Das stille Land – NRW im ersten Lockdown

Das stille Land: NRW im ersten Lockdown Heimatflimmern 12.03.2021 43:30 Min. UT AD Verfügbar bis 12.03.2022 WDR Von Peter Scharf, Jörg Siepmann

Das stille Land – NRW im ersten Lockdown

März 2020: freie Straßen, leere Plätze, nur wenige Flugzeuge am Himmel. Nicht einmal ein Jahr ist es her, da stand NRW, das bevölkerungsstärkste Bundesland, still. Die erste Welle des Corona-Virus hatte das Land zwangsweise in einen Ruhemodus versetzt.

Der Blick aus dem Fenster zeigte fast schon zynisch strahlendes Frühlingswetter: Normalerweise wären die Straßen voll gewesen, das Land auf den Beinen, aber das Leben musste sich ins Private zurückziehen. Unser Lebensraum war auf einen kleinen Radius zusammen geschrumpft. Ein Jahr danach lenkt der Film noch einmal den Blick auf ein Land im Ausnahmezustand, auf die ungewohnte Situation im Frühjahr 2020.

Leere Gänge im Düsseldorfer Flughafen

Am Boden bleiben: Auf den Passagierflughäfen des Landes ging nichts mehr.

 "Das stille Land – NRW im ersten Lockdown" wagt spektakuläre Blicke auf ein Land, das niemand von uns je zuvor so gesehen hat:  riesige Jets eng an eng in Wartestellung auf den großen Flughäfen, die Parkplätze und Taxistände gähnend leer. Hochbetrieb herrschte nur an den Frachtterminals – der Online-Handel boomte.

Die Kölner Hohe Straße menschenleer

Gähnende Leere: In der Kölner Einkaufsmeile Hohe Straße drängen sich sonst die Menschen - seit Corona blieben die Kunden weg.

Fußgängerzonen, Autobahnen, Parkhäuser, Einkaufszentren – allerorts gähnende Leere. Die Fußballstadien und Vergnügungsparks menschenleer. Eine fast unheimliche Stille machte sich überall breit. Das meistbefahrene Autobahnkreuz des Landes – der "Spaghettiknoten" in Duisburg – erscheint aus der Luft verwaist.

Eine Frau mit einer Schutzmaske

Früher belächelt: Schutzmasken sind inzwischen ein gewohnter Anblick.

Vor einem Jahr fing es an, heute ist es fast schon Alltag: DJ-Konzerte aus leeren Klubs, Yoga und Fitness am Bildschirm, Gottesdienste ohne Gläubige, wie im Paderborner Dom, und online übertragene Gebete aus der Zentralmoschee in Duisburg, die per Live Stream in die Wohnzimmer der Gläubigen gelangen.

Ein ICE an einem fast leeren Bahnsteig

Seltener Anblick: Leere Bahnsteige wie hier im Dortmund sind im Pendlerland NRW ungewohnt.

Leer die Bahnsteige am Dortmunder Hauptbahnhof, leer die größte Universität im Land. Leer und still die Vergnügungsmeilen wie das Bermuda-Dreieck in Bochum oder die Ringe in Köln. Eine ganz eigene Atmosphäre macht sich nachts breit. Selbst der Himmel leuchtet anders.

Luftaufnahme von einem riesigen leeren Parkplatz

Freie Auswahl: Dank Homeoffice blieben auch viele Firmenparkplätze leer.

Der Blick von oben zeigt auf beeindruckende Weise, wie das Corona-Virus unser Leben und unseren Lebensraum verändert hat. Es sind Bilder, die auch noch ein Jahr später surreal wirken und in die Geschichte eingehen werden. Bilder von einem Land im Stillstand.

Ein Film, der eindrucksvoll und in eindringlichen Bildern ein Land dokumentiert, das damals für viele Wochen inne halten musste.

Regie und Realisation: Peter Scharf und Jörg Siepmann
Redaktion: Christiane Hinz und Thomas Kamp

Stand: 26.02.2021, 14:38

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