Erholung an unseren Flüssen

Erholung an unseren Flüssen

Nordrhein-Westfalen ist reich an Flüssen. Die bieten Erholung und Sportmöglichkeiten. Was im Westen so alles fließt und wo es sich herrlich entspannen und erfrischen lässt, sehen Sie hier:

Luftaufnahem der Lippe, die durch eine grüne Landschaft fließt.

Lippe (220 Kilometer)

Der längste Fluss in Nordrhein-Westfalen ist die Lippe. Sie entspringt in Bad Lippspringe, wie schon der Name vermuten lässt. Nach 220 Kilometern ergießt sie sich im niederrheinischen Wesel in den Rhein. Sogar eine Sage spinnt sich um die Lippe: So soll Odin, ein nordischer Gott, ein Auge geopfert haben, um dem trockenen Gebiet am Fuße des Teutoburger Waldes Leben zu schenken. Die Quelle der Lippe trägt daher auch den Beinamen Odins Auge".

Lippe (220 Kilometer)

Der längste Fluss in Nordrhein-Westfalen ist die Lippe. Sie entspringt in Bad Lippspringe, wie schon der Name vermuten lässt. Nach 220 Kilometern ergießt sie sich im niederrheinischen Wesel in den Rhein. Sogar eine Sage spinnt sich um die Lippe: So soll Odin, ein nordischer Gott, ein Auge geopfert haben, um dem trockenen Gebiet am Fuße des Teutoburger Waldes Leben zu schenken. Die Quelle der Lippe trägt daher auch den Beinamen Odins Auge".

Ruhr (219 Kilometer)

Die Ruhr gibt ihren Namen einer ganzen Region: dem Ruhrgebiet. Sie entspringt im Wald, nahe Winterberg, im Sauerland. Sie fließt von dort gemütlich los. Bei Olsberg ändert die Ruhr dann ihre Himmelsrichtung und fließt nun nicht mehr gen Norden, sondern nach Westen, mit Kurs aufs Ruhrgebiet – der größten Industrieregion Europas. 

Rhein (215 Kilometer)

Nur ein Stückchen Mittelrhein fließt durch Nordrhein-Westfalen, dafür aber der ganze Niederrhein. Vater Rhein" kommt aus der Schweiz zu uns und mündet schließlich in den Niederlanden in die Nordsee. Nach insgesamt 1.230 Kilometern.

Rur (165 Kilometer)

Die Rur entspringt in der belgischen Eifel, im Hohen Venn. Diese Moorlandschaft hat sich bereits in der Eiszeit gebildet. Die Rur fließt dann über die deutsche Grenze und durch den Nationalpark Eifel. Bei Kilometer 38 wird sie aufgestaut – zum Rursee, dem zweitgrößten Stausee Deutschlands. Danach verlässt sie die die Eifel und fließt in die Jülicher Börde. Im niederländischen Roermond mündet die Rur schließlich in die Maas.

Sieg (155 Kilometer)

Die Sieg entspringt im Rothaargebirge auf dem Ederkopf-Lahnkopf-Rücken. Ihr Name leitet sich vom keltischen Wort Sikkere" in etwa schneller Fluss". Zwischen Bonn und Troisdorf fließt die Sieg rund einen Kilometer parallel zum Rhein, bevor sie in diesen mündet. Die Wasserqualität der Sieg ist heute gut, das war lange nicht so. Mittlerweile sind aber sogar die Lachse zurück. Sie wurden hier einst als Babys ausgesetzt, wachsen in der Sieg heran, schwimmen ins Meer und kehren zum Laichen hier her zurück.

Lenne (128 Kilometer)

Die Lenne hat ihre Quelle auf dem Kahlen Asten im Rothaargebirge, 830 Meter über dem Meeresspiegel. Sie mündet in Hagen in die Ruhr. Dazwischen schlängelt sie sich auf 128 Kilometern durch das Sauerland.
Sie ist ein starker Strom. Im Mittelalter zog sie viele Drahtzieher an. Die Lenne lieferte den Antrieb für die Wasserräder. Allein Altena hatte im 18. Jahrhundert über 65 Drahtziehermühlen und war damals die Drahthauptstadt der Welt".
Kurz vor der Mündung, bei Hohenlimburg trainieren auf einer 300 Meter langen Wildwasserbahn Kanuten sogar für Olympia.

Niers (117 Kilometer)

Die Niers schlängelt sich von Erkelenz entlang der deutsch-niederländischen Grenze. Bei Goch biegt sie dann Richtung Niederlande ab und mündet beim niederländischen Gennep in die Maas. Auf 100 Kilometern können Sie den schönen Fluss mit dem Rad auf seiner Reise begleiten. Hier geht es vorbei an vielen Herrenhäusern, Wasserburgen und Schlössern. Auch ein Abschnitt des Jakobswegs von Goch nach Weeze verläuft parallel zur Niers.
Die Niers ist ein typischer Flachlandfluss: Nur 70 Höhenmeter liegen zwischen Quelle und Mündung. 

