Ein Stapel Bananen in einem Geschäft

Darum ist die Banane so gesund

Stand: 17.08.2022, 06:00 Uhr

Bananen sind das beliebteste Tropenobst der Deutschen. Ernährungswissenschaftler Stephan Lück erklärt, warum die Banane ein Superfood ist und hat das Rezept für ein leckeres, einfaches Eis aus der tollen Frucht.

An einer Staude wachsen Bananen krumm.

Bananen wachsen am besten bei tropischem Klima.

Meistens ist die Banane krumm. Doch es gibt Bananen in vielen Formen und Farben, weltweit mehr als 1000 Sorten. Je nachdem wie sie gelagert werden, reifen Bananen unterschiedlich schnell. 
Die Superfrucht ist ein idealer Energielieferant für unseren Körper, denn sie enthält jede Menge Vitamine und Mineralstoffe. Sie ist reich an Kalium, Magnesium und Vitamin B6, das wichtig für den Eiweißstoffwechsel ist.

Neuesten Untersuchungen zur Folge sind unreife Bananen besonders gesund. Das liegt daran, dass die Kohlenhydrate in der unreifen Banane noch nicht zu Zucker abgebaut wurden. Sie sind in einer Art Stärke enthalten, die uns Gutes tut, einer sogenannten resistenten Stärke.

Diese Stärke ist gut für unsere Verdauung, unterstützt unsere Dickdarmflora, wirkt blutdrucksenkend und entzündungshemmend und beugt auf diese Weise auch Stoffwechselerkrankungen vor. Laut einer Studie der Universität Brasilien können grüne Bananen sogar das Risiko von Darmkrebs reduzieren.

Gesunde Bananen

Hier und heute 17.08.2022 07:34 Min. Verfügbar bis 17.08.2023 WDR

Leicht bitterer Geschmack

Kiste voller Bananen

Unreife Bananen erkennen Sie an der grünen Farbe.

Grüne Bananen schmecken leicht bitter und sind etwas fester. Die Banane ist im unreifen Zustand wegen ihrer Wirkung eher als gesundes Gemüse zu betrachten und liefert weniger Energie als zum Beispiel eine reife Banane.

Bananen gelten besonders für Sportler als Superfood, weil sie so viel Energie liefern. Die süße reife Banane wirkt sich positiv auf den glykämischen Index aus, also auf den Blutzuckerspiegel. Eine Banane kann bis zu ca. 150 Kilokalorien haben. Zwei bis dreimal die Woche eine Banane zu essen, reiche daher aus, sagt Stephan Lück.

Übrigens: Bananen schmecken so süß, weil sie ganz wenig Säure enthalten. Deswegen haben sie aber nicht automatisch mehr Zucker als anderes Obst, wie zum Beispiel Äpfel.

Wohin mit braunen Bananen?

Überreife, braune Bananen sind ideal für Smoothies, Bananen-Milch oder Bananen-Eis. Je reifer, desto besser. „Da braucht’s keinen zusätzlichen Zucker“, sagt unser Ernährungs-Experte.

Schnelles Bananen-Eis

Zutaten

  • 3 - 4 reife gelbe Bananen
  • 1 Schuss Hafermilch
  • 1 Spritzer Zitronensaft

Zubereitung

Bananen in Scheiben schneiden und für ein paar Stunde oder über Nacht ins Gefrierfach geben. Mit einem Schuss Hafermilch und einem Spritzer Zitronensaft im Stabmixer pürieren, bis die Masse cremig ist und die gewünschte Konsistenz hat.
In Schüsselchen füllen und mit Nüssen und/oder Frucht- oder Schokosauce verfeinern.

Vorspeise von Thomas Seggewiß: Bananenbrot mit Dips.

Bananenbrot kann man mit verschiedensten Zutaten verfeinern.

Bananenbrot ist ebenfalls eine schöne Rezeptidee für die Resteverwertung überreifer Bananen. „Walnüsse passen gut mit rein und die Bananenschale schmeckt im Bananenbrot auch sehr gut“, empfiehlt Stephan Lück. Dann müsse die Banane allerdings Bioqualität haben. „Die Schale schmeckt leicht bitter, aber sie liefert eine tolle Cremigkeit.“

Lagerung

Bananen sollte man nicht mit Äpfeln und Birnen zusammen lagern, da diese ein Reifegas absondern. Das bekommt die Banane dann ab und wird schneller reif. Am besten kühl lagern.