Corona – Stresstest für Partnerschaften

Junges Paar im Streit

Corona – Stresstest für Partnerschaften

Die Corona-Krise stellt viele Paare auf die Probe. Die Doppelbelastung von Arbeit und Kinderbetreuung führt vermehrt zu Stress. Eine Studie zeigt jetzt: Die Scheidungsrate könnte durch die Pandemie deutlich steigen. Psychologin Kathrin Lethert berät uns zum Thema.

Junges Paar wendet sich nach Streit bedrückt den Rücken zu

Die Corona-Krise stellt Paar auf die Probe.

Die Auswirkungen der Corona-Krise sind vielerorts zu spüren. Eine Studie des Meinungsforschungsinstituts „Civey“ lässt jetzt sogar vermuten, dass sich die Scheidungsrate in Deutschland als Folge der Pandemie verfünffachen könnte. Für Psychologin Kathrin Lethert ist dieses Ergebnis jedoch nicht überraschend. Stress sei einer der Hauptgründe für Trennungen. Sie appelliert an Paare, die aktuell frustriert sind, Geduld in dieser schwierigen Zeit zu haben und das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren.

Was hilft gegen Budenkoller und das sich-auf-die-Nerven-gehen?

Paare und Familien, die jetzt ungewohnt dicht und über lange Zeit "aufeinander hocken": Jeder sollte sich Freiräume suchen. Immer mehr Aktivitäten sind ja wieder fast uneingeschränkt möglich. Das sollte man nutzen. Es ist wichtig, gut auf sich und seine Bedürfnisse zu achten und die auch zu äußern, ohne falsche oder übertriebene Rücksichtnahme auf die Anderen.

Wichtig ist, dabei viel miteinander zu sprechen und Wünsche als klare „Ich-Botschaften“ zu formulieren, um Missverständnisse zu vermeiden.

Auch die Tagesstruktur ist wichtig, insbesondere wenn Kinder im Spiel sind, denn die brauchen in besonderem Maße Routinen, um sich wohl und sicher zu fühlen.

Psychische Belastung nimmt zu

Die Beschränkungen durch die Corona-Krise setzen den Menschen in Nordrhein-Westfalen auch psychisch zu. Viele Bürger wenden sich an die Telefonseelsorge, um über ihre Sorgen und Nöte zu sprechen.

Hilfe am Telefon - Wichtige Nummern

  • Telefonseelsorge: 0800 1110 111
  • Weißer Ring: 116 006
  • Nummer gegen Kummer: 116 111
  • Sucht- & Drogen-Hotline: 01805 313 031
  • Seniorentelefon: 0800 47 08 090
  • Muslimsiche Seelsorge: 030 4435 09821
  • Hilfetelefon Gewalt gg. Frauen: 08000 116 016

Was macht die Enge über so lange Zeit mit uns und unseren Beziehungen zur Familie und wie können wir damit umgehen? Was macht es andererseit mit uns, unsere Freunde nicht treffen zu können? Die Psychologin Sonja Eiden beschäftigt sich intensiv mit diesem Thema. Wir haben sie dazu im März bei Hier und heute befragt.

Corona: Härtetest für Beziehungen Hier und heute 27.03.2020 09:29 Min. Verfügbar bis 27.03.2021 WDR

Das Corona-Virus verändert gerade unsere Beziehungen: zum Partner, zur Familie, zu Freunden. Die Krise belastet viele psychisch. Die Ungeduld wächst, die Aggressivität in Gesellschaft und Familie nimmt zu. Wie wir Konflikte zu Hause und in der Öffentlichkeit bewältigen, darüber haben wir mit  Psychologe Rolf Schmiel aus Sprockhövel gesprochen.

Nerven behalten trotz Corona Hier und heute 07.05.2020 09:32 Min. Verfügbar bis 07.05.2021 WDR

Veränderungen im Allltag

Die Corona-Krise verändert viele Bereiche der Gesellschaft massiv. Bargeldlos bezahlen wird öfter genutzt und auch das Arbeiten zu Hause ist vielfach möglich. Einige Veränderungen könnten sich auch über die Pandemie hinaus durchsetzen und bleiben.

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Stand: 22.05.2020, 06:00

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