr Realität. Seit fast 30 Jahren geht die Zahl der Insekten rapide zurück. Was leisten die kleinen Tiere? Wir haben hier interessante Fakten rund ums große Krabbeln.

Marienkäfer auf einer Blume

Marienkäfer.

Marienkäfer.

Hummeln können stechen! Wie bei Wespen und Bienen haben nur weibliche Hummeln einen Stechapparat. Ihre Beißwerkzeuge sind nicht für die Verteidigung gemacht, deswegen beißen Hummeln in der Regel nicht.

Für ein halbes Kilo Honig müsste eine Biene ungefähr 3,5 Mal um die Erde fliegen. Kein Wunder, dass Bienen, die im Sommer schlüpfen, bei dieser Plackerei nur etwa sechs Wochen alt werden.

Die meisten Arten der Grashüpfer haben zwei Gesänge: Den Balzgesang und den Gesang, der Rivalen vertreiben soll. Nur die Männchen erzeugen diesen typischen zirpenden Gesang, der bis zu 100 Meter weit zu hören ist.

Die meisten Schmetterlinge leben ein Jahr und sterben, wenn es kalt wird. Nicht der Zitronenfalter: Er hat eine Art Frostschutzmittel im Blut und kann deswegen Temperaturen bis zu minus 20 Grad überleben.

Nicht nur Bienen helfen bei der Bestäubung von Blumen und Pflanzen. Sie sind zwar die Streber unter den Bestäubern, aber auch Schmetterlinge, Hummeln oder Käfer übernehmen die Aufgabe. Während sie den Nektar der Blüten trinken, werden die Insekten mit den Pollen bestreut, die sie bei der nächsten Blume wieder abgeben.

Wespen sind sehr sinnvoll für das Ökosystem. Sie vertilgen neben einer Unmenge von Insekten auch Aas und für den Bau ihrer Nester verwenden sie morsches Holz, das sie verarbeiten. Sie sind mit den Ameisen das Ordnungsamt der Insekten.

Die Ameisenköniginnen speichern das Sperma ihrer Freier im Hinterleib – bis zu 28 Jahre! Damit befruchten sie ihre Eier. Die Königin legt am Tag mehrere Hundert Eier.

Hornissen sind nicht gefährlich. Ihr Stich entspricht ungefähr dem einer Biene. Lediglich bei Kleinkindern und Personen mit einer Allergie ist zur Vorsicht zu raten. Männliche Hornissen haben keine Stacheln.

Die Paarungszeit der Feuerwanzen ist im April und Mai. Eine Paarung kann über mehrere Stunden gehen oder sogar mehrere Tage dauern, damit stellen die Männchen sicher, dass das Weibchen sich in dieser Zeit nicht mit anderen Männchen paaren kann.

Früher gab es sehr viele Maikäfer, heute kennen die meisten sie nur noch aus „Peterchens Mondfahrt“ oder „Max und Moritz“. In schlechten Zeiten wurden die eiweißreichen Käfer als Suppe oder mit Zucker kandiert gegessen.

Stand: 17.04.2018, 17:36 Uhr