Wenn Wunderheiler Kinder opfern

Wenn Wunderheiler Kinder opfern

Es ist kaum zu fassen, aber wahr: der Glaube an Wunderheiler breitet sich im Afrika des 20. Jahrhunderts wieder aus. In Ländern wie Südafrika, Tansania oder Uganda umfasst er alle Schichten der Bevölkerung, auch der Wohlhabenden. Besonders viel Glück sollen Rituale mit Körperteilen von Kindern bringen, und so steigt die Zahl der Kinder, die von Wunderheilern entführt, getötet oder verstümmelt werden seit Jahren an.

Man sieht einen Mann, der auf dem Boden eines Ackers sitzt und in Handschellen gelegt ist

Anthony ist ein Medizinmann, der des Kindesmordes überführt wurde. In Handschellen wartet er auf seinen Abtransport ins Gefängnis.

In Uganda zeigen die Filmemacher Joost van der Valk und Mags Gavan, wie ausgerechnet ein Zeichen des wachsenden Wohlstandes - der Bauboom im Land - das Grauen befördert. Sie sind dabei, wie „Wunderheiler“ von einer Spezialeinheit der Polizei gejagt werden - unterstützt von einem lokalen Priester, einem amerikanischen Mormonen und einem ehemaligen Kopfgeldjäger. Ihr Ziel: das Morden beenden, Gerechtigkeit herstellen - und überlebenden Kindern helfen. Eine „Story“, die fassungslos macht, aber auch hoffen lässt.

Portrait eines Mannes und zwei Kindern vor einer Steinmauer

Peter Sewakiryanga will den mordenden Medizinmännern das Handwerk legen. Unterstützt von einer christlichen Hilfsorganisation kümmert er sich um gerettete Kinder wie Robert und Alan.

Ein Film von Joost van der Valk und Mags Gavan
Redaktion: Norbert Hahn

Stand: 18.01.2019, 12:12