Clever Gärtnern in Zeiten des Klimawandels

Ein Insektenhotel im Garten

Clever Gärtnern in Zeiten des Klimawandels

In Zeiten des Klimawandels ändern sich auch die Bedingungen für das Gärtnern. Markus Phlippen erklärt, welche Pflanzen sich für den Garten der Zukunft besonders gut eignen und hat entsprechende Pflegetipps.

Gärtner Markus Phlippen setzt auf Pflanzen, die mit längeren Trocken- und Hitzeperioden klarkommen. Natürlich benötigen sie auch weiterhin Wasser. Der Gießaufwand lässt sich jedoch mit der richtigen Auswahl reduzieren. Phlippens Beispielpflanzen lassen sich auch wunderbar in Kübeln oder Kästen auf dem Balkon ziehen.

Unser Gärtner setzt beispielsweise auf die Pracht- oder Präriekerze (früher: Gaura) – eine Sommerstaudenart.

Prachtkerzen brauchen in Lagen mit rauem Klima einen Winterschutz (z.B. aus Reisig). Im Frühjahr sollte man nur die alten Halme der Prachtkerze direkt über dem Neuaustrieb abschneiden.

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Blauraute aus Asien

Die Blauraute (Perovskia) ist ursprünglich in der asiatischen Steppe zu Hause. Sie braucht einen geschützten, trockenen Standort, um sich zu entfalten. Sie ist eine fantastische Bienenweide für sonnige, trockene Standorte. Darüber hinaus ist sie auch für sandige oder kalkige Böden geeignet. Sie ist sehr schnittverträglich und sollte im Frühjahr zurückgeschnitten werden. Abgestorbene Triebe dann komplett entfernen.

Fette Henne speichert Wasser

Hohe Fette Henne (vorne) und China-Schilf (hinten)

Mit etwa 420 Arten ist sie die umfangreichste Gattung dieser Familie.

Die Fette Henne (Sedum) speichert in ihren dicken, fleischigen (sukkulenten) Blättern Wasser und ist somit optimal auch für trockene sonnige Standorte geeignet.

Bonus: Die großen rosafarbenen Tellerblüten bestehen aus hunderten Einzelblüten und sind ein Genuss für Bienen.

Roter Scheinsonnenhut

Zu den schönsten Sommerblühern gehört der Rote Scheinsonnenhut. Er ist auch unter seinem botanischen Namen Echinacea bekannt. Für Gärtner*innen und Insekten ist diese alte Heilpflanze der Indianer ein ganz wunderbarer Blickfang an sonnigen, trockenen Standorten. Der Scheinsonnenhut benötigt einen nährstoffreichen, aber auch durchlässigen Boden. Den findet er in der amerikanischen Prärie, aus der er ursprünglich stammt. Hin und wieder darf er auch nasse Füße bekommen.

Funkie oder Hosta

Funkien beziehungsweise Hosta zählen zu den schönsten Blattschmuckstauden. Leider stehen sie auf der Speisekarte der Schnecken. Sie mögen humusreiche, feuchte Böden und gedeihen auch toll in Töpfen. Genauso wie Astern – die blühen ja bis in den Herbst hinein und kriechender Günzel vertragen sie ab und zu Regen.

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Stand: 16.08.2021, 06:00