Was tun gegen Frühjahrsmüdigkeit?  

Schlafende Frau auf einem Sofa

Was tun gegen Frühjahrsmüdigkeit?  

Es wird wieder wärmer, die Tage werden länger und die Natur erwacht zu neuem Leben. Nur bei uns ticken die Uhren irgendwie anders. Wir fühlen uns oft müde und abgeschlagen. Wie bekommen wir das Phänomen Frühjahrsmüdigkeit in den Griff? Das zeigt uns Dr. Linda Tan, Ärztin aus Düsseldorf, mit einfachen Tipps gegen das "Schlappmachen".

Auch wenn es sich dabei nicht um eine Krankheit handelt, so können die Symptome einer Frühjahrsmüdigkeit in Einzelfällen sehr stark sein. Neben einer intensiven Schläfrigkeit am Tag und Schlafstörungen in der Nacht gehören dazu auch Kreislaufprobleme, Gereiztheit oder Kopfschmerzen. Auch depressive Verstimmungen können auftreten.

Linda Tans Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit

Johanniskraut-Tee trinken

Johanniskrauttee wirkt stimmungsaufhellend und bereitet den Körper auf die Sonnenstrahlen vor. So bereiten Sie sich einen Tee vor:

Johanniskraut

Johanniskrauttee ist einfach und schnell zubereitet.

Einen Liter Wasser aufkochen. 4 Teelöffel Johannisblüten in die Kanne geben und dann das kochende Wasser darüber gießen. Der Tee muss ca. zehn Minuten ziehen. Kalt oder heiß: Man sollte eine Kanne über den Tag verteilt trinken.

Atemübungen

Man sollte ganz bewusst atmen, denn das versorgt den Körper mit Sauerstoff und Energie. Bei dieser Übung geht es um das gleichmäßige rhythmische Atmen. Das Einatmen sollte durch die Nase erfolgen, das Ausatmen durch den Mund.

Übung 1: Atemzüge zählen

Hand, die auf dem Bauch aufliegt

Die Hand auf dem Bauch hilft beim bewussten atmen.

Zählen Sie beim Ein- und Ausatmen zählen. Beispielsweise fünf Sekunden ein- und fünf Sekunden lang ausatmen. Stellen Sie sich beim Einatmen vor, einen wohltuenden Duft aufzusaugen, der dann den ganzen Körper durchströmt. Eine Hand auf den Bauch legen, tief in den Bauch hinein atmen und diese Atmung ganz bewusst wahrnehmen.

Beim Ausatmen können Sie sich vorstellen, eine Kerze auszublasen oder in eine Pusteblume zu pusten.

Übung 2: Länger ausatmen

Atmen Sie etwa doppelt so lange aus wie ein. Wenn Sie beispielsweise fünf Sekunden lang einatmen, versuchen Sie dann, Ihre Ausatmung zehn Sekunden in die Länge zu ziehen. Einfach bewusst ganz langsam ausatmen. Von Mal zu Mal kann man das langsam steigern. Aber achten Sie immer darauf, dass es zu keiner Anstrengung führt.

Gegen Frühjahrsmüdigkeit hilft es, viel nach draußen zu gehen, denn bei Sonnenschein wird wichtiges Vitamin D gebildet. Machen Sie Atemübungen am Fenster, lüften Sie viel und trinken Sie genug, etwa eineinhalb bis zwei Liter am Tag.

Stand: 25.02.2019, 06:00

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