Neue Folge: Onlineschwindel – So tricksen Shops und Händler

Onlineschwindel – So tricksen Shops und Händler WDR 27.11.2019 43:30 Min. UT Verfügbar bis 27.11.2020 WDR

Achtung Mogelpackung! – Yvonne Willicks deckt auf

Neue Folge: Onlineschwindel – So tricksen Shops und Händler

Von Maurice Kaufmann & Katrin Boecker

  • Fakeshops – Schutz vor Abzocke im Netz
  • Warum der Zoll Bestellungen rausfischt
  • Dynamic Pricing – Heute günstig, morgen teuer
  • Wie transparent sind Online-Hotelpreise?

Der digitale Wühltisch lädt zum Einkaufsbummel auf dem heimischen Sofa ein. Hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Doch: auch hier geht die ein oder andere Mogelpackung über die virtuelle Ladentheke. Yvonne Willicks deckt die Tricks der Onlinehändler auf und gibt Tipps zum Sparen im Netz.

Fakeshops – wie erkenne ich und schütze ich mich vor Abzocke im Internet?

Das Bild zeigt einen Onlinehandel

Sie sehen aus wie ganz normale Onlineshops und haben das Ziel, dem Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen: Fakeshops. Manche von ihnen verschicken minderwertige Ware oder Plagiate. In den meisten Fällen kommt jedoch gar keine Lieferung beim Kunden an und das Geld ist weg. Oft hilft es, den Shop vorher etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Sicheres Online-Shoppen

  • Erfahrungsberichte über den Onlineshop lesen.
  • Sicherheitszertifikate (z. B.Trusted Shops) prüfen. Sie müssen sich anklicken lassen.
  • Ohne Impressum kein Ansprechpartner. Daher auch besser kein Onlinekauf.
  • Auf Rechnung bestellen. Zahlungsoptionen mit Käuferschutz wählen (z. B. via PayPal).

Und: In der Dezemberausgabe der Zeitschrift test findet sich ein Test zum Thema „Gütesiegel für Onlineshops“. Denn: auch bei Sicherheitszertifikaten und Gütesiegeln ist Vorsicht geboten. Im Test der Stiftung Warentest fand keiner der Siegelanbieter alle Mängel in einem präparierten Onlineshop. Aber: Onlinekäufer können sich an zwei Siegeln orientieren: dem Safer-Shopping des TÜV Süd sowie dem Trusted Shops-Siegel. „Eines müssen sich alle Onlinekäufer bewusst machen: Gütesiegel für Onlineshops sind keine unabhängigen Prüfzeichen, sondern ein Geschäft. Unternehmen, die Siegel verleihen, wollen damit Geld verdienen“ Quelle: Test, 12.2019

Übrigens: Seit Mitte September 2019 gibt es neue Regeln für das Onlineshopping mit der Kreditkarte. Ähnlich wie beim Onlinebanking wird es zusätzliche Sicherheitschecks geben. Die Kreditkartenzahlung muss vom Kunden mit einer einmaligen Transaktionsnummer (TAN) freigeben werden.

Ins Netz gegangen – Warum der Zoll Bestellungen rausfischt

Immer mehr Produkte werden in Übersee bestellt. Einige von ihnen legen in Deutschland einen Zwischenstopp beim Zoll ein. Hier wird geprüft, ob ein Produkt gefährlich ist oder Markenrechte verletzt wurden. In beiden Fällen bleibt das Produkt beim Zoll und wird vernichtet. Doch auch bei unbedenklichen Produkten muss der Besteller mit Zusatzkosten (z. B. durch die Einfuhrumsatzsteuer) rechnen. Ab 22 Euro fällt sie an, liegt der Wert über 150 Euro wird es durch Zollgebühren noch teurer. Wie hoch die potentiellen Gebühren für eine Bestellung ausfallen, lässt sich mit der App des Zolls errechnen.

App „Zoll und Post“

  • Die App „Zoll und Post“ kann kostenlos im Apple App Store und im Google Play Store heruntergeladen werden.
  • Mit der App kann man einfach und jederzeit sehen, was bei Bestellungen aus dem Ausland zu beachten ist.
  • Mit dem integrierten Abgabenrechner lassen sich die voraussichtlichen Einfuhrabgaben errechnen.
  • Außerdem warnt sie vor Produkten, die gefährlich oder verboten sind.

Stand: 26.11.2019, 17:00

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