Dicke Luft durch dreckige Diesel – Was machen unsere Städte?

Dicke Luft durch dreckige Diesel – Was machen unsere Städte?

Die Diesel sollen raus aus den Innenstädten oder so schnell wie möglich umgerüstet werden. Story-Autor Thomas G. Becker zeigt die weitreichenden Konsequenzen, die die Gerichtsentscheidung für NRW hat.

Am 27. Februar entscheidet das Bundesverwaltungsgericht, ob Millionen Diesel aus Deutschlands Innenstädten ausgesperrt werden dürfen. Dass Fahrverbote kommen, gilt als wahrscheinlich. Denn anders kriegen die Städte die hohe Stickoxidbelastung kaum in den Griff. Stickoxid (NOx) ist ein Gift, das insbesondere alte Menschen und Kinder krank machen kann. Und vor allem aus dem Auspuff von Dieseln kommt. Es muss endlich etwas geschehen, auch, weil die EU Deutschland wegen der Überschreitung der Grenzwerte verklagen will.

Das Diesel-Desaster – Umrüsten, verkaufen, verschrotten?

Messstationen registrieren die Luftbelastung durch Stickoxide.

Die Diesel sollen also raus aus den Innenstädten oder so schnell wie möglich umgerüstet werden. Story-Autor Thomas G. Becker zeigt die weitreichenden Konsequenzen, die die Gerichtsentscheidung für NRW hat. Wo dürfen Dieselfahrer überhaupt noch rein - und wo nicht mehr? Und wann kommen die Fahrverbote? Was bedeuten sie für Handwerker, was für Pendler - und können die Menschen in den Innenstädten jetzt endlich aufatmen? Ist es möglich, Fahrverbote durch Umrüstungen zu vermeiden - und was kosten die? Und was sind Diesel-Autos überhaupt noch wert?

Schließlich blickt Thomas G. Becker ins europäische Ausland, wo die Verantwortlichen längst viel radikaler sind und Diesel bei zu hoher Schadstoffbelastung konsequent aus den Innenstädten verbannen.

Ein Film von Thomas G. Becker


Redaktion: Nicole Kohnert und Martin Suckow

Stand: 23.01.2018, 10:11

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7 Kommentare

  • 7 John Paul Adrian Glaubitz 03.03.2018, 22:29 Uhr

    Der Maximalwert von 950 ug/m^3 gilt *nicht* für alle Arbeitsplätze, sondern *nur* für Industriearbeitsplätze! https://www.umweltbundesamt.de/themen/unterschied-zwischen-aussenluft „Für Büroarbeitsplätze sowie Privaträume finden MAK-Werte keine Anwendung. Hier gelten vielmehr die Richtwerte des Ausschuss für Innenraumrichtwerte (AIR), vormals Ad-hoc-Arbeitsgruppe der Innenraumlufthygienekommission (IRK) und der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden (AOLG)). Die Innenraumlufthygienekommission leitete in den 1990er Jahren einen sog. „Richtwert II“ für Stickstoffdioxid in der Innenraumluft von 60 µg/m³ (Wochenmittelwert) ab. Der Richtwert II (RW II) ist ein wirkungsbezogener Wert, bei dessen Erreichen beziehungsweise Überschreiten unverzüglich zu handeln ist.“

  • 6 So ein hysterischer Popanz 28.02.2018, 22:40 Uhr

    Wieso schaut sich die Redaktion nicht die eigene "Quarks"-Sendung von gestern an? Stattdessen wird die DUH als Umweltengel und ihr Mitarbeiter Axel Friedrich als unabhängiger Experte dagestellt. Auch werden alle Autohersteller mit den Betrügern aus dem VW-Konzern auf eine Stufe gestellt. Wenn sie so auf Veralgemeinerung stehen, wie gefällt ihnen das: Die Story-Redaktion die gleiche Mischpoke wie Bild-Reporter Fernsehens.

  • 5 Karl-Heinz Beyer 28.02.2018, 18:39 Uhr

    Man müsste Sitzblockaden auf organisieren um die Straßen mit hohen NOx Werten zu blockieren, anders ist der Politik mit Ihrer Automobil Lobby nicht bei zu kommen.

  • 4 Petra Mayer 28.02.2018, 13:34 Uhr

    In Düsseldorf beklatschen gerade alle, dass der Billigflieger Ryanair jetzt regelmässig von Düsseldorf nach Mallorca fliegt. Das nenn ich doch mal ein gute Massnahme. Die fliegt bestimmt auch nicht über die Corneliusstrasse. Man sollte die Pendlerpauschale komplett in den ÖPNV stecken. Dann wäre zumindest eine Verbilligung der Tickets kostenneutral möglich. Im übrigen würde ich Billigflieger nicht länger mit subventioniertem Flugbenzin in die Luft gehen lassen. Zur Arbeit müssen wir. Das Reiseverhalten kann man ändern.

  • 3 Peter Müller 26.02.2018, 11:50 Uhr

    werde bei Fahrverbot die Innenstadt vollständig meiden müssen und alles im Internet bestellen. Kommt dann umweltfreundlich mit E- Auto der DHL. Der fällige Autoneukauf (VW T6 Diesel ) ist selbstverständlich gecancelt.

  • 2 Arno Krumm 22.02.2018, 15:48 Uhr

    Der kleine Mann wird wieder in die Verantwortung genommen. Wenn Diesel LKW auch aus den Städten verbannt werden - wer beliefert dann unsere Geschäfte. Müssen wir dann nach ein paar Tagen, wenn die Regale leer sind , vielleicht hungern? Die Autoindustrie stiehlt sich aus der Verantwortung, evtle. Nachrüstungen sollen die Autobesitzer bezahlen, obwohl diese der Meinung waren, dass das Auto, dass sie vor Jahren gekauft haben, eine saubere Lösung sei. Selbst die 5er Schadstoffklasse ist eine Umweltschädigung und diese Autos sind gerade einmal ca. 5 Jahre alt! Was ist mit den schmutzigen Diesel Agregaten der Industrie, was mit Diesellocks. Wie werden die Schiffe auf unseren Wasserstraßen sauber. Die, bei LKW eingesetzte, Ad-Blue-Technik wird von Spediteuren außer Betrieb gesetzt, weil sie zusätzliche Ausgaben erfordert. Die Polizei, Länder, Bund wissen darüber Bescheid, aber es wird nichts getan. Geräte zur Außerbetriebsetzung werden im Versandhandel legal verkauft und niemand tut was.

  • 1 Johannes Baumart 21.02.2018, 12:14 Uhr

    Die DUH verdient legal mit der Umwelthematik Millionen. Dabei sind an der Schadstoffbelastung auch Industrie, Schiffahrt, Flugverkehr und private Heizungsanlagen maßgeblich beteiligt. Wenn Einschränkungen, dann für alle !