Blumengrüße zum Valentinstag

Stand: 10.02.2021, 06:00 Uhr

Am Sonntag ist Valentinstag. Doch wie komme ich an einen passenden Blumengruß? Wie funktioniert das mit dem Blumenversand? Und bin ich noch früh genug dran? Darüber wollen wir sprechen mit Handelsforscherin Eva Stüber. 

Blumenversand ist keine neue Erfindung, erinnert uns Eva Stüber vom Instiut für Handelsforschung (IFH Köln). Auch früher wurden schon Blumensträuße über Kataloge verkauft. 

Heute teilen sich hauptsächlich zwei Firmen das Geschäft: „Fleurop“ und „Blume 2000“. Diese deckten über die Hälfte des Marktes im Bereich „Indoor-Blumen“ ab, sagt Stüber. 

Beide „arbeiten nach dem Markplatz-Modell“, erklärt Eva Stüber: Sie vermitteln zwischen Kunde und Blumengeschäft. Die Kunden bestellen die Blumen über die jeweilige Website. Die Bestellung wird an ein Blumengeschäft in der Region weitergegeben, das dann den Auftrag erledigt. 
„Das ist das klassische Plattform-Geschäft“, sagt Eva Stüber. Im Gegensatz zu „Fleurop“ habe „Blume 2000“ außerdem auch noch eigene Blumengeschäfte.

Qualität 

Einen Frau stellt einen Blumenstrauß in eine Glasvase mit frischem Wasser.

Nur wenn die Blumen auch während des Transports gut gewässert sind, bleiben Sie frisch.

Aussagen über die Qualität sind schwierig. Diese hänge immer davon ab, wie gut der Blumenhändler ist, der am Ende den Auftrag ausführe. Entscheidend dabei sei, dass die Blumen möglichst frisch und die gesamte Zeit bis zur Auslieferung gut gewässert wurden, so die Expertin. 
Ein weiterer größerer Anbieter ist „Floraprima“ – seit über 20 Jahren im Online-Blumenversand tätig. „Floraprima“ verschickt die Blumen etwa mit einer Sieben-Tage-Frische-Garantie. 
Ein großer Unterschied zu anderen Anbietern: „Es werden unterschiedliche Stile angeboten und damit auch Geschmäcker bedient“, erklärt Eva Stüber. 

Darüber hinaus gibt es auch kleinere Anbieter, wie etwa „Bloomy Days“. Über diese kann man zum Beispiel Blumen im Abo bestellen. „Da kann man dann festlegen, in welchem Rhythmus und zu welchem Budget man regelmäßig frische Blumen bekommt.“ Spannend zu erwähnen sei sicherlich auch noch „Bloomon“, sagt Stüber. „Sie bieten sowohl normalen Kauf als auch Abomodelle.“ 

Immer beliebter werde auch das Thema „Trockenblumen“, wie zum Beispiel Pampas-Gras – insbesondere bei der jüngeren Zielgruppe. Das sei aber eher noch ein „Nischen-Bedarf“, sagt Stüber.

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Blumen zum Valentinstag – so klappt's

Wer nach wie vor die Blumen lieber im Geschäft um die Ecke kaufen möchte, kann auch das tun. Denn trotz Lockdown dürfen die Blumenhändler in Nordrhein-Westfalen derzeit öffnen. „Das liegt daran, dass es Ware mit kurzfristigem Bedarf ist, die zudem noch verderblich ist“, sagt Eva Stüber. 
Um Wartezeiten und Schlange-Stehen zu vermeiden, sollte man am besten vorher beim Blumengeschäft anrufen und vorbestellen, empfiehlt Eva Stüber. Schließlich werde die Nachfrage voraussichtlich steigen, je näher der Valentinstag rücke. Unter Umständen würde das Geschäft auch selbst eine Lieferung anbieten. 

Die gute Nachricht für alle anderen: Auch fürs Blumen-Bestellen ist es noch nicht zu spät. Auf den Plattformen wird jetzt vor dem Valentinstag immer auch angegeben, bis zu welchem Tag der jeweilige Strauß bestellt sein sollte, damit er noch rechtzeitig ankommt. „An so wichtigen Tagen will sich natürlich kein Anbieter in die Nesseln setzen“, sagt Eva Stüber. 

Wer dem liebsten Menschen kurzfristig eine Freude machen möchte: Die Blumenläden dürfen auch sonntags öffnen

Ob nun der Gang ins Geschäft oder der Versand für einen die bessere Wahl sei – das hänge auch davon ab, welche Vorstellungen man habe. „Wenn ich genau weiß, wie der Strauß aussehen soll, dann sollte ich besser ins Geschäft gehen“, sagt Stüber. Wer sich allerdings nicht so gut auskenne – für den seien die fertigen Sträuße beim Versand sicherlich eine große Erleichterung.

Eine Person bindet einen schönen Blumenstrauß.

Auch Blumensträuße sind Geschmackssache.

Allgemeine Aussagen zu Preisunterschieden seien schwierig, sagt Stüber „Das kommt immer auf die Leistung und auch das Preisniveau vor Ort an.“ Grundsätzlich aber gelte: „Abo heißt Preisvergünstigung, da die Anbieter den Bedarf besser planen können.“
Wichtig sei zu unterscheiden, ob einzelne Blumen oder gebundene Sträuße gekauft werden. Auch der Anlass spiele eine Rolle. Bei Geschenken wirken andere Mechanismen, als wenn Blumen dazu dienten, sich selbst zu belohnen.