Dahlien

Dahlia Gioconda

Dahlien

Bis zum ersten Frost verwandeln Dahlien Garten, Terrasse und Balkon in ein wahres Blütenmeer. Gärtnerin Gabriele Seelbach pflanzt die Blumen in unseren Hier und heute-Garten und gibt Tipps zum Pflanzen, Düngen, Gießen und Pflegen.

Dahlien liegen voll im Trend. Die "Königin des Bauerngartens“ ist robust, erinnert an den Sommer und einen Hauch von Landleben. Ursprünglich kommt sie aus Mexiko. Die Sonnenanbeterin gibt es in unzähligen Formen, knalligen Farben und sogar gestreift: Manche zeigen pomponartige Blütenbälle, andere haben gerollte Blütenblätter, die wie ein Kaktus aussehen. Seerosen-Dahlien wiederum schmücken sich mit Blüten, die ihrem Namen alle Ehren machen.

Bildergalerie: Dahliensorten

Die Dahlie ist eine der beliebtesten Zierpflanzengattungen und wird gern als Schnittblume genommen.

Dahlia Polka

Die Anemonenblütigen

Dahlien, mit einem Ring aus röhrenförmigen Blütenblättern, die einen Kranz um die Mittelscheibe bilden, z.B. „Polka“ (hellrosa) oder „Toto“ (weiß).

Die Anemonenblütigen

Dahlien, mit einem Ring aus röhrenförmigen Blütenblättern, die einen Kranz um die Mittelscheibe bilden, z.B. „Polka“ (hellrosa) oder „Toto“ (weiß).

Die Einfachblühenden

Dahlien tragen ungefüllte oder nur schwach gefüllte Blüten und ähneln noch am ehesten ihren wilden Verwandten aus Mexiko. Sie werden auch Mignon-Dahlien genannt und sind überwiegend ungefüllt mit deutlich sichtbarer Mittelscheibe, z.B. „Feuerrad“ (rot), „Karneol“ (rot mit gelben Blütenspitzen).

Die Halskrausen-Dahlien ähneln vom Aufbau den einfachblühenden Dahlien. Doch sie tragen einen kleinen zusätzlichen Blütenblätterkranz, der sich farblich von den unteren Blütenblättern abhebt. Dazu gehören beispielsweise die „Stelik“ oder die „Gioconda“ (jeweils kräftig rot mit gelbem Innenkranz).

Kaktus- und Semi-Kaktus-Dahlien verzaubern durch ihre spitzen, länglich zusammengerollten Blütenblätter, die dicht gefüllt sind. Ihre schmalen, zugespitzten Blütenblätter rollen sich nach außen hin auf. Bei manchen Sorten fransen die Blüten sogar, wie z.B. bei „Jessica“ (gelb mit rötlichen Spitzen) oder „Friquolet“ (rot mit weißen Spitzen), an den Spitzen aus.

Pompon-Dahlien haben dicht gefüllte, beinahe kugelförmige Blüten (bis zu sechs Zentimeter groß). Dazu gehören z.B. die „Buttercap“ (gelb) und die „Kaiser-Wilhelm“ (rot).

Die Seerosenblütigen

Dahlien ähneln den Wasserpflanzen in Form und Farbe. Ihre flachen Blütenblätter sind leicht nach oben gebogen, wie bei der „Sam Hopkins“ (zart violett).

Unser Sortentipp: Die „Bishop of Llandaff

Zu einer der schönsten einfachblühenden Sorten gehört der dunkellaubige „Bishop of Llandaff“. Mit schokobraunem Blatt und schlichten erdbeerroten Blüten verzückt sie Dahlienliebhaber und -kenner. Letztere gehen sogar so weit, das sie sagen, mit dieser Sorte habe „die Wiedergeburt der Dahlie“ begonnen, nachdem sie Jahrzehntelang als vermeintlich altmodische Staude aus Großmutters Garten galt. Inzwischen hat der Bischop schon viele Kinder, mit Namen wie „Bishop of York“, „Bishop of Auckland“ und einige andere.

Unproblematische Schönheit

Im Vergleich zu anderen Zierpflanzen sind Dahlien robuste und widerstandsfähige Pflanzen. Mit ausreichend viel Sonne und Wasser sind sie unproblematisch. Mittelhohe, hohe Sorten und Sorten mit großer Blüte, sollten allerdings an Stöcken oder Stützen angebunden werden, damit sie nicht durch Windeinwirkung oder das eigene Gewicht abbrechen.

In der Blütezeit sollte Verblühtes regelmäßig abgeschnitten werden

So kommen Dahlien über den Winter!

Dahlien sind nicht winterhart, sie sind frostempfindlich. Daher schaffen es die meisten nicht im Freiland zu überwintern. Die Pflanzen sollten vor den ersten Nachtfrösten auf fünf bis zehn Zentimeter über der Erde zurückgeschnitten und dann ausgegraben werden.

Wenn der erste Frost einsetzt, wird das Kraut auf einen Schlag welk und braun. Die ausgegrabenen Dahlien sollte man zunächst auf Krankheiten und Schadstellen untersuchen, und faulige Stellen mit einem scharfen Messer wegschneiden. Die Knollen vorsichtig von der Erde befreien. Optimal ist ein nicht zu feuchter, aber auch nicht zu trockener, frostfreier Aufbewahrungsraum von durchschnittlich + 6 °C Temperatur. Wenn sich höhere Temperaturen nicht vermeiden lassen, sollte man die Knollen in feuchten Sand einschlagen, regelmäßig kontrollieren und ganz leicht anfeuchten.

Stand: 13.07.2020, 06:00

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