Ausflugstipps: Seelenorte im Sauerland

Ausflugstipps: Seelenorte im Sauerland Hier und heute 19.11.2020 06:43 Min. Verfügbar bis 19.11.2021 WDR

Ausflugstipps: Seelenorte im Sauerland

Spaziergänge abseits viel belaufener Routen sind in diesen Zeiten wohltuend und geben Kraft. Reisejournalistin Antje Zimmermann gibt Tipps für solche Ziele – dieses Mal geht es um „Seelenorte“ im Sauerland.

Seelenorte

Überall in Nordrhein-Westfalen gibt es ganz unterschiedliche Kraftorte, auch Seelenorte genannt. Aber die Sauerländer Tourismusverbände waren die Ersten, die sie touristisch erschlossen haben: Sie riefen vor drei Jahren Heimatkundler, Historiker, Förster, Pfarrer, Naturschützer und Wanderführer auf, ihre besonderen Plätze zu benennen. Aus über 200 Vorschlägen wurden 43 Orte herausgefiltert. Sie gelten alle als Bestandteile regionaler Kultur und Geschichte.

St-Rochus-Kapelle von 1637

Die Pest wütete in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts auch im Sauerland. Die Esloher bauten eine Kapelle für den heiligen Rochus, um die Heilung davon zu erbitten - aber nicht bequem im Tal, sondern auf einer Anhöhe: Jeden Stein schleppten sie mühsam hinauf. Die Pest verschwand und die Esloher hörten auf zu bauen, ließen die Kapelle halb fertig zurück. Dann kam die Pest wieder und sie bauten sie doch noch fertig. Dann verschwand die Pest endgültig.

Unterkirche Hallenberg

Seitenansicht einer kleinen, weißen Kirche. Sie ist teils von Bäumen umgeben.

Die Hallenberger Unterkirche gilt quasi als Wiege des Ortes an der Ländergrenze zu Hessen

Die über 100 Jahre alte kleine Kirche gilt als Ursprung von Hallenberg, ein Ort mit nur 4.500 Einwohnern, aber mit Stadtrechten. Die schlichte Kirche mit alten Wandfresken hat eine besondere Stimmung, innen ist es sehr leise, die Straße draußen ist nicht mehr zu hören.

Schwalenburg

Die Schwalenburg ist eine Wallanlage aus dem frühen Mittelalter. Von der Anlage sind aber nur noch wenige Reste übrig sind. Von dort hat man eine tolle Aussicht. Wozu die Burg einst diente und wer sie erbaut hat, ist unbekannt.

Freistuhl Düdinghausen

Hier wurde im Mittelalter Gericht gehalten und Urteile gesprochen. Ein Sitz aus Stein, mit eingemeißeltem Stern aus dem Wappen der Grafen von Waldeck, zu deren Grafschaft das Dorf lange gehörte. In die Oberfläche des ebenfalls steinernen Richtertischs wurde ein Schwert eingraviert, Symbol für die Macht über Leben und Tod.

Steinbruch an der Peperburg

Ein von Efeu und Gräsern überwucherter Kalksteinbruch in einem Buchenwald nahe der Ruine der mittelalterlichen Peperburg in Lennestadt-Grevenbrück. Rundherum gibt es eine beeindruckende Vegetation. Ein toller Ort zum Zuhören und Lauschen.

Stand: 19.11.2020, 06:00

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