Der Mann für alle Fälle - Ein Subunternehmer aus der Fleischbranche packt aus

Der Mann für alle Fälle - Ein Subunternehmer aus der Fleischbranche packt aus

Ein Film von Michael Nieberg

Für Westfleisch war er auf vielen Schlachthöfen in NRW tätig: Coesfeld, Münster, Hamm, Paderborn und Lübbecke. Zeitweise wurde jeder dritte Arbeiter am Band bei Westfleisch von ihm gestellt.

Er ist seit mehr als 25 Jahren im Geschäft: Für die norddeutsche Fleischindustrie machte Herr D. als Subunternehmer jahrelang die Drecksarbeit, ging dafür sogar in Untersuchungshaft. Nun packt  er erstmals aus, erzählt, wie  das System der Werkverträge und osteuropäischen Subunternehmer in der Fleischbranche funktioniert - und wer wirklich daran verdient.

Firma Westfleisch

Vor allem für die Firma Westfleisch stellte Herr D. billige Arbeitskräfte - Deutsche und Rumänen, die im Werkvertrag tätig waren.

Sein Hauptauftraggeber viele Jahre lang: Die Firma Westfleisch mit Sitz in Münster, drittgrößter Fleischverarbeiter Deutschlands. Für Westfleisch war er auf vielen Schlachthöfen in NRW tätig: Coesfeld, Münster, Hamm, Paderborn und Lübbecke. Zeitweise wurde jeder dritte Arbeiter am Band bei Westfleisch von ihm gestellt. Von Westfleisch bekam er schon vor über 20 Jahren Ideen, wie er ein ganzes Firmengeflecht mit Sub-Sub-Unternehmen aufbauen sollte, erzählt er im Interview. Dieses Firmengeflecht existierte bei Westfleisch bis 2014. Seitdem, so erklärt der Konzern, baut das Unternehmen „die Zahl der direkt bei der Unternehmensgruppe angestellten Mitarbeiter sukzessive weiter aus.“

Zwei Männer im Gespräch

Herr D. gibt der Redaktion tiefe Einblicke in das Geschäft der Sub-Subunternehmen der Fleischindustrie.

Die Story gibt tiefe Einblicke in die Geschäfte der Fleischindustrie.

Autor: Michael Nieberg
Redaktion: Norbert Hahn und Jo Angerer

Stand: 05.01.2018, 14:18

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6 Kommentare

  • Alfred Tumpach 31.01.2018, 23:51 Uhr

    Da hat die STORY den Bock zum Gärtner gemacht. Der Deli war so Geil auf KOHLE , das er die Preise gedrückt und die vernünftigen Subunternehmer damit rausgedrückt hat. Der Deli hat mit viel Schwarzgeld die guten Zerleger gelockt und zu Vorarbeiter gemacht und andere Subunternehmer damit geschwächt und Westfleisch damit gezeigt, das er mit den Stückpeisen gute FESTANGESTELLTE bezahlen kann. Ihr müsst die richtigen Fragen stellen. Warun hatte wohl der Deli eine Pistole ? Warum hat er Drogen genommen ? Wie oft wurden die Reifen seiner Fahrzeuge aufgeschlitzt ? Wenn Ihr weitere Fragen beantwortet haben wohlt, melde euch bei mir. Tönnies , Westfleisch, Bochumer Fleischhandel , Klass & Pitsch , Kastells , Hofmann & Kruse usw. Ich hatte selbst 250 Mann an der KLINGE. Die Gewerkschaft und Berufsgenossenschaft haben die Werksverträge mit zu verantworten und haben schön IHRE FRESSE gehalten, weil Sie eine Menge Beiträge gefordert und erhalten haben. Bis demnächst vielleicht

  • ex 31.01.2018, 20:45 Uhr

    was hat eigentlich Olaf Pöh gemacht?

  • Silvia Tito 31.01.2018, 16:49 Uhr

    Diesen Filmtipp habe ich für ruinierte Hermes-Subunternehmer auf meinem Hermesblog als Warnung schon bekannt gegeben. Überall das gleiche Spiel, die Kleinen werden gelinkt und anschließend verknackt, während die wahren Täter in den Vorstandssesseln juristische Immunität genießen. Einfach mal hermessubunternehmer googlen, um zum Blog zu gelangen.

  • Hosking 29.01.2018, 19:21 Uhr

    Da spricht der Richtige. Ironie off.

  • Antonietta 29.01.2018, 12:42 Uhr

    10 Gründe, warum es keinen Fleisch essenden Umweltschützer gibt 1. Fleisch essen schadet dem Klima 2. Fleisch essen zerstört den Regenwald 3. Fleisch essen verringert die Artenvielfalt 4. Fleischkonsum ist Energieverschwendung 5. Fleisch zu essen verschwendet Wasser 6. Die Tierwirtschaft verschmutzt zudem das Wasser 7. Fleisch essen verursacht dicke Luft 8. Der Konsum tierischer Produkte laugt den Boden aus 9. Fleisch essen verpestet den Boden 10. Fleisch essen ist einfach nicht gerecht

  • Koroll Jens-Uwe 27.01.2018, 14:13 Uhr

    Das ist doch gang und gebe in der Deutschen Fleischindustrie.Ich war 21Jahre bei Westfleisch bis das Werk in Paderborn abbrannte und wir fast alle gekündigt worden.Erst kamen Russen dann Polen und zum schluss waren es Rumänen und Ungarn .Jeder Sup hat fiel Geld verdient und für den Konzern waren es Billige Arbeiter .Selbst die Gewerkschaft hat sich daran nicht gestört hatten ja auch ihre vorteile im Konzern. mfg koroll