Ein Topf für alle Fälle

Ein Topf für alle Fälle

Von Lara Kullik

Welche Töpfe braucht man?

Die Auswahl an Töpfen und Deckeln ist groß. Doch welche Töpfe sind sinnvoll? Diese fünf Töpfe gehören laut Sternekoch Christian Sturm-Willms in jede Küche:

  • Ein robuster großer Suppentopf für große Portionen (3 bis 5 Liter)
  • Ein hoher Gemüsetopf mit 3 bis 5 Litern Fassungsvermögen (für z.B. Gemüse, Fonds oder Spaghetti)
  • Ein flacher Kartoffeltopf mit mindestens 3 bis 5 Litern Fassungsvermögen
  • Eine große Stielkasserolle, also einen großen Topf mit langem Griff (mindestens 3 Liter)
  • Einen kleinen Topf zum Aufwärmen (1,5 Liter)

Faustregel: Kleiner Topf für lange Garzeiten, großer Topf für schnelle Hitze

Muss ein guter Topf teuer sein?

Die Preisspanne ist groß: Vom Billig-Topf aus dem Möbelhaus bis hin zum Marken-Topf aus dem Fachgeschäft oder Kaufhaus. Doch teure Töpfe wirklich besser?

Drei Töpfe im Test

Diese drei Töpfe aus unterschiedlichen Preissegmenten hat Yvonne Willicks ins Labor gegeben, um die Qualität analysieren zu lassen.

Topf von Ikea

Der günstigste Topf von IKEA „365+“ für 29,99 Euro
Dünnes Material | Gute Wärmeverteilung

Der günstigste Topf von IKEA „365+“ für 29,99 Euro
Dünnes Material | Gute Wärmeverteilung

Der mittelpreisige Topf von LIDL „Kela Cailin“ für 57,95 Euro
Dickerer Boden | Dünne Wände | Keine gute Wärmeverteilung | Erwärmt Wasser nur sehr langsam | Verzogener Boden

Der teuerste Topf von WMF „Trend“ für 134 Euro
Etwas schwerer | Dickerer Boden | Sehr gute Hitzeverteilung | Liegt auch bei Hitze plan auf

In unserer Stichprobe hat der teure Topf von WMF gewonnen, gefolgt vom Ikea-Topf. Das Produkt vom Discounter fiel durch, weil es durch den verzogenen Topfboden so schlecht auf dem Kochfeld auflag, dass das Wasser kaum zum Kochen gebracht werden konnte.

Fazit: Ein guter Topf muss nicht teuer sein. Wichtig ist, dass der Topfboden plan ist und glatt auf dem Kochfeld aufliegt. Bei einem Induktionsfeld können Sie auf teure Töpfe verzichten. Durch die elektromagnetische Induktion funktionieren günstige Töpfe genauso gut.

Multikocher – Ein Topf für alles?

Multikocher versprechen einfaches und schnelles Zubereiten auf Knopfdruck. Der amerikanische „Instant Pot“ erfreut sich großer Beliebtheit, doch auch der deutsche Markt hat nachgezogen und Konkurrenzkocher entwickelt. Können die Geräte mit dem amerikanischen Modell mithalten?

Vorteile der Multikocher

  • Multifunktionalität: Braten, Dünsten, Kochen, Schmoren, Frittieren, teilweise mit Dampfdruckfunktion.
  • Gesund Kochen: Wenn man sich ans Rezept hält, werden Lebensmittel schonender gegart. Vitamine und Mineralstoffe bleiben durch das Slow-Cooking-Verfahren eher erhalten.
  • Zeitsparend: Während der Alleskocher läuft, haben Sie Zeit andere Dinge zu erledigen, ohne Angst haben zu müssen, dass etwas anbrennt oder überkocht.

Multikocher im Praxistest

Wie gut funktionieren Handhabung und Bedienung? Und: Sind die Zaubertöpfe tatsächlich so multifunktional wie ihre Werbeversprechen? Wir haben drei Testkandidaten ins Rennen geschickt um dies zu überprüfen.

Der Multikocher von Silvercrest

Das Discountermodell „Silvercrest Multikocher“ für 49,99 Euro
Nicht für Koch-Anfänger geeignet | Durch den Glasdeckel kann der Kochprozess überprüft werden und der Deckel lässt sich während des Kochens öffnen um einzugreifen

Das Discountermodell „Silvercrest Multikocher“ für 49,99 Euro
Nicht für Koch-Anfänger geeignet | Durch den Glasdeckel kann der Kochprozess überprüft werden und der Deckel lässt sich während des Kochens öffnen um einzugreifen

Das amerikanische Trendmodell „Instant Pot“ für 150 Euro
Nicht für Koch-Anfänger geeignet | Komplizierte Gebrauchsanweisung, keine intuitive Bedienung möglich | Schwierige Handhabung | Verbrühungsgefahr durch die Abdampffunktion. Hier ist Vorsicht geboten. | Ein Großteil der Rezepte ist nur auf Englisch verfügbar

Das HighTech-Modell „Krups Cook 4 Me Plus“ für 299, 99 Euro
Durch das integrierte Kochbuch, das einen Schritt für Schritt durch den Kochprozess leitet, ist das Model auch für Kochanfänger geeignet | Kochtemperatur könnte höher sein

Fazit: Auch die deutschen Produkte halten bei der Multifunktionalität der amerikanischen Trend-Modelle mit. In unserem Test überzeugte sogar das günstigste Modell vom Discounter.

Wer Kocherfahrung hat, fährt auch mit einem günstigen Multikocher gut. Wer etwas mehr Anleitung braucht, kann auf die integrierten Kochbücher in den teureren Maschinen zurückgreifen, oder im Internet nach passenden Rezepten suchen.

Stand: 03.07.2018, 18:15

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