Die Lehrer-Challenge in Hamm, Folge 2

Doc Esser - Der Gesundheitscheck 19.01.2022 44:19 Min. UT Verfügbar bis 19.01.2023 WDR

Doc Esser macht den Westen fit – Die Lehrer-Challenge in Hamm (Folge 2)

Stand: 18.01.2022, 18:04 Uhr

Doc Esser möchte den Westen fitter machen. Das Ziel seines Coaching-Programms: mehr Ausdauer, weniger Kilos und mehr Wohlbefinden. Ein Lehrer-Team aus Hamm hat die Herausforderung angenommen und sich auf eine sechswöchige Challenge eingelassen.

Das Bild zeigt Doc Esser und die Kandidaten der Lehrer-Challenge.

Wer körperlich aktiv ist, sich ausgewogen ernährt und im Alltag immer wieder zur Ruhe kommt, tut schon viel dafür, Krankheiten vorzubeugen. Vor allem Stoffwechselerkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes mellitus Typ 2 sind oft die Folge eines ungesunden Lebensstils.

„Meal Prep“ gegen Heißhunger

Unser stressiger und hektischer Alltag verführt uns gern zu schnellen und ungesunden Mahlzeiten oder Snacks. Um diese Falle zu vermeiden, empfiehlt sich „Meal Prep“. Hinter dem Trendbegriff steckt übersetzt nichts anderes als Essensvorbereitung bzw. das altbekannte Vorkochen. Wer gesunde Mahlzeiten bereits parat hat, greift nicht so schnell zu Fast Food.

Das Bild zeigt vorbereitetes Essen in Dosen und Gläsern.

Der Tipp von Ernährungscoach Wiebke Schlusemann: zu Beginn der Woche verschiedene Komponenten vorkochen, die an den Folgetagen immer wieder unterschiedlich kombiniert werden können – z. B. in einer Bowl. Dabei ist die Haltbarkeit der einzelnen Lebensmittel zu beachten. Viele Zutaten können gekühlt mehrere Tage verzehrt werden. Selbstgemachtes Müsli hält sich sogar eine Woche.

Länger satt durch komplexe Kohlenhydrate

Obwohl alle Kohlenhydrate aus Zuckerbausteinen bestehen, sind Kohlenhydrate nicht gleich Kohlenhydrate. Beim Abnehmen hilft, auf komplexe Kohlenhydrate zu setzen wie sie in Vollkornprodukten oder Hülsenfrüchten stecken. Der Grund: Die komplexen, langkettigen Kohlenhydrate muss der Körper bei der Verdauung in die einzelnen Zuckerbausteine aufspalten. Das kann man sich wie eine Perlenkette vorstellen, die in einzelne Perlen zerlegt wird. Damit ist unser Körper eine Weile beschäftigt, was wiederum zu einem anhaltenden Sättigungsgefühl führt. So schießt auch der Insulinspiegel nicht so stark in die Höhe, da der Zucker nach und nach ins Blut geht.

Problematisch: Einfachzucker

Vor Heißhungerattacken schützt, sparsam mit Einfachzucker, also Haushalts- und Industriezucker umzugehen (z. B. in Softdrinks, Süßigkeiten und hochverarbeiteten Lebensmitteln). Im Gegensatz zu den komplexen Kohlenhydraten müssen diese Zucker nicht mehr in Einzelbausteine zerlegt werden. Sie sorgen deshalb für einen schnellen Anstieg des Insulinspiegels, liefern nur kurz Energie und bringen kaum Sättigung.

Gesund: Ballaststoffe

Ballaststoffen gehören zu den Kohlenhydraten, haben aber eine gesonderte Funktion. Sie sind für den Menschen unverdauliche, pflanzliche Nahrungsbestandteile, die in Obst, Gemüse und Vollkorngetreiden vorkommen. Ihr Vorteil: Sie liefern kaum Energie, wirken aber vorbeugend gegen einen hohen Cholesterinspiegel.  Ballaststoffe können im Verdauungstrakt Glukose binden, wodurch der Blutzuckerspiegel langsamer steigt.

Mental fit: Meditation und Yoga

Meditation

Es gibt viele Arten der Meditation, die auf verschiedenen Traditionen beruhen und zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt werden. Eine sehr populäre und anerkannte Form ist das Achtsamkeitstraining – unter anderem: MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction). Bei stressbedingten Symptomen kann MBSR eine nachweislich entspannende und beruhigende Wirkung haben. 

Ziel von MBSR ist es, die Aufmerksamkeit besser zu steuern und negative Effekte von Sorgen und Ängsten zu reduzieren. Neben einer positiven Wirkung auf die psychische Gesundheit lassen sich über Meditation auch positive Effekte auf der körperlichen Ebene erzielen – z. B. den Blutdruck senken.

Meditation kann auch zur Steigerung der Motivation eingesetzt werden. Das heißt konkret für Doc Essers Lehrer-Challenge: Die Teilnehmer:innen sehen sich an ihrem individuellen Ziel ankommen und führen sich vor Augen, was sie persönlich brauchen, um das Ziel zu erreichen. Das kann langfristig helfen, besser mit Rückschlägen bzw. Misserfolgen umzugehen.

Es gibt auch Formen der Meditation, die auf Selbsterkenntnis abzielen. Es geht darum, die eigenen Gefühle besser zu verstehen und zu hinterfragen, woher negative Gefühle kommen. Handelt es sich um etwas, das nicht durch eigene Kraft zu beeinflussen ist, hilft es „loszulassen“.  Energie soll auf das gerichtet werden, was selbst gesteuert und verändert werden kann.

Yoga

Das Bild zeigt Lehrer und Lehrerinnen beim Yoga im Park.

Studien haben gezeigt, dass Yoga einen gesundheitsförderlichen Effekt hat und kognitive Fähigkeiten verbessern kann. Es gibt viele verschiedene Yoga-Stile. Welcher Stil sich am besten eignet, hängt von den individuellen Zielen ab. Einer der bekanntesten Stile ist das Hatha-Yoga. Hierbei stehen die Wertschätzung und Stärkung des Körpers im Vordergrund. Die einzelnen Yogahaltungen heißen auf Sanskrit „Asanas“. Der wichtigste Unterschied zu anderen Sportarten ist die Kombination der Asanas mit den „Pranayamas“, den Atemübungen.

Die Effekte von Yoga:

  • Regulation des Blutdrucks durch Atemtechniken
  • Verbesserung der Entspannungsfähigkeit
  • Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit
  • Steigerung des Wohlbefindens
  • Verbesserte Körperwahrnehmung
  • Verbesserung von Gleichgewicht, Körperhaltung und Beweglichkeit