Tipps für Buchsbaum und Lavendel

Tipps für Buchsbaum und Lavendel Hier und heute 31.05.2021 11:05 Min. Verfügbar bis 31.05.2022 WDR

Tipps für Buchsbaum und Lavendel

Wir schauen mit Gärtnermeister Dominic Lindenberg diese Woche auf zwei Klassiker im Garten: den Buchsbaum und den Lavendel. Dominic gibt nicht nur Pflanz- und Pflegetipps, sondern hat auch eine Alternative zum Buchsbaum dabei.

Der Buchsbaum hatte in den letzten Jahren sehr mit der Verbreitung verschiedener Schädlinge und Krankheiten zu kämpfen. Vor allem der sogenannte Buchsbaumzünsler ist vielen Hobbygärtnern dabei ein Dorn im Auge. Dominic Lindenberg zeigt, wie man den Buchsbaum richtig pflegt und was es im schlimmsten Fall für alternative Pflanzen gibt.

Buchsbaumpflege

Buchsbaum

Der Buchsbaum liebt den Sommer.

Es ist wichtig, dass die Standortansprüche des Buchsbaums berücksichtigt werden. Nur dann kann er auch erfolgreich gedeihen. Hier gilt: Er mag es warm und sonnig. Der Boden sollte locker und durchlässig sein.

Buchsbaumzünsler

Der Buchsbaumzünsler ist eine Raupe, die hierzulande keine natürlichen Feinde hat und sich deshalb sehr leicht verbreiten kann. Sie lebt im Inneren des Strauches und ist deshalb oft nur schwer frühzeitig zu erkennen. Gerade in den warmen Monaten kann es zum Befall kommen. Viele Hobbygärtner haben sich bereits vom Buchsbaum abgewendet, doch Dominic Lindenberg appelliert, die Hoffnung nicht aufzugeben.

Hilfe gegen den Buchsbaumzünsler

Zunächst sollte man die Raupen ganz einfach absammeln. Anschließend kann man den Strauch mit einem „harten“ Wasserstrahl oder Hochdruckreiniger behandeln, um die Eier wegzuwaschen. Bei starkem Befall muss der Buchsbaum unbedingt weit zurückgeschnitten werden.

Eine weitere Möglichkeit stellen Pheromon-Fallen dar. Sie können dazu eingesetzt werden, um die männlichen Buchsbaumzünsler-Falter ohne Einsatz von Insektiziden zu fangen.

Alternativen zum Buchsbaum

Wem der Kampf mit dem Buchsbaumzünsler zu anstrengend ist, kann sich auch ähnliche Pflanzen ins Beet holen. Dominic empfiehlt Eibe-Kugeln, Gamander oder Rosmarin.

Blaue Blüten des Gamander-Ehrenpreis‘ in einer Wiese

Der Gamander zieht die Bienen an.

Gamander mag es trocken und sonnig und kann wie der Buchsbaum prima zum Umpflanzen von Bauern- oder Kräutergärten verwendet werden. Er wird etwa 20-40 cm hoch, blüht sogar und ist bienenfreundlich.

Rosmarin lässt sich auch als Hecke pflanzen, doch er ist nicht ganz winterfest. Das Wichtigste hier ist ein extrem durchlässiger Boden – dafür z.B. Kies, Sand oder Lavasubstrat zur Erde hinzugeben. Die meisten Rosmarinhecken gehen nämlich an Staunässe kaputt.

Lavendel

Kaum eine Blüte erinnert so sehr an den Sommer wie die des Lavendels. Die blau-violette Pracht kommt ursprünglich aus den Mittelmeerregionen, aber fühlt sich mit der richtigen Pflege auch bei uns wohl.

Lavendelpflege

Lavendelblüten der Sorte Hidcote

Der Lavendel mag es warm und sonnig.

Auch hier ist das oberste Gebot: Der richtige Standort macht den Unterschied. Gehen Sie nicht nach Aussehen, sondern orientieren Sie Ihre Pflanzauswahl im heimischen Garten daran, wie die örtlichen Gegebenheiten sind. Der Lavendel mag es trocken. Er ist eher eine Alpin- oder Steingartenpflanze.

Der Standort sollte daher möglichst warm, sonnig und geschützt sein. Die Erde sollte durchlässig und eher nährstoffarm mit viel Bims oder Ton sein. Der Pflanzabstand beträgt etwa 30 cm.

Nach der ersten Blüte den Lavendel zurückschneiden. Das fördert eine neue Blüte. Dazu die verblühten Triebe im Sommer um ein Drittel einkürzen.

Tipps

Etwas Lavasubstrat im Mengenverhältnis 1:3 zur Erde hinzugeben. Dadurch trocknet das Wasser zügig weg und der Lavendel hat trockene Füße. Diese Lavasteinchen gibt es in jeder Gärtnerei oder im Baumarkt.

Viele pflanzen gerne Lavendel mit Rosen zusammen an, obwohl die Anforderungen an die beiden Pflanzen gänzlich unterschiedlich sind. Beim Gießen sollte man deshalb darauf achten, beide Pflanzen separat zu gießen, sonst bekommt der Lavendel zu viel Wasser.

Lavendel im Kübel

Lavendelstecklinge in kleinen Blumentöpfen

Auch im Blumentopf oder Kübel wächst der Lavendel.

Man kann den Lavendel auch im Kübel pflanzen. Am besten eignet sich dafür Schopflavendel (Lavandula stoecha). Nach dem Kauf sollte man ihn sofort in einen 1/3 größeren Kübel umtopfen. Wichtig ist, dass der Topf ein Abzugsloch hat und unten am Boden eine Drainage liegt. Die Blumenerde sollte auch hier mit Lavasubstrat vermischt werden. Wenn das Wasser gut ablaufen kann und der Lavendel an seinen Feinwurzeln keine Nässe hat, dann hat man im Kübel bis zum Herbst etwas von ihm.

Stand: 31.05.2021, 06:00

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