Buchtipp: "Leidenschaft ist doch nicht alles"

Buchtipps vom 03.05.2018

Buchtipp: "Leidenschaft ist doch nicht alles"

Von Christine Westermann

Titel: Leidenschaft ist doch nicht alles
Autor: Diane Brasseur
Verlag:
dtv
ISBN-10: 3-423-26151-X
ISBN-13: 978-3-423-26151-7 

Die Handlung

Die Handlung: spielt in Frankreich. Und gleich am Anfang ist alles zu Ende. „Leidenschaft ist doch nicht alles“. Mit diesen Worten verlässt ein Mann seine Freundin. Geht aus dem Cafe´, in dem sie sich vor sieben Monaten das erste Mal getroffen haben. Sie ist geschockt, bestellt erstmal Champagner und während sie Glas um Glas trinkt, blickt sie zurück. Und vergleicht. Den Mann, der gegangen ist, mit ihrem Vater, der großen Liebe ihres Lebens. Der einzige Mann, mit dem sie je zusammengelebt hat. Eine Verbindung, die ihr Leben, ihren Blick auf Männer geprägt hat. Der Vater war immer ihr Berater in Liebesgeschichten. „ Es muss der Richtige sein“, auch so ein Vater-Satz. Bei dem, der gegangen ist, hatte sie das gute Gefühl, er könnte der Richtige sein. Aber jetzt ist er weg . Und lässt sie mit diesem Satz über die Leidenschaft, die nicht alles ist, allein. Warum ?

Die Bewertung

Der Titel ist sperrig, fast schon kitschig, hat mich eine ganze Weile davon abgehalten, dieses Buch zu lesen. Warum ich es dennoch getan habe ? Weil ich die französische Autorin Diane Brasseur in sehr guter Erinnerung habe. Mit ihrem Buch „ Preis der Treue“, das wir auch hier bei Frau tv empfohlen haben. Also habe ich Titel und Bild ignoriert und mich von der Geschichte eines Mannes und einer Frau verführen lassen. Falsch, es ist eben nicht nur ein Mann, es sind zwei Männer, von dem die junge Frau nur in Rückblenden erzählt, der Vater ist spielt eine wichtige Rolle. Die wichtigste ? Das muss man beim Lesen des Romans selbst herausfinden. Wenn man ein Vater-Kind ist- und ich bin eines- wird die Geschichte vielleicht sogar noch ein wenig intensiver. Sie ist sehr fein geschrieben, verblüfft mit Leichtigkeit und sanfter Melancholie, entwickelt von Seite eins an einen fast unmerklichen Sog? Noch Tage später ging mir der Roman im Kopf herum, zumal er ein unerwartetes Ende bereithält. Das einen den Anfang mit ganz anderen Augen sehen lässt.

Stand: 04.05.2018, 13:47

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