Heizkosten und Familienurlaub: Zuschüsse in Corona-Zeiten

Hier und heute 21.01.2022 07:34 Min. Verfügbar bis 21.01.2023 WDR

Steigende Preise: Spartipps für zu Hause

Stand: 21.01.2022, 06:00 Uhr

Die Bundesregierung unterstützt in finanzielle Not geratene Bürger*innen mit verschiedenen Maßnahmen. Caritas-Sozialberaterin Michaela Hofmann erklärt, welche Hilfen es gibt – und wie man sie bekommt.

Aufgrund der rasant gestiegenen Energiekosten sollen etwa Wohngeldempfänger in diesem Jahr einen Heizkostenzuschuss bekommen. „Geplant sind 135 Euro für eine alleinstehende Person, für Haushalte mit zwei Personen 175 Euro und jede weitere Person 35 Euro“, sagt die Sozialberaterin Michaela Hofmann. Das Gesetz soll am 1. Juni 2022 in Kraft treten und der Zuschuss im Sommer gezahlt werden.

Gerade Familien geraten durch die Pandemie in finanzielle Schieflage. Für diese gibt es beispielsweise die Möglichkeit, vergünstigt Urlaub zu machen – von bis zu einer Woche in einer „gemeinnützigen Familienferienstätte“ oder Einrichtung in Deutschland. „Sie selbst müssen nur etwa zehn Prozent der Übernachtungs- und Verpflegungskosten an die Familienerholungseinrichtung zahlen“, erklärt Hofmann. „Die übrigen rund 90 Prozent übernimmt der Bund.“

Voraussetzungen: Die Familie hat ihren Hauptwohnsitz in Deutschland und die Eltern haben einen Anspruch auf Kindergeld.

Erleichterungen beim Elterngeld

Außerdem gibt es Erleichterungen beim Elterngeld: Wer wegen der Pandemie zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2021 weniger verdient hat, könne diese Monate bei der Elterngeldbemessung ausklammern und stattdessen das Einkommen vor dieser Zeit zur Berechnung der Elterngeld-Höhe berücksichtigen lassen, so die Expertin.

Ihr Tipp: „Viele Informationen und auch digitale Checks und Antragstellungen sind über die Seiten der Bundesagentur für Arbeit oder auch der Ministerien möglich.“ Und: „Weiter helfen im Einzelfall auch die Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände.“