Beim Aufklappen Kunst

Beim Aufklappen Kunst

Dreidimensionales zwischen Buchdeckeln. Hier ziehen, dort schieben. Jede Seite birgt eine Überraschung. Pop-up-Bücher begeistern längst nicht nur Kinder. Die Faszination befällt Erwachsene gleichermaßen. Christof Wolter aus Meckenheim sammelt Aufklapp-Bücher seit über 30 Jahren.

Christof Wolter

Leidenschaftlicher Sammler Christof Wolter.

Bereits im 13. Jahrhundert gab es Bücher mit beweglichen Elementen. Dem Maler und Kinderbuchautor Lothar Meggendorfer werden die ersten Aufklappbücher zugeschrieben – um das Jahr 1860. In den 1930ern kamen in den USA Mickey Mouse Bücher in diesem Stil auf den Markt und die Bezeichnung „Pop-up“ war geboren.

Aufwändiges Verfahren

Das Verfahren für die kunstvollen Lesewerke ist aufwändig. Da wird gefaltet und gestanzt um diese fantastischen Effekte zu erzielen. Ertüftelt werden die prächtigen dreidimensionalen Seiten von Papieringenieure. Sie haben im Grundstudium Maschinenbau studiert und spezialisieren sich anschließend auf Papiertechnik.

Sammelleidenschaft

Christof Wolter ist von jeher gerne auf Flohmärkten und in Buchhandlungen unterwegs. In den 1980er Jahren hielt er dann sein erstes Pop-up-Buch in den Händen, blätterte, schob und klappte. Seine Sammelleidenschaft war geweckt. Rund 300 Exemplare aus verschiedenen Ländern und in unterschiedlicher Größe hat er mittlerweile zusammengetragen. Beispielsweise ein „Titanic“- und ein Dornröschenbuch von 1942. Außerdem stapeln sich in seinen Regalen Modellautos und Holzspielzeug.

Stand: 07.02.2018, 06:00