#wiegehtsdemwesten: Ein bisschen Glück für alle!

#wiegehtsdemwesten: Ein bisschen Glück für alle! Hier und heute 05.05.2021 10:46 Min. Verfügbar bis 05.05.2022 WDR

#wiegehtsdemwesten: Ein bisschen Glück für alle!

Die Pandemie belastet inzwischen auch die Psyche vieler Menschen. Der Hammer Psychologie-Professor Nico Rose gibt Tipps, wie wir in Corona-Zeiten den Kopf gesund halten und uns trotz allem kleine Glücksdosen verabreichen.

Wie wir uns fühlen hat viel mit unserem „psychologisches Wohlbefinden“ zu tun, erklärt der Psychologie-Professor Nico Rose. Das setze sich aus drei Komponenten zusammen: „Die möglichst starke Anwesenheit von positiven Gefühlen, gleichzeitig die Abwesenheit von negativen Gefühlen und drittens, die allgemeine Zufriedenheit mit dem eigenen Leben“, so Rose. 

Fünf Begriffe, die das Glück bestimmen

Eine andere Definition kommt aus dem Englischen und ist ein Akronym: „PERMA“. Dies sei eine Abkürzung für fünf das Glück bestimmende Begriffe, die sich wie folgt buchstabieren:

„P“ für Positive Emotionen
„E“ steht für Engagement, für etwas, was wir gerne tun, bemühen wir uns automatisch mehr
„R“ (Relationships) für gelingende Beziehungen
„M“ (Meaning) für Sinn im  Leben sehen
„A“ (Achievement) für das Erreichen von Zielen

In den vergangenen Jahre gesellte sich noch der Buchstabe „V“ für „Vitalität“ dazu. Denn: „Ein gesunder Körper sorgt in der Regel auch für einen gesunden Geist“, sagt Nico Rose.

Sinn im Leben

Ein Paar mit einem Hund

Es ist wichtig, dass man mit Menschen in Kontakt bleibt.

Verschiedene Studien zeigten auch, dass es wichtig sei, im Leben etwas zu tun, dass man als sinnstiftend empfindet – egal, ob bei der Arbeit oder im Privaten. 

Grundsätzlich lasse sich sagen: Gelingende Beziehungen und Freundschaften seien für das Glücksempfinden sehr wichtig: „Persönliche Bindungen sind mit großer Wahrscheinlichkeit der größte Zufriedenheitsfaktor.“

 

Wohlbefinden in Zeiten von Corona 

Doch derzeit bleiben wir mehr auf Abstand und reduzieren unsere Kontakte, daher erleben wir Glücksmomente seltener. Und das beeinflusst unser „psychologisches Wohnbefinden“, erklärt Nico Rose.

Eine Frau mit Ihrem Hund

Wir lernen, was uns wirklich wichtig ist.

So schlage die aktuelle Situation sicherlich vielen Menschen auf das Gemüt. Denn: „Vieles, was uns im Leben Freude bereitet, ist aktuell gestört.“ 

Langfristig aber könne die Corona-Krise sogar zu positiven Veränderungen führen. „Wir bekommen ein Gefühl dafür, was wirklich wichtig ist im Leben“, sagt Rose. „Wir lernen dadurch wieder mehr, Dinge zu schätzen.“ 

Was jetzt wichtig sei: „Ich kürze das immer ab mit WWW“, sagt Rose. Das stehe für den englischen Satz: „What went well.“ Man solle sich also jetzt ganz bewusst darauf konzentrieren, was alles gut läuft – anstatt sich von negativen Botschaften übermannen zu lassen. Das führe ganz sicher zu größerer Zufriedenheit.

Stand: 05.05.2021, 06:00