Frau tv Themen am 17.01.2019

Frau tv in dieser Woche mit Sabine Heinrich

100 Jahre Frauenwahlrecht
ein Frau tv Schwerpunkt

Am 19. Januar 1919 gingen die Frauen in Deutschland das erste Mal wählen, ein großer Schritt auf dem Weg der Gleichberechtigung. Das Wahlrecht war erst der Anfang für viele weitere Schritte auf dem Weg der Gleichstellung auf allen Ebenen von Frauen und Männern. Grund für Frau tv einmal genauer hin zu sehen, was wir wirklich erreicht haben, was noch zu tun ist.

Hedwig Dohm, Clara Zetkin, Marie Juchaz….
Wer kennt überhaupt noch die Heldinnen des Frauenwahlrechts?

von Katja Garmasch

Unsere Reporterin Katja Garmasch hat sich mal auf der Straße umgehört und stellte überrascht fest, wie wenig bekannt diese Frauenrechtlerinnen sind, die dafür gekämpft und gestritten haben, dass wir deutschen Frauen endlich zur Wahl gehen konnten. „Man kommt sich auf dem Gebiete der Frauenfrage immer wie ein Wiederkäuer vor!“, das sagte die Schriftstellerin Hedwig schon vor Jahrzehnten. Zeit, sich ihren Namen zu merken.

Anika Hüting
Jungpolitikerin mit Ambitionen

von Franziska Hilfenhaus

Viele Stadträte in NRW sind größtenteils alt – und Männer. Aber es gibt sie: leidenschaftliche Jungpolitikerinnen – wie Anika Hüting aus Vlotho. Sie ist 24 Jahre alt und sitzt für die Grüne Liste im Rat der Stadt Vlotho. Noch während ihrer Ausbildung als Anlagenmechanikerin für Sanitär,- Heizungs- und Klimatechnik kam sie in den Stadtrat – mit gerade mal 18 – als jüngstes Ratsmitglied. Am liebsten würde sie die Kommunalpolitik aber bald wieder verlassen - denn sie will gern noch mehr Verantwortung übernehmen.

www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/kommunalparlamente/index.html

Irene Franken
eine Pionierin der Kölner Frauengeschichte

von Uschi Müller

Frauen entdecken ihre Historie“, das ist der Titel des ersten Aufsatzes von Irene Franken aus dem Jahre 1986. Die Historikerin sorgt seit 30 Jahren dafür, dass Frauen aus Köln in der Geschichte der Stadt ihren Platz finden. Dafür hat sie den Kölner Frauengeschichtsverein und das Digitale Frauenarchiv mitgegründet. Viele, der nach bekannten Frauen benannten Straßen und Plätze in Köln, sind der unermüdlichen Forschungsarbeit von Irene Franken zu verdanken. Zum Beispiel der Elisabeth-Treskow-Platz: sie war eine Goldschmiedin und Kunstprofessorin, die sowohl die DFB-Schale gestaltet hat als auch die goldene Kette der Oberbürgermeisterin.

Irene Franken – eine Pionierin der Kölner Frauengeschichte

Als Frau noch ihren Ehemann fragen musste, wenn sie arbeiten wollte!
Kleiner historischer Abriss

von Tina Srowig

Leicht haben Frauen es heute nicht, aber ganz ehrlich: Früher war’s noch schwerer. Zum Beispiel, wenn wir mal in die Arbeitswelt schauen. Ganz kurzes Gedankenexperiment: Stellen Sie sich vor, Sie kommen zur Arbeit und Ihre Sachen sind gepackt, kleine Kiste, alles drin. Drückt Ihnen Ihr Chef in die Hand. „Tut mir leid, aber Ihr Ehemann hat gerade Ihren Job gekündigt.“ Das war’s. Sie sind raus. Unvorstellbar? Nicht bis 1958. So lange ging das nämlich in Westdeutschland. Unfassbar, welche Regeln und Gesetze damals galten – und unsere Mütter und Omas haben das noch miterlebt. Da lohnt sich doch ein Blick in die Geschichte der Frauenarbeit.

Als Frau noch ihren Ehemann fragen musste, wenn sie arbeiten wollte! – Kleiner historischer Abriss

Ein Unternehmerehepaar macht es vor
flexibles Arbeiten für Frauen ist kein Zukunftsmärchen

von Tina Srowig

Obwohl Frauen die gleichen Bildungschancen wie Männer haben, sind sie auf dem Arbeitsmarkt schlechter gestellt. Zum einen verdienen Frauen im Durchschnitt immer noch 21% weniger pro Stunde als Männer. Zum anderen: Frauen sind immer noch viel häufiger für Kinder und Haushalt zuständig. Und dadurch können sie im Job oft nicht so flexibel sein. Wir haben ein Unternehmerehepaar getroffen, das das Potenzial von Frauen entdeckt hat und in seiner Firma besonders flexibles Arbeiten möglich macht.

Ein Unternehmerehepaar macht es vor – flexibles Arbeiten für Frauen ist kein Zukunftsmärchen

Stand: 12.01.2019, 23:43

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