Das Bild zeigt die Pole mehrere Batterien

Batterien im Check

Stand: 06.05.2022, 06:00 Uhr

Ob für die Küchenuhr, die Taschenlampe oder das Spielzeug – für all diese Dinge brauchen wir Batterien. Worauf sollte man beim Kauf achten? Welche Unterschiede gibt es? Und sind Akkus tatsächlich die bessere Alternative? Das klären wir mit Rainer Weiskirchen vom TÜV Rheinland.

Batterien – können es auch die günstigen sein?

Teure Batterien halten länger als günstige – das sei in der Tat so, bestätigt Rainer Weiskirchen vom TÜV Rheinland. Das bedeute aber nicht, dass sich der Kauf teurer Markenprodukte auch immer lohne. Denn das sei immer eine Frage des Einsatzortes.

So falle die längere Leistung bei Geräten, die grundsätzlich wenig Strom verbrauchen oder nur selten im Einsatz sind, kaum ins Gewicht. „Bei einem Wecker im Schlafzimmer oder der Fernbedienung für den Fernseher zum Beispiel, spielt die Lebensdauer in Relation zu den Kosten kaum eine Rolle“, sagt Weiskirchen. „Da kann man schon mit günstigen No-Name-Batterien Geld sparen.“

Batterien im Check

Hier und heute 06.05.2022 05:45 Min. Verfügbar bis 06.05.2023 WDR

Wann sind Markenprodukte sinnvoll?

Das Bild zeigt verschiedene Batterien die getestet werden.

Bei anspruchsvollen Geräten sollte man auf qualitativ hochwertige Batterien setzen.

Es gibt Geräte, bei denen man besser nicht an der Batterie sparen sollte. „Wenn ich ein Gerät zum Beispiel häufig benutze, es immer wieder ein- und ausschalte, dann lohnt wahrscheinlich der Kauf von Batterien mit einer längeren Lebensdauer“, sagt Weiskirchen.

Und auch für Geräte, auf die man sich stets verlassen muss, rät er eher zu Markenprodukten. „Bei einem Blutdruckmessgerät oder Rauchmelder zum Beispiel.“ Die teuren Batterien seien zudem in der Regel auch qualitativ hochwertiger und damit stabiler, sagt Weiskirchen. „Und sind sie für die anspruchsvollen Geräte zu schwach, reichen sie in der Regel immer noch eine ganze Zeit für den Einsatz in Wecker oder Fernbedienung, die nicht so viel Strom brauchen.“

Dass teure Batterien grundsätzlich sicherer seien als No-Name-Produkte, könne er nicht bestätigen, sagt Weiskirchen. „Auch die günstigen Batterien werden geprüft und müssen entsprechende Zeichen und Siegel haben.“

Wann sind Akkus die bessere Alternative?

Ob Batterien oder Akkus die richtige Wahl sind – das sei ebenfalls eine Frage des Einsatzortes, sagt Rainer Weiskirchen. So gebe es etwa Geräte, die eine ganz bestimmte Spannung verlangten – weshalb in diesen Fällen keine Akkus verwendet werden können.

Grundsätzlich könne man sagen: „Akkus machen immer bei Geräten Sinn, die viel Strom ziehen und häufig in Gebrauch sind – wie zum Beispiel ein Spielzeug-Auto“, sagt Weiskirchen. „Da sind Akkus klar von Vorteil, weil ich sie immer wieder schnell aufladen kann.“

Bei der Verwendung von Akkus rät Rainer Weiskirchen aber grundsätzlich immer zur Vorsicht: So komme es ja immer mal wieder vor, dass Akkus explodierten oder in Brand gerieten. „Gerade wenn das Gerät einmal runtergefallen ist, sollte ich den nächsten Ladevorgang immer beobachten.“ Und immer gelte: „Dort aufladen, wo nichts in der Nähe in Brand geraten kann.“