Weser (116 Kilometer)

In Hannoversch Münden fließen die beiden Flüsse Werra und Fulda zusammen und bilden zusammen die Quelle der Weser. Sie fließt in nördliche Richtung durch Hessen, NRW, Niedersachsen und Bremen und mündet bei Bremerhaven in die Nordsee. Auch Radfahrer in NRW können dem Flusslauf auf dem hier gelegenen etwa 100 Kilometer langen Stück des Weserradwegs folgen.
Schon die Römer befuhren übrigens die Weser als sie versuchten, Germanien zu erobern.
Eine Besonderheit in NRW ist das Wasserstraßenkreuz im ostwestfälischen Minden, wo sich Weser und Mittellandkanal treffen. Der Mittellandkanal wird hier seit 1915 in einer so genannten Trogbrücke über die rund 13 Meter tiefer gelegene Weser geführt. 

Wupper (115 Kilometer)

Die Wupper heißt zunächst Wipper und entspringt im Bergischen Land. Nach 115 Kilometern Flussstrecke mündet die Wupper dann in Leverkusen in den Rhein. Das Quellgebiet mit den insgesamt 37 Quellen der Wupper befindet sich in einem Feuchthochmoor, das unter Naturschutz steht. Viele andere Flussabschnitte bis zur Mündung sind ebenfalls naturgeschützt.
Die Wupper existiert schon seit etwa 30 Millionen Jahren. Damals floss sie noch direkt ins Meer, weil es den Rhein als Mündung für sie noch nicht gab. Während der Industrialisierung galt der Fluss als Stinkebach", doch diese Zeiten sind längst vorbei. Heute fühlen sich hier sogar Lachse wieder wohl.

Erft (103 Kilometer)

Die ehemals fischreiche Erft entspringt in der Eifel am Nordwestrand des Ahrgebirges. Ihre Quelle befindet sich bei Nettersheim-Holzmülheim. Nach 103 Kilometern mündet die Erft bei Neuss in den Rhein.
Durch Warmwassereinleitung der Braunkohleindustrie überleben hier sogar tropische Pflanzen und Tiere. Im Winter betragen die mittleren Wassertemperaturen noch 15 °C und im Sommer 28 °C. Bereits in den Neunzigern meldeten Angler den Fang von Piranhas, auch nordamerikanische Sonnenbarsche haben sich dort angesiedelt. Außerdem gibt's hier Guppys und Rotwangenschildkröten.
Der Fluss lässt sich wunderbar mit dem Fahrrad begleiten: Der Erft-Radweg führt von der Quelle bis zur Mündung fast durchgängig am Wasser entlang. 

Emscher (83 Kilometer)

Die 83 Kilometer lange Emscher ist ein rechter Nebenfluss des Rheins im Ruhrgebiet und entspringt bei Holzwickede in einem Quellteich. In ihrem Oberlauf durchfließt sie den Südosten von Dortmund und knickt in Oberhausen nach Nordwesten ab. Von hier fließt sie bis zu ihrer heutigen Mündung in den Rhein bei Dinslaken-Eppinghoven.
Mitte des 20. Jahrhunderts galt die Emscher als der schmutzigste Fluss Deutschlands und Kloake des Ruhrgebiets". Heute ist das Image Flusses besser: Die Emscher wurde Stück für Stück renaturiert.

Düssel (40 Kilometer)

Diesem 40 Kilometer langen Fluss verdankt die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt ihren Namen. Im niederbergischen Wülfrath entspringt sie, fließt an Wuppertal vorbei, durchs Neandertal und schließlich bei Düsseldorf vierarmig in den Rhein. Die Tosende" wurde der kleine Fluss im 11. Jahrhundert genannt, denn Düssel" kommt vom germanischen Wort thusila", was Brausen oder Rauschen bedeutet.
Auch das Neandertal, der Fundort der Urzeitmenschen, liegt an den Ufern der Düssel.  

Pader (vier Kilometer)

Die Pader ist ein linker Nebenfluss der Lippe. Sie fließt durch das westfälische Paderborn und gab ihm seinen Namen. Sie ist mit ihren vier Metern Länge der kürzeste Fluss Deutschlands. Gleichzeitig gehört sie auch zu den stärksten Quellen Deutschlands: In der Innenstadt Paderborns sprudeln aus über 200 kleinen Quellen 3000 bis 9000 Liter pro Sekunde an die Erdoberfläche.
Durch ein kleines Wehr wird die Pader zum Padersee gestaut. 

Stand: 24.06.2020, 15:20 Uhr