Geheimnis Aachener Dom

Außenansicht des Aachener Doms

Geheimnisvolle Orte

Geheimnis Aachener Dom

Was Wunder und Legenden angeht, kann es kaum ein Bauwerk mit dem Aachener Dom aufnehmen. Sogar einem Erdbeben trotzte er, kaum dass er fertiggestellt war. 1200 Jahre später lüften Denkmalschützer das Geheimnis seines himmlischen Bauplans.

Aachener Dom

Die Kirche Karls des Großen lockt die Welt nach Aachen – bis zu 14.000 Touristen strömen an Spitzentagen durch den Dom.

Die Strahlkraft der Kirche war bei ihrer Fertigstellung rund um das Jahr 803 so überragend, dass Reisende rühmten, sie sei schon von den Alpen aus zu sehen. Tatsächlich war der Dom, den Karl der Große entworfen hatte, für Jahrhunderte der höchste Kirchenbau nördlich der Alpen – ausgestattet mit kostbarsten Säulen, Mosaiken und Reliquien.

Hatte der Teufel seine Hand im Spiel?

Dieser "Wunder-Bau" erschien den Zeitgenossen so erstaunlich, dass es bald hieß, der Teufel selbst habe dabei geholfen – und sei um seinen Lohn betrogen worden. Wie um das abergläubische Geraune zu bestätigen, erschütterte ein Erdbeben kurz vor der Fertigstellung den Bau und zog einen Riss vom Dach bis in die Fundamente – eine Wunde, die den heutigen Dombaumeister ganz aktuell umtreibt. Dieser Riss zielt mitten in das eigentliche Geheimnis des Kirchenbaus: Wie konnte er die vielfältigen Erschütterungen in seiner 1.200-jährigen Geschichte überstehen?

Die Zahlenmagie entschlüsselt

Aachener Dom

Filmarbeiten in antikem Setting – die römischen Thermen unter dem Dom zu Aachen.

Die Dokumentation von Rüdiger Heimlich und Luzia Schmid gibt überraschende Einblicke in die Konstruktionsweise des Doms. Die antiken Maße, mit denen Baumeister Odo von Metz einst die Kirche konstruierte, die Zahlenmagie und Symmetrie, die hinter den Proportionen des Bauwerks stecken, konnten erst in jüngster Zeit mit modernsten Mitteln entschlüsselt werden. Sie belegen, dass Karl der Große mit seinem Gotteshaus nichts weniger errichten wollte als ein Abbild des Himmlischen Jerusalems.

Odyssee und unzugängliche Orte

Der Film zeigt, welch erstaunliche Schätze nach Aachen gekommen sind und welch unglaubliche Odyssee der Domschatz am Ende des Zweiten Weltkriegs überstehen musste. Er unternimmt eine Entdeckungsreise an unzugängliche und unbekannte Orte – mit Menschen, die die Geheimnisse des Doms kennen und hüten. Sie erzählen von den Momenten, in denen der Aachener Dom in Gefahr war und in denen er gerade durch die Einfallskraft und den leidenschaftlichen Einsatz der Aachener bewahrt wurde.

Ein Film von Rüdiger Heimlich und Luzia Schmid
Redaktion: Beate Schlanstein und Christiane Mausbach

Stand: 30.01.2018, 16:36

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