Alpen abgezockt - Berge, Schnee und Billiglohn

Alpen abgezockt - Berge, Schnee und Billiglohn

Ein Film von Johannes Höflich und Jo Angerer

Durch Garmisch, Deutschlands beliebtem Alpenstädtchen, geht ein Riss: Die einen wollen ihren Ort, die Heimat und den sozialen Zusammenhalt bewahren. Die anderen wollen immer mehr Gäste. Vielen alteingesessenen Bergbauern, Originale im Trachtenjanker, „stinkt’s“. Sie fordern ein radikales Umdenken in Sachen Tourismus.

Armut in Garmisch-Partenkirchen: Immer mehr Menschen kommen zur Tafel

Armut in Garmisch-Partenkirchen: Immer mehr Menschen kommen zur Tafel

Garmisch-Partenkirchen: 27.000 Einwohner, Hunderte Hotels, Pensionen, Restaurants und Bars. Eine Spielbank, ein Kongresszentrum. Über eine Millionen Übernachtungen zählt man in Garmisch Jahr für Jahr. Dazu rund fünf Millionen Tagesgäste. Im Winter locken 60 Kilometer Skipiste, größtenteils künstlich beschneit, und Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze. Im Sommer zieht die herrliche Bergwelt die Gäste an.

Garmisch-Partenkirchen, ein Alpenwahn: Bekannt sind die ökologischen Konsequenzen: kahle und schlammige Skihänge im Sommer. Doch eine wichtige Folge des Alpenwahns ist unbekannt: zunehmende Armut. Die meisten Saisonkräfte im Hotel- und Gaststättengewerbe arbeiten zum Billiglohn – von wegen Goldgrube Tourismus.

die story zeigt den Wahnsinn des Alpentourismus und die bislang unbekannten schweren sozialen Folgen des Massentourismus.

Autoren: Johannes Höflich und Jo Angerer
Redaktion: Mathias Werth

Stand: 14.10.2016, 13:44