Neue Folge: Einmachen, Einlegen, Einfrieren – Konservierungsmethoden im Check

Sascha Walper testet für Yvonne Willicks drei Konservierungshelferlein für Zuhause.

Der Haushalts-Check mit Yvonne Willicks

Neue Folge: Einmachen, Einlegen, Einfrieren – Konservierungsmethoden im Check

Von Simone Mandt

Salzen, Dörren, Fermentieren – Konservieren von Lebensmitteln ist wieder voll im Trend. Die beliebteste Konservierungsmethode der Deutschen ist das Einfrieren.

Derzeit liegen Konserven wieder voll im Trend. Doch wer jetzt nur an Suppeneintöpfe oder gefüllte Nudeln in der Dose denkt, liegt knapp daneben.

Einkochen, Einlegen, Trocknen, Räuchern, Einfrieren, Salzen, Fermentieren… all das sind Methoden, die Lebensmittel lange über ihr natürliches Ablaufdatum hinaus haltbar machen. Das Konservieren von Lebensmitteln schützt nicht nur die Lebensmittel vor ihrem Verfall, sondern darüber hinaus auch die Umwelt. Saisonales Obst und Gemüse lassen sich hervorragend verarbeiten und nach Bedarf, abseits Ihrer Saison, verspeisen. Methoden wie das Fermentieren, erfreuen sich aufgrund ihrer positiven gesundheitlichen Auswirkung an hoher Beliebtheit. Vielfältige Kreationen des Konservierens zeigen, dass das Haltbarmachen aus Omas Zeiten längst überholt ist.

Die Konservierungsmethoden unterscheiden sich grundlegend in drei Verfahren: chemisch, biologisch und physikalisch. Viele davon lassen sich gut Daheim durchführen. Wie genau die jeweiligen Methoden funktionieren und mit welchen Tipps und Tricks sich das Konservieren ganz einfach Zuhause gestaltet, das zeigt Yvonne Willicks mit Unterstützung von idealen Expert*Innen.

Einfache Physik in der Küche: Das Einfrieren

Das Bild zeigt verschiedene eingefrorene Lebensmittel.

Nach unserer eigenen Umfrage über die sozialen Netzwerke zeigt sich, dass das Einfrieren die beliebteste Konservierungsmethode ist. 2019 hatte fast jeder zweite Haushalt eine Gefriermöglichkeit. Wer vorkocht und dann wegfriert, spart sich öde Vorbereitung und lange Kochzeiten. Die wichtigsten Tipps und Tricks beantwortet Haushalts-Expertin Yvonne Willicks mit Hilfe von Kochbuchautorin und Einfrierexpertin Susann Kreihe.

  • Die Küchenhygiene ist das A und O. Waschen und putzen Sie die Lebensmittel vor der Verarbeitung.
  • Um Vitamin-C Gehalt, Farbe und die Konsistenz zu erhalten, können Sie das rohe Gemüse vor dem Einfrieren kurz Blanchieren. So lassen sich unerwünschte Mikroorganismen abtöten.
  • Vorgekochte Gerichte unbedingt auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. In einer flachen Auflaufform kühlt Vorgekochtes am schnellsten ab.
  • Zum Einfrieren des Gefrierguts ausschließlich dafür vorgesehene Behältnisse nutzen. Diese sind meist an einer oder mehreren kleinen Schneeflocken auf dem Behältnis zu erkennen.
  • Die Behältnisse nur maximal zwei Zentimeter bis unter den Rand befüllen, um das Aufplatzen der Gefäße zu verhindern.
  • Um die Übersicht zu behalten, unbedingt die Behältnisse mit Inhalt und dem Abfülldatum kennzeichnen. Mit einer zusätzlichen Inventarliste sorgen Sie für den maximalen Überblick.
  • Folgende Lebensmittel lassen sich nur schwer einfrieren: Obst und Gemüse mit einem hohen Wasseranteil. Sie verlieren beim Auftauen ihre Konsistenz und sind somit ungenießbar. Eier ausschließlich verarbeitet einfrieren und nach dem Auftauen stark erhitzen, um krankmachende Mikroorganismen abzutöten.
  • Die Haltbarkeit bei Minusgraden variiert bei den verschiedenen Lebensmitteln. Fertige Gerichte sollten nicht länger als drei Monate eingefroren werden.

Eine Empfehlung zur Lagerdauer im Froster finden Sie unter folgendem Link:

Yvonne Willicks leckere Rezepte von und mit Susann Kreihe finden Sie unter folgendem Link:

Weitere wissenswerte Informationen rund um das Thema Einfrieren:

Stand: 24.11.2020, 17:00

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