Harmlos oder Notfall - was tun? 

Harmlos oder Notfall - was tun?  Doc Esser - Der Gesundheitscheck 16.09.2020 44:52 Min. UT Verfügbar bis 16.09.2021 WDR

Doc Esser – Das Gesundheits-Magazin

Harmlos oder Notfall - was tun? 

Themen: Erste Hilfe | Was ist ein echter Notfall? | Unterwegs mit einer Notärztin | Verschlucken – das hilft | Erste Hilfe bei Verbrennungen

Erste Hilfe

Erste Hilfe Kurs Reanimation an einem Dummy

Schon vor Corona war es so, dass fast jeder zweite Deutsche im Ernstfall nicht hilft. Neben der Angst im Notfall etwas falsch zu machen, fühlen sich viele aber auch nicht ausreichend geschult. Auch psychische Barrieren hemmen unsere Hilfsbereitschaft. In Zeiten von Corona kommt die Angst vor Ansteckung hinzu. Der Rettungsdienst braucht im Schnitt acht Minuten zum Unfallort – wertvolle Zeit, die der Ersthelfer sinnvoll überbrücken sollte.

Was ist ein echter Notfall?

Notaufnahme im Krankenhaus

Doc Esser checkt in Neuss, wie Passanten im konkreten Fall reagieren würden. Sie haben die Wahl: Direkt den Rettungsdienst über die 112 rufen oder sich beim ärztlichen Notdienst erstmal telefonisch beraten lassen? Dabei geht es darum, Symptome bei sich selbst oder Angehörigen richtig einzuschätzen.

Unterwegs mit einer Notärztin

Das Bild zeigt einen Rettungswagen.

Wir begleiten Notärztin Dr. Carola Holzner zu ihrem Einsatz. Sie wird 24 Stunden im Dienst sein. Sie arbeitet in Essen in der Notaufnahme der Unikliniken. Sie weiß nie, was auf sie zu kommt und muss für alles gewappnet sein. Diesmal wird sie zu einem Mann mit Herzkreislaufproblemen gerufen, er trägt einen Herzschrittmacher und seine Frau befürchtet einen Herzinfarkt … Und sie muss einen Mann verarzten, der sich möglicherweise das Bein gebrochen hat, als er stürzte …

Verschlucken – das hilft

Erste-Hilfe bei Verbrennungen

Für Eltern ist es schier unerträglich, wenn das Kind plötzlich keine Luft mehr bekommt. Es hat sich an etwas verschluckt und jetzt muss es schnell gehen. Naheliegend ist der Griff in den Mund und der Versuch, mit gekrümmtem Zeigefinger hinter einen Gegenstand wie z.B. eine Münze zu kommen und ihn aus dem Mund zu ziehen, oder ihn mit Zeigefinger und Daumen zu greifen, wenn es beispielsweise ein Stück Schinken ist. Solange der Gegenstand sichtbar ist kann man das versuchen und häufig gelingt so die Befreiuung, doch das kann auch den gegenteiligen Effekt haben und der Gegenstand rutscht noch tiefer in die Luftröhre. Eine furchtbare Situation!

Erste Hilfe bei Verbrennungen

Erste-Hilfe bei Verbrennungen

Die meisten Verbrennungen passieren im Haushalt: in der Eile einen heißen Topf angefasst oder das Backblech ohne Topflappen, schon ist man verbrannt. Großflächige und tiefe Wunden sind zum Glück eher selten. Auf 100.000 Deutsche kommen ungefähr zwei bis fünf Menschen pro Jahr, die schwere Brandverletzungen erleiden.

Stand: 16.09.2020, 16:00