Küchenkönig Kühlschrank – Sparsam, sauber und alles frisch?

Küchenkönig Kühlschrank – Sparsam, sauber und alles frisch?

Er ist das meistgenutzte Küchengerät in unseren Haushalten: Der Kühlschrank läuft rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Längst ist er für uns zum unverzichtbaren Helfer in der Küche geworden. Worauf sollte daher beim Umgang und der Benutzung geachtet werden? Was bedeutet die ständige Einsatzzeit für den Stromverbrauch?

Der Energieverbrauch

Dass Kühlschränke dauerhaft eingeschaltet sind und viel Energie kosten, scheint unvermeidbar zu sein. Doch es gibt deutliche Unterschiede, die unter anderem dem Hersteller, dem Alter, der Platzierung des Kühlschranks oder dem Verbraucherverhalten zuzuschreiben sind. Bei welchen Kühlschränken wird der versprochene Stromverbrauch des Herstellers eingehalten?

Wir haben drei Kühlschränke getestet und nach einer Woche festgestellt: Zwei Geräte verbrauchten deutlich mehr Strom als angegeben.

Wie kann man Energie und Kosten sparen?

  • Das Gerät möglichst in kühler Umgebung, fernab von Heizkörpern, Ofen, Herd oder Spülmaschine platzieren. Ansonsten heizt sich der Kühlschrank unnötig auf und das Kühlaggregat muss mehr leisten, was wiederum zu hohen Stromkosten führt.
  • Um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten, sollte der Kühlschrank nicht zu nah an der Wand stehen.
  • Speisen, die in den Kühlschrank gestellt werden, sollten auf Zimmertemperatur abgekühlt sein. Zum Herunterkühlen eines Topfes mit Suppe von 65 °C auf Kühlschranktemperatur benötigt ein Kühlschrank in etwa dreimal so viel Energie wie für das Herunterkühlen derselben Suppe mit einer Temperatur von 25 °C.
  • Abtauen: Gefriergeräte, die nicht über eine Abtauautomatik verfügen, sollten manuell abgetaut werden. Angaben von Herstellern zufolge erhöht eine starke Eis- oder Reifschicht den Energieverbrauch des Gerätes um bis zu 10-15 %.
  • Die Kühlrippen auf der Kühlschrankrückseite sollten einmal im Jahr von Staub befreit werden. Die Kühlleistung wird dadurch verbessert und der Stromverbrauch reduziert.
Das Bild zeigt einen offenen Kühlschrank.

Tipps zur Neuanschaffung eines Kühlschranks

  • Kühlschränke, deren Gefrierfächer im Kühlteil integriert sind, sind veraltet und verbrauchen unnötig Strom. Eine Kühl-Gefrierkombination ist hier die bessere Alternative.
  • Sonderfunktionen wie integrierte Eiswürfel- oder Wasserspender oder Abtauautomatik erhöhen den Energieverbrauch des Gerätes. Wählen Sie daher ein Gerät mit Funktionen, die Sie auch tatsächlich benötigen und regelmäßig nutzen.
  • Achten Sie auf die Energieklasse: Auch wenn Kühlschränke mit einer höheren Energieklasse meist teurer sind, kann sich die Anschaffung auf Dauer lohnen.

co2online

Hier kann der Stromverbrauch und den CO2-Austoß Ihres Gerätes gemessen (KühlCheck) werden. Bei einem zu hohen Stromverbrauch wird Ihnen ein vergleichbares Gerät mit einer besseren Energieeffizienz vorgeschlagen.

Das Energielabel

Das Energieeffizienz-Label weist aus, wie viele Kilowattstunden ein Gerät pro Jahr verbraucht. Die Wertungsskala reicht dabei von der Bestnote A+++ bis zur schlechtesten Note D. Ein Gerät der Energieeffizienzklasse A+++ verbraucht nur halb so viel Strom wie ein vergleichbares Modell der Klasse A+ und immerhin ein Viertel weniger als ein Produkt der Klasse A++. Allerdings werden keine Kühlschränke mehr angeboten, die eine schlechtere Energieeffizienzklasse als A+ aufweisen. Somit ist der am schlechtesten bewertete Kühlschrank mit A+ gekennzeichnet. Ab Anfang 2020 soll es eine neue Klassifizierung der EU geben, die von A bis G reicht.

Das Bild zeigt ein Energielabel.

Die richtige Lagerung – Tipps zur längeren Haltbarkeit der Lebensmittel

Wenn Sie Ihre Lebensmittel im Kühlschrank richtig verstauen, sparen Sie bares Geld, weil weniger weggeworfen wird.

  • Oben ist es am wärmsten: Zubereitete Speisen können hier bei knapp 7 Grad Celsius gut aufbewahrt werden.
  • Etwas kälter ist es in den mittleren Fächern: der perfekte Platz für Aufschnitt und Milchprodukte.
  • Am kältesten ist die Glasplatte: bester Platz für empfindliche Lebensmittel wie rohes Fleisch oder Fisch.
  • Das Gemüsefach ist durch seine hohe Luftfeuchtigkeit besonders geeignet für Gemüse und Salat.
  • Die Kühlschranktür ist noch kalt genug für Getränke, Saucen und Marmeladen und auch für Butter gut geeignet, die hier streichzart bleibt.

Tipp: Lebensmittel, die nicht in den Kühlschrank gehören sind Tomaten und Kartoffeln sowie Südfrüchte! Diese werden am besten an einem kühlen und dunklen Ort, beispielsweise im Keller, gelagert.

Stand: 05.10.2018, 10:11

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